Newsletter
Newsletter Juni 2007
1. Editorial
2. Gemeinsames Wort der Kirchen 2007
3. Eröffnung der Interkulturellen Woche in Frankfurt/Main
4. Neue Materialien
5. Zum neuen Plakat
6. Grußwort des EU-Präsidenten Vladimír Spidla
7. Auswahl guter Beispiele aus der Interkulturellen Woche 2006
8. Anregungen für Gottesdienste
9. Rückblick auf die Vorbereitungstagung 2007
10. Zuwanderungsgesetz
11. Literaturhinweise
12. Medienausleihe
13. Terminhinweis
Impressum
1. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
die Vorbereitungen für die Interkulturelle Woche 2007 sind bei vielen Kommunen, Organisationen, Kirchgemeinden und Initiativen bereits angelaufen. Das Motto lautet "Teilhaben - Teil werden!".
Wir freuen uns bereits auf die zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen, die im Rahmen der Interkulturel-len Woche 2007 stattfinden werden und die wir auf der Homepage der Interkulturelle Woche ankündigen (s. Veranstaltungen) und zum Teil als Good-Practice dokumentieren können. Auf diese Weise und durch die Zusammenarbeit mit den Medien können Sie mit Ihren Veranstaltungen (z.B. Gottesdienste und Projekte in Gemeinden, Kulturprogramme, Diskussionen, Ausstellungen sowie Feste) einen großen Einfluss auf die gesellschaftliche Debatte über gleichberechtigte Teilhabe nehmen!
Wir möchten Sie einladen, uns über Ihre Vorhaben zu informieren. Auf unserer Homepage wird es Hinweise auf Veranstaltungen der Interkulturellen Woche geben. Über eine Veranstaltungsliste und eine Deutschland-karte können Interessierte und die Medien Ihr Vorhaben schnell finden und sich ausführlicher informieren. Dazu benötigen wir Ihre Ankündigungstexte, den Termin und die genaue Adresse der Veranstaltung sowie eine Kontaktadresse. Bitte lassen Sie uns diese Informationen per Mail (info@interkulturellewoche.de) zu-kommen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei denen bedanken, die uns bereits ihre Texte und Bilder vorhergehender Veranstaltungen für die Homepage, den Newsletter und das Materialheft 2007 zugesandt haben.
Besonders hinweisen möchten wir auf die zentrale Auftaktveranstaltung zur Interkulturellen Woche. Sie findet statt am 21. September 2007 um 17.00 Uhr in der Katharinenkirche in Frankfurt am Main mit einem Ö-kumenischen Gottesdienst, in dem Karl Kardinal Lehmann die Predigt halten wird.
Wir bedanken uns beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, die die Herausgabe dieses Newsletters finanziell unterstützen.
Mit den besten Wünschen,
Ihre
Bianca Brohmer
P.S. Ich möchte mich bei Ihnen kurz vorstellen: Ich bin seit Mai 2007 neue Projektmitarbeiterin in der Ge-schäftsstelle des Ökumenischen Vorbereitungsausschuss und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.
2. Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2007
"Teilhaben - Teil werden!"
"Nur wer in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilhat, kann wirklich Teil dieser Gesellschaft wer-den", so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, und Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, in ihrem Gemeinsamen Wort zur diesjährigen Inter-kulturellen Woche.
Entscheidend für eine gelingende Integration sei es, Zuwanderern eine gleichberechtigte Teilhabe am ge-sellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unter Respektierung kultureller Vielfalt zu ermöglichen, heißt es im Gemeinsamen Wort. Dem stünden jedoch noch immer sowohl auf Seiten der Zu-wanderer wie auf Seiten der Aufnahmegesellschaft Integrationshürden entgegen. "Was Not tut, sind einige mutige Schritte zum Abbau der Hemmnisse, die eine gleichberechtigte Teilhabe der Zuwanderer in unserer Gesellschaft verhindern", so Kardinal Lehmann, Bischof Huber und Metropolit Augoustinos.
Als einen konkreten Schritt fordern die Kirchen erweiterte Möglichkeiten, für Dauergeduldete und ihre Fami-lien einen sicheren Aufenthaltsstatus zu erlangen. Auch die Einbürgerung müsse erleichtert werden, da erst mit ihr die volle politische Teilhabe erreicht werde.
Sorge bereite die strukturelle Benachteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte, insbesondere von Jugendlichen, in den wichtigen Lebensbereichen Schule, Ausbildung und Beschäftigung. Die Kirchen fordern daher, dass "baldmöglichst Strategien erarbeitet werden, die einer noch stärkeren Chancenungleichheit entgegenwirken".
Außerdem müsse auch der Schutz von Ehe und Familie sowohl beim Familiennachzug hier lebender Migranten mit gesichertem Aufenthaltsstatus als auch bei Abschiebungen von Menschen ohne Aufenthalts-berechtigung wieder eine stärkere Beachtung finden...." Das Gemeinsame Wort
3. Eröffnung der Interkulturellen Woche in Frankfurt/Main
Die offizielle bundesweite Eröffnung der Interkulturellen Woche findet am 21.September 2007 um 17 Uhr in der Katharinenkirche in Frankfurt am Main im Rahmen eines Ökumenischen Gottesdienstes statt. Die Predigt hält Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Weiter werden mitwirken Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, und Landesbischof Dr. Kähler, Stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands.
Am Abend lädt die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Dr. h.c. Petra Roth, zu einem Empfang ein.
4. Neue Materialien
Auch in diesem Jahr unterstützt der bundesweite Ökumenische Vorbereitungsausschuss die sich für die "Woche" Engagierenden mit verschiedenen Publikationen.
Im Materialheft 2007 stellen wir Argumente, Fakten und Forderungen zu verschiedenen wichtigen politischen Handlungsfeldern zusammen, wie:
· Einbürgerung
· kommunales Wahlrecht
· Familie
· Religion
· Medien
· Schule
· berufliche Ausbildung und Beschäftigung sowie
· Menschen ohne Aufenthaltspapiere.
Das Heft enthält u.a. Beiträge von Minister Armin Laschet, dem Europaabgeordneten Cem Özdemir, EU-Kommissar Vladimir Spidla und Karl Kardinal Lehmann.
Weitere Inhalte sind die
· Bausteine für Gottesdienste und
· viele Beispiele und Anregungen, vor allem zu dem Themenbereich "Zusammenleben mit Muslimen".
Das Materialheft ist enthalten im Materialumschlag zur Interkulturellen Woche kann über die Homepage bestellt werden. Dort können Sie sich die Materialien z.T. auch ansehen.
Der Materialumschlag enthält neben
· dem Materialheft 2007 zur Interkulturellen Woche
· das Plakat ( DINA 3) mit dem Motto der Interkulturellen Woche 2007 "Teilhaben - Teil werden!",
Motiv "Adler mit Sombrero", DIN A3
· das Materialheft zum bundesweiten Tag des Flüchtlings am 28. September 2007
· und das Plakat zum Tag des Flüchtlings, DIN A3.
Weitere bestellbare Materialien sind:
· die aktualisierte Broschüre zum Zuwanderungsrecht (2007, 16 S. DIN lang),
· weitere Plakate (Motive "Adler mit Fez" und "Adler mit Sombrero" in DIN A3 und A2) sowie
· die Postkarten mit den beiden diesjährigen Plakatmotiven
5. Zum Plakat 2007 mit dem Motto "Teilhaben - Teil werden!"
Ein spannendes Plakat ist dieses Jahr anlässlich des diesjährigen Mottos entstanden. Anstöße für eine Diskussion soll das Plakat geben. Manche schmunzeln darüber, andere legen die Stirn in Falten. Es zieht Diskussionen nach sich über die Grundlagen des Zusammenlebens der Verschiedenen und die Vielfaltsfähigkeit der Aufnahmegesellschaft.
Andreas Lipsch - stellvertretender Vorsitzender des ÖVA für die Interkulturelle Woche und interkultureller Beauftragter der Evangelischen Kirche und des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau - hat seine Gedanken zum diesjährigen Plakat für Sie niedergeschrieben.
Hier ein Auszug: "Die einen legen die Stirn in Falten. Andere schmunzeln. Erste Reaktionen auf das diesjäh-rige Plakat zur Interkulturellen Woche fallen unterschiedlich aus. Und sie ziehen angeregte Diskussionen nach sich über diesen kleinen Unterschied, der meist erst beim zweiten Blick ins Auge fällt. Auf den ersten Blick zeigt das Plakat originalgetreu das gelbe Schild mit schwarzrotem Adler, das deutsche Behörden kenntlich macht. Dort freilich ist das Bundeswappen barhäuptig dargestellt. Hier nun mit Sombrero oder mit Fez. Ist das ein Affront? Eine Provokation? Oder der augenzwinkernde Hinweis auf eine deutsche Einwanderungsgesellschaft, an der zugewanderte Menschen gleichberechtigt teilhaben? Darüber werden die Meinungen auseinandergehen..:" Den vollständigen Text können Sie im Materialheft 2007 lesen, auf unserer Homepage (im Bereich Themen) einsehen oder hier herunterladen.
Das Plakat ist in zwei Motiven "Adler mit Sombrero" und "Adler mit Fez" im Format DIN A3 erhältlich. Bei ausreichender Nachfrage bis zum 16. August 2007 werden die Motive auch im Format DINA 2 gedruckt und Ende August ausgeliefert. Ansichten der Plakate sowie Bestellungen bitte über unsere Homepage (Material bestellen).
6. Grußwort des EU-Präsidenten Vladimír Spidla zur Interkulturellen Woche
Das "Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle" sei "eine hervorragende Gelegenheit, um eine breite Debatte darüber anzuregen, wie man den Bürgerinnen und Bürgern ihre Rechte und Pflichten näher bringen kann und wie bestehende Gesetze tatsächlich im Alltag umgesetzt werden können." So schreibt Vladimír Spidla, Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit bei der Europäischen Kommission, im diesjährigen Grußwort für die "Woche". Er ist der Meinung, dass eine vielfältige Gesellschaft einen Wert an sich darstelle: "Sie bereichert Menschen und nützt den Gemeinden. Unterschiede und Vielfalt sind die zentralen Bausteine der Europäischen Union. Das Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle möchte den Menschen helfen, diese Unterschiede zu schätzen, es wird diese Vielfalt feiern und mit konkre-ten Initiativen an der Basis fördern..." Das gesamte Grußwort ist im Materialheft 2007 wie auch auf unserer Homepage (Bereich Themen) einsehbar.
7. Auswahl guter Beispiele aus der Interkulturellen Woche 2006 (eine Fortsetzung)
- Gegenseitige Besuche zum Erntedankfest und FastenbrechenWäre das nicht reizvoll?
Christen laden Muslime zum Erntedankfest ein und umgekehrt heißen Muslime Christen zum Fastenbrechen (Iftar) willkommen! Nachbarschaftliche Einladungen haben sich schon oft bewährt, um "die Anderen" kennen zu lernen. Schauen Sie doch mal vorbei.
- Kindern das Lesen schmackhaft machen - Eltern für Bildung begeistern
Ehrenamtliche und Migranten-Vereine unterstützen Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund beim Deutsch lernen wie auch beim Durchblick durch das deutsche Bildungssystem. Der interkulturelle Bildungs-treff »KUBIK« arbeitet gemeinwesenorientiert und setzt auf vielen Ebenen an. Mehr dazu hier.
- Vom Wandeln in fremden Bürokratiewelten - Migranten für Migranten
Haben Sie schon Ihren Rentenantrag ausgefüllt? Ganz allein? Puh! Das fiel auch Herrn K. aus Bosnien-Herzegowina schwer. Migranten, die als ehrenamtliche »Rentenlotsen« in Frankfurt am Main tätig sind, halfen ihm. Mehr dazu hier.
- "12 Minuten mit Gott" - Andachten für Flüchtlinge
Der Kirchenkreis Bielefeld hat gemeinsam mit Flüchtlingen im Rahmen der Interkulturellen Woche Andach-ten angeboten, mit denen auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam gemacht wurde. Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt solle damit entgegen getreten werden. Denn es dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass nach biblischer Überzeugung jedem Menschen eine unumstößliche Würde zukomme, weil sie in Gott selbst gründe, der den Menschen nach seinem Bilde geschaffen habe (1. Mose 1,26f). Die fünf An-dachten befassten sich mit folgenden Aspekten der Flucht: "Untergetaucht - In der Illegalität leben", "Auf der Flucht vor der Vergangenheit - traumatische Gewalterfahrungen", "Hier bin ich doch zuhause - Jugendliche von Abschiebung bedroht", "Zwischen Scham und Gewalterfahrung - Was Frauen erleben" und "Zum Nichtstun verurteilt - Geduldet, aber ohne Arbeitserlaubnis".
Weitere Beispiele finden Sie im Materialheft wie auch auf unsere Homepage (Bereich Good-Practice)
8. Anregungen für Gottesdienste
- "Jesus Christus - Licht der Völker"Abendgottesdienst von Msgr. Wolfgang Miehle, OKR Dr. Ralf Giesler und Erzpriester Sokratis Ntallis
"Licht und Dunkel sind nicht nur Erscheinungsformen der Natur, die Tag und Nacht voneinander scheiden. Es sind auch Metaphern für persönliche und gesellschaftliche Vorgänge. Sie stehen für Hochs und Tiefs in unserem Leben."
Der Abendgottesdienst wurde bei der ökumenischen Vorbereitungstagung am 2.August 2007 in Augsburg gehalten.
- Ich spüre förmlich, wie vielen ein Stein vom Herzen fällt - Predigt von Jörn-Erik Gutheil
»Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.« (Gal 6,2)
Die Predigt wurde zum Auftakt der Interkulturellen Woche 2006 vom Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bad Kreuznach gehalten.
- Der Fremde soll Euch wie ein Einheimischer gelten" - Predigt von Prälat Peter Neuhauser
"Es gibt nicht mehr Juden und Hellenisten, Asylbewerber und Deutsche, ausländische Mitbürger und Aus-siedler; denn ihr alle seid eins in Christus Jesus (Gal 3,28). So möchte ich einleitend das Wort des Apostels Paulus aus dem Galaterbrief abwandeln. Dadurch wird der fundamentale Auftrag der Christen gegenüber den Fremden deutlich. Vor allem wenn sich die Kirche, der wir in Bayern vorwiegend angehören, katholisch nennt, bedeutet das: offen für alle."
Die Predigt wurde anlässlich der Interkulturellen Woche am 23.9.2006 in Lünen gehalten.
Die beiden Predigten einschließlich der Fürbitten sowie der Abendgottesdienst mitsamt der Hinführung, dem Kyrielied, den Gebeten und Fürbitten können Sie über unsere Homepage einsehen (s. Bausteine für Gottesdienste).
9. Rückblick auf die Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2007
Am 2. und 3. Februar 2007 fand die Vorbereitungstagung in Augsburg statt.
Es gab spannende und informative Inputs und Diskussionen in Arbeitsgruppen, in Plenen sowie natürlich "auf den Gängen" und in den Pausen. Die auf der Tagung diskutierten Themen sind in das diesjährige Mate-rialheft eingeflossen. Das Programm der Vorbereitungstagung sowie die Beiträge einiger Referentinnen und Referenten (z.B. Joachim Waldenmeier, Leitender Regierungsdirektor im Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg; Rede des Oberbürgermeisters von Augsburg, Dr. Paul Wengert) sind auf unserer Homepage abrufbar (s. Themen und Vorbereitungstagung).
10. Zuwanderungsgesetz
- Aktualisierte Fassung der Broschüre zu aktuellen Fragen des Zuwanderungsgesetzes.
Die Broschüre kann beim ÖVA über die Homepage (Materialien bestellen) geordert und hier eingesehen werden.
- Deutscher Caritasverband und Diakonisches Werk nehmen kritisch Stellung zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union
Vom Gesetzentwurf der Bundesregierung betroffen sind u. a. das Aufenthaltsgesetz, das Freizügigkeitsge-setz/EU und das Asylverfahrensgesetz. Er beinhaltet aber auch weitgehende Änderungen des Ausländer-rechts und des Staatsangehörigkeitsgesetzes, die nicht durch die Richtlinien veranlasst sind. Die Stellungnahme in einer Kurz- und Langfassung
11. Literaturhinweise
- Canan Topçu: "EinBÜRGERung - Lesebuch über das Deutsch-Werden, Portraits, Interviews, Fakten"
Canan Topçu, Journalistin bei der Frankfurter Rundschau und Mitglied des Ökumenischen Vorbereitungs-ausschuss, spürt in ihrem aktuellen Buch den vielfältigen Motivationen von Menschen nach, den deutschen Pass zu beantragen oder ihren alten zu behalten. Sie nähert sich dem auf den ersten Blick spröden Thema der Einbürgerung aus unterschiedlichen Blickwinkeln und liefert ein spannendes Stück bundesdeutscher Zeitgeschichte. Entstanden ist damit ein Kaleidoskop verschiedener Ansichten, Einsichten und Einblicke zum Thema Deutsch-Werdung, denn sie hat zum einen prominente Politiker wie Cem Özdemir über ihr Deutsch-Sein befragt. Zum anderen kommen auch Beamte zu Wort, die für Einbürgerung zuständig sind, und der Migrationsexperte Friedrich Heckmann. Darüberhinaus liefert Canan Topçu Fakten, gibt einen aktu-ellen Stand über die Einwanderungsdebatte und wirft einen Blick auf die europäischen Nachbarstaaten.
Brandes & Apsel; Frankfurt/Main, 160 Seiten, Mai 2007, ca. 14,90#
- Ioanna Zacharaki, Thomas Eppenstein, Michael Krummmacher (Hrsg): Praxishandbuch. In-terkulturelle Kompetenz vermitteln, vertiefen, umsetzen
Im Einwanderungsland Deutschland bedarf es zunehmend professioneller interkultureller Kompetenzen, nicht nur, aber auch für soziale und pädagogische Berufe und ihre Einrichtungen.
Das vorliegende Buch enthält dazu erstens Fachbeiträge von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen, zweitens in der Umsetzung erprobte Praxisprojekte.
Die Beiträge bauen auf einem Modellprojekt "Zertifikatskurs: Basisqualifikation Interkulturelle Kompetenz für Soziale Berufe" auf.
Das Buch weist einen interdisziplinären Bezug der Fachbeiträge auf die Dokumentation von in der Praxis Sozialer Arbeit erprobten Umsetzungsbeispielen.
Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts., 176 Seiten, 2007, ca. 19,80#
- Landeskirchenamt der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers: "Warum beten wir eigentlich nicht zusammen?" Gottesdienste und religiöse Feiern im multireligiösen Schulkontext
In der Schule werden das Schul- und das Kirchenjahr einerseits und außerordentliche Ereignisse, wie Jubiläen, aber auch Unglücksfälle oder gemeinsame Erfahrungen andererseits im Rahmen von Gottesdiensten, Andachten und Feiern gemeinsam gestaltet. Für diese Anlässe bietet die Arbeitshilfe grundlegende pädago-gische und theologische Klärungen sowie Beispiele für die Praxis.
Die Arbeitshilfe (2007, DIN A4, 48 S.) kostet 5,-# (zzgl. Porto, Staffelpreis ab 10 Expl.).
Bestellungen unter: Tel.: 0511-1241-452 oder islam.migration@kirchliche-dienste.de
- Heiner Bielefeldt: "Menschenrechte in der Einwanderungsgesellschaft - Plädoyer für einen aufgeklärten Multikulturalismus"
Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, entwickelt in seinem Buch das Konzept eines aufgeklärten Multikulturalismus, der sowohl seinen Grund als auch seine Grenzen in den Men-schenrechten findet. Von diesem Konzept ausgehend analysiert er die aktuellen Kontroversen zum Beispiel um Religionsunterricht, Zwangsverheiratungen, Staatsbürgertests und die Integration muslimischer Minder-heiten.
Transcript Verlag, Bielefeld, 2007
12. Medienausleihe
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Medienzentralen in Deutschland
Sie können online recherchieren auf den Seiten der AG Evangelischen Medienzentralen in Deutschland sowie der Medienzentralen der jeweiligen Landeskirchen und sich Materialien für Ihre Veranstaltungen und Arbeitsbereiche in Kirche, Gemeinde und Schule ausleihen.
Es steht Ihnen ein umfangreiches Medien-Sortiment für Ihre Arbeit zur Verfügung und Sie werden in allen Fragen rund um die Arbeit mit Medien, der Medienpädagogik und Medientechnik beraten http://evangelische-medienzentralen.de .
- Medienverleih des DGB Bildungswerks e.V., Bereich Migration & Qualifizierung
Der Medienverleih bietet Medien für Multiplikatoren zur kostenlosen Ausleihe an. Entstanden ist der Medien-verleih zunächst als ein Ergebnis des Programms XENOS und konnte nun im Rahmen eines ENTIMON-Projektes gemeinsam mit dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA) aus-geweitet werden: In dem Verleih werden alle im Rahmen der XENOS-, CIVITAS- und ENTIMON entstande-nen Ergebnisse gesammelt. Die Ausleihe erfolgt über Internet http://www.de.migration-online.de/, Stichpunkt: Medienverleih.
- Online Film- und Videoverzeichnis von IDA e.V.
Das Verzeichnis bietet eine große Auswahl an Filmen, die sich mit der interkulturellen Gesellschaft in Deutschland, der Lebensgestaltungen junger Muslime und Muslima, mit Zivilcourage, Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen, dem Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit oder aktuellen Facetten des Rechtsextremismus auseinandersetzen. www.idaev.de/antirassismus_filmverzeichnis.htm
13. Terminhinweis
- Vorbereitungstagung der Interkulturellen Woche 2008
Am 1. und 2. Februar 2008 findet in Magdeburg die bundesweite Tagung zur Auswertung der diesjährigen und Planung der Interkulturellen Woche 2008 statt. Ab Dezember 2007 können Sie sich gerne auf unserer Homepage dafür anmelden. Wir freuen uns auf Sie!
Ökumenischer Vorbereitungsausschuss, Postfach 16 06 46, 60069 Frankfurt am Main,
Telefon 069 / 23 06 05, fax 069 / 23 06 50, info@interkulturellewoche.de, www.interkulturellewoche.de
Redaktion: Bianca Brohmer
Bestellungen, Anfragen, Informationen und Veranstaltungshinweise bitte per eMail an info@interkulturellewoche.de oder per Post an oben genannte Anschrift. Dieser Newsletter erscheint ca. viermal jährlich. Wenn Sie den Newsletter nicht mehr beziehen möchten, reicht eine kurze eMail.
Gefördert durch: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg und Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland

