Glaubens-ABC

Zweifel

Im Zusammenhang des Glaubens gibt es zwei Formen des Zweifels. Die eine bestreitet grundsätzlich, dass es Gott gibt. Die andere stellt nicht die Gewissheit der Glaubensinhalte in Frage, sondern beschreibt die Erfahrung des „verborgenen Gottes“, dass der Glaube meinem Leben nicht mehr Zuversicht und Hoffnung zu geben vermag. Wer an Gott glaubt, der erlebt erfahrungsgemäß auch Phasen, in denen das, was er einmal zu glauben gelernt hat, ihm keinen Halt (mehr) gibt. Zweifel melden sich dann, ob das mit dem Glauben auch wirklich alles stimmt. Glaubensgewissheit aber kann sich niemand selbst vermitteln bzw. verordnen. Glaube lässt sich nicht machen, entzieht sich der Verfügbarkeit, ist Geschenk. Um den Glauben kann man Gott bitten und am besten in der Gemeinschaft mit anderen Christen Glaubensfragen nachspüren. Entdeckungen der Nähe Gottes bleiben dann auch nicht aus.



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