Glaubens-ABC

Weihnachten

Weihnachten ist das beliebteste Fest der Christenheit und markiert eine Besonderheit der Religion: Ein Kind ist der Mittelpunkt, ein schutzbedürftiges Baby. Jesus. Seine Geburt im Stall von Bethlehem wird an Weihnachten gefeiert. Maria ist seine Mutter und Gott sein Vater. Deshalb glauben Christen, dass Gott selbst Mensch geworden ist, und zwar an einem Ort, der auf jeder Landkarte zu finden ist, und in der Zeit, als das römische Reich Judäa besetzt hielt.  Gottes Leben auf Erden findet nicht im Ungefähren, sondern in konkreten Gegebenheiten statt. In Jesus durchlebt Gott die Gefahren, die Leiden und Freuden des Menschseins. Weil er dies alles erfahren hat, wird er die Menschen nie wieder verlassen – was immer auch geschieht.

In der Bibel, im Neuen Testament, wird die Geschichte von Jesu‘ Leben erzählt. Seine Geburt beschreibt der Evangelist (Autor) Lukas am anschaulichsten. Er erzählt, wie Maria und ihr Mann Josef aus Nazareth zur Volkszählung nach Bethlehem wandern und in einem Stall Unterschlupf finden. Dort bringt Maria Jesus zur Welt. Die ersten, die von Engeln davon informiert werden, sind einfache Leute, die nachts ihrer Arbeit nachgehen: Hirten aus der Umgebung. Für Gott, der in diesem Kind lebt, sind alle Menschen gleich viel wert, unabhängig von ihrem Rang in der Gesellschaft.

Jesus hat tatsächlich gelebt. Das haben Historiker bewiesen. Wann er allerdings geboren wurde, weiß man nicht genau. Die frühen Christen in Rom – um das Jahr 350 – legten den Geburtstag auf den 25. Dezember fest. Das ist kurz nach der längsten Nacht des Jahres. Danach werden die Tage wieder länger. Weil Jesus in der Bibel „das Licht der Welt“ genannt wird, ist das ein guter Zeitpunkt zur Feier seiner Geburt.

Irene Dänzer-Vanotti