Glaubens-ABC
Leuenberger Kirchengemeinschaft
Die Leuenberger Kirchengemeinschaft (LKG) ist ein europäischer Verbund von 103 lutherischen, reformierten, unierten und hussitischen Kirchen sowie der ihnen verwandten vorreformatorischen Kirchen der Waldenser und der Böhmischen Brüder, die die Leuenberger Konkordie (LK) unterzeichnet haben. Sieben methodistische Kirchen gehören durch eine zusätzliche „Gemeinsame Erklärung zur Kirchengemeinschaft“ der LKG. Zur Gemeinschaft gehören außerdem auch fünf südamerikanische Kirchen, die aus den ehemaligen deutschen Einwandererkirchen hervorgegangen sind. Die Unterzeichnerkirchen bekennen sich zu dem in der Leuenberger Konkordie dargelegten gemeinsamen Verständnis des Evangeliums, gewähren einander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft und verpflichten sich zu gemeinsamem Zeugnis und Dienst.
Das besondere Profil der Leuenberger Kirchengemeinschaft ist ihre theologische Grundlage in Gestalt der 1973 auf dem Leuenberg bei Basel verabschiedeten „Leuenberger Konkordie“ und deren Vertiefung durch die Ergebnisse der Lehrgespräche. Die theologische Weiterarbeit führte in den vergangenen Jahren zu einer Reihe von Resultaten. Unter ihnen hat die Studie „Die Kirche Jesu Christi“ eine besondere Bedeutung, denn damit liegt erstmals eine gesamtevangelische Ekklesiologie (Lehre von der Kirche) vor, die sich gleichzeitig als Beitrag zum ökumenischen Gespräch über die Einheit der Kirche versteht. Die Geschäftsstelle der LKG befindet sich in Berlin.
