SAT.1 "So gesehen"
Aktion Sühnezeichen
12. April 2008
Ferne Orte entdecken, neue Menschen kennen lernen - in einem anderen Land zu leben hat seinen Reiz. Aber Ruben Pfizenmaier will noch mehr - und will aus Fremden Freunde machen. Er kommt aus Deutschland und lebt seit einem halben Jahr bei Jerusalem. Da kümmert er sich zum Beispiel um Josef. Der musste damals mit seiner Familie vor den Nazis fliehen. Jetzt ist er alt und braucht Hilfe. Am liebsten reden die beiden miteinander und Josef erzählt Ruben viel von jüdischen Bräuchen. Aber sie diskutieren sich auch die Köpfe heiß über Politik.
Ruben Pfizenmaier macht mit bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Seit 50 Jahren setzt die sich für Versöhnung ein. Sie schickt junge Menschen nach Israel. Ihr Motto: Die Erinnerung an die Gräueltaten der Nazis muss lebendig bleiben. Denn solch eine schreckliche Vergangenheit darf sich nie wiederholen. Ein Jahr des Lebens für den Frieden arbeiten. Dafür, dass Völker sich verstehen. Ich bewundere Menschen, die sich dafür einsetzen. Denn sie zeigen: Frieden auf der Welt ist möglich. Und er fängt an beim Frieden mit dem Menschen neben mir.
