SAT.1 "So gesehen"

Martinstag

10. November 2007

Durch den dunklen Abend mit leuchtender Laterne ziehen und dabei zu singen - das hat mir als Kind schon immer sehr gut gefallen. In ganz Deutschland machen das Kinder an diesem Wochenende. Es ist Martinstag.

Die Laternen erinnern an Martin von Tours. Er war römischer Soldat im 4. Jahrhundert. Eine Legende erzählt, dass er an einem kalten Abend durch die Straßen ritt. Da traf er auf einen frierenden Bettler. Ganz heldenhaft zerschnitt er seinen eigenen Mantel mit dem Schwert und gab dem Bettler die Hälfte davon. Martin tat später noch viele weitere gute Werke - aber besonders die Geschichte mit dem Mantel hat ihn berühmt gemacht. Eigentlich heißen die Laternen deshalb ursprünglich Martinslampen. Sie sind ein Zeichen dafür: Wenn ein Mensch mit einem anderen teilt - ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten - wird die Welt ein bisschen heller. Sie müssen ja nicht gleich Ihren Mantel zerschneiden. Aber vielleicht fällt Ihnen etwas anders ein, was Sie teilen könnten - und das anderen Freude macht.



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