Glaubens-ABC

Jugendweihe

Die Jugendweihe ist keine Erfindung der DDR, die sie 1954 als Konkurrenz zur Konfirmation einführte. Ihre Wurzeln gehen auf freireligiöse Bewegungen im 19. Jahrhundert zurück. Im Mittelpunkt der Jugendweihe in der DDR stand ein öffentliches Gelöbnis. Die Jugendlichen mussten u. a. versprechen, „als wahre Patrioten die feste Freundschaft mit der Sowjetunion weiter zu vertiefen, den Bruderbund mit den sozialistischen Ländern zu stärken, im Geiste des proletarischen Internationalismus zu kämpfen, den Frieden zu schützen und den Sozialismus gegen jeden imperialistischen Angriff zu verteidigen.“ Wer die Jugendweihe verweigerte, musste in der DDR mit Nachteilen rechnen. Zunehmend etabliert sich die Jugendweihe aber als Familienfest. Seit den siebziger Jahren nahmen in der DDR etwa 97 % der Jugendlichen daran teil. Der Brauch der Jugendweihe wird auch nach dem Ende der DDR fortgeführt, allerdings ohne Gelöbnis.



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