Glaubens-ABC
Maria
Maria ist die Mutter Jesu. Nach Matthäus hatte sie neben ihrem erstgeborenen Sohn Jesus noch vier weitere Söhne und mindestens zwei Töchter (Matthäus 13,55f.). Sie gehörte der ersten Jerusalemer Christengemeinde an (Apostelgeschichte 1,14). Im Laufe der Geschichte der Kirchen wurde sie mehr und mehr verehrt als „Gottesgebärerin“. Aus evangelischer Sicht sind die beiden von der römisch-katholischen Kirche formulierten Mariendogmen von der „unbefleckten Empfängnis Marias“ (1884) und ihre „leibliche Aufnahme in den Himmel“ (1950) biblisch nicht zu begründen. Die Marienfrömmigkeit markiert heute einen der deutlichsten Unterschiede zwischen den Konfessionen.
