Aktuelles
Aktueller Newsletter September 2007 erschienen
Newsletter September 2007
1. Editorial
2. Pressemitteilung des Ökumenischen Vorbereitungsausschuss
3. Anregung für Gottesdienste
4. Veranstaltungen zur Interkulturellen Woche 2007
5. Tag des Flüchtlings
6. Homepage
7. Wettbewerbe
8. Literatur- und Medienhinweise
9. Terminhinweis
Impressum
Liebe Leserinnen und Leser,
die Interkulturelle(n) Woche(n) stehen nun in den meisten Gemeinden und Kommunen vor der Tür .
Wir wünschen allen Aktiven ein gutes Gelingen Ihrer zahlreichen Veranstaltungen sowie interessante und gut besuchte Aktionen!
Die Spannung wächst bei Ihnen und bei uns, welche Themen in den Veranstaltungen aufgegriffen, wie Ihre Angebote vor Ort besucht, wie die Diskussionen verlaufen und welche Anregungen für die Politik formuliert werden.
Wir sind sicher, dass uns allen angesichts der Vielfalt an Inhalten und Aktionsformen, die Sie dieses Jahr für die "Woche" vorbereitet haben, eine wertvolle und ereignisreiche Zeit bevorsteht.
Eine große Anzahl an Programmen erreichte uns bereits via Mail oder Post und wir bemühen uns, diese in der Online-Veranstaltungsdatenbank unter www.interkulturellewoche.de aufzunehmen.
Anlässlich der bevorstehenden Interkulturellen Woche und der rassistischen Vorfällen in den letzten Wochen gab die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsaussschuss, Gabriele Erpenbeck, eine Pressemitteilung heraus. Diese ist in diesem Newsletter abgedruckt sowie auf der Internetseite einsehbar.
Ein wichtiger Tag, um Zeichen der Solidarität und des Engagements zu setzen, sind die Auftaktveranstaltungen in den Kommunen und Ländern. Oft sind diese verbunden mit einem Ökumenischen Festgottesdienst.
Die bundesweite Auftaktveranstaltung für die Interkulturelle Woche findet dieses Jahr am Freitag, den 21. September 2007 in Frankfurt am Main statt. Der Tag beginnt mit einer (nicht-öffentlichen) Podiumsveranstal-tung in einer Berufsfachschule, ausgerichtet von Schülerinnen und Schülern, mit Gästen aus Politik und Gesellschaft. Das Thema lautet: "Teilhaben - Teil werden. Deutschland in 10 Jahren!". Der ökumenische Eröffnungsgottesdienst zur bundesweiten Interkulturellen Woche beginnt um 17 Uhr in der St. Katharinenkir-che in Frankfurt am Main. Die Predigt hält der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann. Des Weiteren wirken an diesem Gottesdienst Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, und Landesbischof Dr. Kähler, stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands, mit. Hierzu sind alle herzlich eingeladen. Anlässlich der bundesweiten Eröffnung sowie des gleichzeitigen Auftaktes der Frankfurter Interkulturellen Wochen findet am selben
Abend ein Empfang des Ökumenischen Vorbereitungsausschuss (ÖVA) und der Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Frau Petra Roth, statt.
Wir bedanken uns beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, die die Herausgabe dieses Newsletters finanziell unterstützen.
Mit den besten Wünschen,
Ihre Bianca Brohmer
2. Pressemitteilung des Ökumenischen Vorbereitungsausschuss
29. August 2007 Rechtsextremismus den Nährboden entziehen - Interkulturelle Woche 2007 setzt ein sichtbares Zeichen der Solidarität
Im September 2007 findet bundesweit unter dem Motto "Teilhaben - Teil werden!" die diesjährige Interkulturelle Woche statt. Die Kirchen rufen bundesweit dazu auf. Die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses, Gabriele Erpenbeck, erwartet, dass in mehr als 200 Kommunen und Gemeinden rund 3000 Veranstaltungen stattfinden.
Frau Erpenbeck ruft Kirchengemeinden und Kommunen, Verbände und Initiative zur aktiven Beteiligung an der Interkulturen Woche auf. Angesichts der rassistisch motivierten Angriffe und Hetzjagden in verschiede-nen Orten und einer viel zu weit verbreiteten ausländerfeindlichen Grundhaltung seien Signale der Solidarität mit Migranten und Flüchtlingen erforderlich.
"Die Interkulturelle Woche ist die öffentlich sichtbare Antwort der Zivilgesellschaft auf offenen und versteckten Rassismus." sagt Erpenbeck. "Rassismus hat nur dann ein Chance, wenn er auf eine heimliche oder offene Zustimmung stößt."
Die Anlässe für eine ausländerfeindliche und rassistisch geprägte Handlungen seien austauschbar. Gewalttätige Angriffe seien nur die "Spitze des Eisberges". Nicht nur im Osten Deutschlands gebe es eine subtile Ablehnung von Migranten und Minderheiten. So werde sie auch sichtbar, wenn Moscheen gebaut werden sollen. "Das Grundrecht auf Religionsfreiheit gilt für alle, auch für Muslime; dazu gehört auch der Bau von Moscheen." sagte Erpenbeck. Die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche fordert insbesondere die Kirchengemeinden auf, Muslime beim Eintreten für ihre Rechte zu unterstützen. Dabei handelten sie auch im eigenen Interesse. Denn es gelte, sich einer verbreitenden Grundeinstellung entgegen zu treten, dass Religion etwas unzeitgemäßes oder altmodisches sei.
Ziel ist das Gelingen der Integration. "Dadurch wird ein gesellschaftliches Klima geschaffen, das rassistischen Haltungen den Resonanzboden entzieht." sagt Erpenbeck.
In ihrem Gemeinsamen Wort zur Interkulturellen Woche betonen der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Dr. Wolfgang Huber, und Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland: "Ein Leben, das der Würde des Menschen in vollem Umfang gerecht wird, gibt es nur in einem gesellschaftlichen Umfeld, das die Freiheit jedes Menschen achtet und sie durch Beteiligung aller fördert.
Die Interkulturelle Woche 2007 steht unter dem Motto "Teilhaben - Teil werden!" und findet im Rahmen des Europäischen Jahres der Chancengleichheit statt.
Die bundesweite Eröffnung ist am Freitag, den 21. September 2007, in Frankfurt am Main.
Sie beginnt um 17 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Katharinenkirche. Die Predigt hält der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann. Des Weiteren wirken an diesem Gottesdienst mit Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, und Landesbi-schof Dr. Kähler, stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands.
Im Anschluss laden die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Frau Petra Roth, und der Ökumenische Vorbereitungsausschuss um 19.00 Uhr zu einem Empfang in den Kaisersaal des Römers ein."
"Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle" Gedenkgottesdienst der BAG Asyl in der Kirche- von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann,
Passionskirche in Berlin am 31. Mai 2007
"... Wer leidet, ruft zu Gott. Und Tausende von Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertrinken, sie werden nur noch diesen Schrei kennen. Gott, hilf mir. Gleich welcher Nationalität, gleich welchen Glaubens: Gott hilf mir! Wie kann nur es sein, dass wir diese Dramen so verdrängen? Es sind Dramen, menschliche Tragödien, die sich abspielen vor den Inseln, auf denen viele so gerne Urlaub machen...." Die vollständige Predigt können Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik "Bausteine für Gottesdienste" einsehen oder unter http://www.kirchenasyl.de/ unter Publikationen... herunterladen.
4. Veranstaltungen zur Interkulturellen Woche 2007
Der Eingang von Programm zur Interkulturellen Woche per Post oder Mail ist sehr groß. Ankündigungen von ca. 70 Städte konnten wir bereits ins Internet stellen, weitere werden folgen.
Falls Sie uns noch nicht Ihre Programme, Flyer und Plakate gesendet haben, freuen wir uns auf diese.
Um Ihre Ankündigungen noch in den Veranstaltungsdatenbank aufzunehmen, benötigen wir sie per Mail (möglichst in einer PDF, max. 1 MB) mitsamt der Angabe einer Kontaktadresse.
Wenn Sie uns nach Ihrer Woche Fotos, Pressemeldungen, Dokumentationen oder Berichte über besonders gelungene Veranstaltungen und Projekte zukommen lassen (gerne per Mail und Post), dann freuen wir uns sehr.
Denn die Antworten auf folgende Fragen interessieren uns sehr:
· Wie wird denn Ihre Interkulturelle Woche vor Ort eröffnet?
· Was passiert von Seiten der Kommune?
· Findet ein Eröffnungsgottesdienst statt?
· Wie reagiert die Presse auf Ihre Veranstaltungen?
· Welche Veranstaltung findet den meisten Zulauf - bietet die beste Form für die Darstellung der Inhalte?
· Wie viele Teilnehmende, Besucherinnen und Besucher kamen? Etc.
Diese Informationen sind wichtig, um die Good-Practice-Beispiele zu ermitteln und Ihnen zur Verfügung zu stellen.
Am Freitag, den 28. September 2007, findet im Rahmen der Interkulturellen Woche in vielen Städten Veranstaltungen zum Tag des Flüchtlings statt.
Die Tendenz zeigt sich ab, dass das Thema Bleiberecht sehr aktuell ist. In einer Reihe von Veranstaltungen wird die seit dem 29. August 2007 gesetzliche Bleiberechtsregelung behandelt. In Folge dessen werden viele praktische, rechtliche und politische Fragen aufgeworfen, z.B.: Wird die Bleiberechtsregelung tatsächlich das Problem der Kettenduldungen lösen oder wird diese Thematik weiter brisant sein?
Ein weitere Schwerpunkt der Veranstaltungen sind die Fragen: "Wie geht Europa mit seinen Außengrenzen um?", "Welche Verantwortung haben wir in Europa gegenüber Flüchtlingen" sowie "Wie wollen wir Zuwanderung gestalten".
Finden auch in Ihrer Region Aktionen dazu statt? Möchten Sie selbst im kommenden Jahr eine Veranstaltung anlässlich des "Tag des Flüchtlings" veranstalten?
Ausführungen zur vielfältigen Thematik "Flüchtlinge" sind z.B. im jährlichen Materialheft zum "Tag des Flüchtlings" zu finden. Informationen zu Veranstaltungen anlässlich des "Tags des Flüchtlings" bitte an info@interkulturellewoche.de und proasyl@proasyl.de.
Nach dem Relaunch der Homepage www.interkulturellewoche.de im März diesen Jahres, können Sie nun dort die Gemeinsamen Worte seit dem Start der Interkulturellen Woche 1975 einsehen.
Sehr wichtig ist uns ebenfalls der Bereich "Good-Practice". Wir möchten dort Projekte und Veranstaltungen vorstellen, die besonders nachahmenswert sind. Haben Sie dazu einen Vorschlag? Kennen Sie ein Projekt, das besonders erfolgreich ist/war, eine große Wirkung erzielte bei? Bei welchem sich Aufwand und Ergebnis die Waage hielten? Welches sich hervorhebt durch eine besonders gute Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft oder aufgrund eines aktiven Netzwerkes zustande kam?
In der Rubrik Archiv werden nach und nach Informationen (Veranstaltungen, Materialien, Pressemitteilungen und vorgestellte Good-Practice) zu den vergangenen "Wochen" eingestellt.
- "Aktiv für Demokratie und Toleranz"
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz sammelt vorbildliche zivilgesellschaftliche Aktivitäten, die sich gegen Ausgrenzung und Gewalt sowie für ein tolerantes Miteinander einsetzen. Gelungene Konzepte v. a. kleiner Gruppen werden mit Preisen zwischen 1000 und 5000 # bei einem verfügbaren Gesamtbetrag von 120.000 # honoriert; Bewerbungsschluss ist der 10. 10. 2007. Nähere Informationen unter: http://www.buendnis-toleranz.de/
-
"Die Gelbe Hand"
Sie wollen sich in der Berufsschule oder im Betrieb mit Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung auseinandersetzen? Sie engagieren sich für Minderheiten und für Gleichberechti-gung in der Arbeitswelt? Sie unterstützen Kollegen und Kolleginnen mit Migrationshintergrund? Sie haben bereits ein Projekt durchgeführt und möchten, dass auch andere von Ihren Erfahrungen profitieren? Dann bewerben Sie sich beim Wettbewerb "Gelbe Hand", der ausgeschrieben vom Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" wird. Teilnehmen können Berufsschulen, Betriebe, Gewerkschaften und alle anderen, die mit ihren Beiträgen einen Bezug zur Arbeitswelt herstellen. Nähere Informationen unter: http://www.gelbehand.de/
8. Literatur- und Medienhinweise
- Das Internetportal Integration des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (http://www.integration-in-deutschland.de/) versteht sich als zentrale Informationsplattform zum Thema Integration. Es steht seit dem 14. Juni 2007 in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.
- Die interreligiöse Homepage http://www.feste-der-religionen.de/ bietet viele Informationen rund um die Religionen, deren Feste, Feiertage und Gedenktage. Sie enthält einen Festkalender und wurde von einer Religionswissenschaftlerin konzipiert.
- "Zwangsverheiratung in Deutschland": Ein umfangreicher Sammelband dazu wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Deutschen Institut für Menschenrechte erstellt. Das Werk enthält neben Artikeln von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis die Ergebnisse eine Studie, in der die Praxisarbeit von Beratungseinrichtun-gen, die mit dem Thema Zwangsverheiratung befasst sind, untersucht wird. Das wichtige Ergebnis der Studie ist, dass nicht die Religion, sondern die sozialen Verhältnisse Ursachen für Gewalt sind. Die Studie kann auf den Seiten des Bundesministerium heruntergeladen, der Sammelband dort bestellt werden.
Konzeption und Redaktion: Deutsches Institut für Menschenrechte. Baden-Baden: Nomos Verlag, 2007. 384 S. ISBN 978-3-8329-2907-7 (Forschungsreihe / BMFSFJ ; Band 1) - Richtigstellung: Im vorherigen Newsletter Juni 2007 ist bei der Vorstellung des Buches von Frau Canan Topçu: "EinBÜRGERung - Lesebuch über das Deutsch-Werden, Portraits, Interviews, Fak-ten" ein Fehler passiert bei der Nennung des Preises: Das Buch kostet nur 14,90 # nicht wie irrtüm-lich genannt 24,90 #. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Vorbereitungstagung der Interkulturellen Woche 2008
Am 1. und 2. Februar 2008 findet in Magdeburg die bundesweite Tagung zur Auswertung der diesjährigen und Planung der Interkulturellen Woche 2008 statt. Ab Dezember 2007 können Sie sich gerne auf unserer Homepage dafür anmelden. Wir freuen uns auf Sie!
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Ökumenischer Vorbereitungsausschuss, Postfach 16 06 46, 60069 Frankfurt am Main,
Telefon 069 / 23 06 05, fax 069 / 23 06 50, info@interkulturellewoche.de, www.interkulturellewoche.de
Redaktion: Bianca Brohmer
Bestellungen, Anfragen, Informationen und Veranstaltungshinweise bitte per eMail an info@interkulturellewoche.de oder per Post an oben genannte Anschrift. Dieser Newsletter erscheint ca. viermal jährlich. Wenn Sie den Newsletter nicht mehr beziehen möchten, reicht eine kurze eMail an uns.
Gefördert durch: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg und Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland
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