SAT.1 "So gesehen"

Wichern

19. April 2008

Kinder, die hungrig sind, die arbeiten müssen wie die Großen und dabei auch noch geschlagen werden. So übel ging es Jahrhundertelang im Hamburger Viertel St. Georg zu. Bis ein Mann dahin kam, der diesen Kindern half: das war Johann Hinrich Wichern. Vor 200 Jahren ist er geboren worden. Vor allem seine Art, verwahrlosten Kindern zu helfen hat ihn berühmt gemacht. Er nahm viele in seinem "Rettungshaus" auf. Sie durften zur Schule gehen, bekamen genug zu essen und ein warmes Bett.  

Wichern war überzeugter Christ und sein Motto war: Glaube ist mehr als fromme Worte. Glaube heißt auch, anderen zu helfen. Damit ist er der Gründer der kirchlichen Diakonie geworden. Heute gibt es über 27 000 Anlaufstellen in ganz Deutschland. Nach wie vor kümmert sich die Diakonie um Kinder, aber sie steht auch für Altenhilfe, Behindertenhilfe und noch vieles mehr. Ich finde es bewundernswert, wie sich Johann Hinrich Wichern damals um Kinder  gekümmert hat. Jedes Kind, jeder Mensch ist einzigartig. Braucht Geduld und Liebe. Und das gilt damals wie heute.



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