Gute Beispiele - nachmachen erwünscht!
Wo haben sich Menschen besonders kreativ eingemischt? Wer hat besonders laut, bunt oder mit einer besonderen Aktion mitgemischt?
Eine "Auswahl von Projekten und Beispielen 2011", die uns besonders in der IKW 2011 aufgefallen sind - sei es durch eine kreative Darstellung, mittels brisanter Themen, besondere Örtlichkeiten, neue Ideen o.ä, stellen wir Ihnen hier vor.
Oft ist nicht nur die Form der Veranstaltung, sondern auch deren Räumlichkeiten bemerkenswert: von A wie Atelier oder B wie Bergwerksstollen, über F wie Fußballstadion, L wie Landesgartenschau, S wie Seniorentreff bis V wie Vereinsgelände.
Diese Aufzählungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und geschehen in loser Reihenfolge. Sie basieren u.a. auf Ihren Hinweisen und Zusendungen von Beispielen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie über die Links im Text sowie in den jeweiligen Programmen der Städte, die Sie in der aktuellen Veranstaltungsdatenbank der IKW sowie im Archiv finden.
Rund um die Organisation einer Interkulturellen Woche entstehen oft Fragen. Wir haben daher 2010 in einem Artikel die häufigsten Fragen mitsamt unseren Antworten für Sie zusammengestellt.
Aus der IKW 2010 haben wir folgende Auswahl von Projekten und Beispielen zusammengestellt:
"Auswahl 2010"
. FC Duldung contra FC Aufenthaltsgestattung: "Illegal im Strafraum" - das Spiel auf der Kreisebene Im Landkreis Emmendingen traten interkulturelle Freizeitmannschaften in einem Fußballtunier gegeneinander, bei dem es hochpolitisch zu ging. Hören Sie sich den SWR Beitrag an, lesen Sie die Erläuterungen zum Spielablauf, werfen Sie einen Blick auf die Ankündigung oder schauen sie sich die Skizze des Spielfeldes an.
. Besuche einer Gruppe von muslimischen Frauen auf der Polizeiwache in Köln-Ehrenfeld
Im Rahmen der Kölner IKW sollte bei einer Podiumsveranstaltung und einer Fotoausstellung aufgezeigt werden, wie diese Besuche ablaufen, welche Themen in den Gesprächen - mit oft nicht vorhersehbaren Inhalten - bearbeitet werden, ob und inwieweit diese Begegnungen helfen, gegenseitige Vorurteile abzubauen, Grenzen zu überwinden und Vertrauen aufzubauen.
. "Dissen - mit mir nicht" Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung: Ein Wettbewerb an einem Berufskolleg animierte Jugendliche, sich mit den Themen Ausgrenzung und Gewalt auseinan-derzusetzen. Zum Artikel und zum Ratgeber für Jugendliche, die diskriminiert werden.
. IKW on tour-Mobil: Dort hingehen, wo die Menschen schon sind:
Die Interkulturellen Wochen Duisburg werden mobil. Zum ersten Mal fuhren die Veranstalter der IKW Duisburg mit einem IKW on tour-Mobil die zehn größten Duisburger Wochenmärkte an, um vor Ort mit den Menschen ins Ge-spräch zu kommen. Zum Videobeitrag
. "Ich bin Fredo, wer bist du?" - Interaktive Lesung für Kinder im Rahmen der IKW
u.a. in Elmshorn, Neumünster, Schmölln und Zwickau. Das interkulturelle Mitmachbuch für Kinder im Alter zwischen 4 und 8 Jahren wurde im Form einer Lesung von Lilo Almstadt und Heinz Meyer vorgestellt. In dem Buch werden Familien aus fünf verschiedenen Kulturkreisen porträtiert.
. "HEIMFOCUS-MAGAZIN - Voice for Refugees" -teilhaben-Teil werden!
Flüchtlinge der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg haben - unterstützt von einer Druckerei und Eh-renamtlichen - ein mehrsprachiges Magazin mit Reportagen über die Situation von Flüchtlingen und Beiträgen über die Interkulturelle Woche herausgebracht. Kontakt: heimfocus@yahoo.de
. Eine Lebend(ig)e Bibliothek - mit dem Motto: "Sprich mit deinen Vorurteilen" wurde u.a. in Darmstadt-Eberstadt und Fürstenwalde im Rahmen der IKW veranstaltet: LeserInnen suchen sich im "Bibliothekskatalog" einen bestimmten "Titel" aus. Statt Bücher zu lesen, treten sie jedoch vor Ort mit Menschen, die im Alltag häufig mit Vorurteilen und Stereotypisierung konfrontiert werden, in direkten Kontakt und Dialog. Dieses Projekt bedarf einer sehr guten und sensiblen Vorbereitung. Informationen unter www.network-rope.org -> Rubrik Projekte -> Lebende Bibliothek. Auf You Tube ist auch ein 9-minütiger Dokumentarfilm zu sehen.
. Ausstellung "SCHAU MICH AN" - Portraits von Schutzsuchenden in Deutschland werden im Landgericht Baden Baden im Rahmen der IKW vom Arbeitskreis Asyl e.V. ausgestellt. Siehe im Badende Badener Programm zur IKW
. Lilia Tetslau stellt das einzige Spätaussiedlerln Kabarett und Figurentheater dar.
Mit ihrem Programm "Deutsch ... aber immer noch nicht ganz" ist sie u.a. in Pinneberg und in Kempten im Rahmen der Interkulturellen Woche aufgetreten. Informationen zu Litlia Tetslau.
. Fotoaktion gegen Abschiebung - Über 100 Menschen in Essen beteiligten sich an der Fotoaktion "Keine Abschiebung in Folterstaaten!" zum Start der IKW in Essen. Im Blickpunkt der Aktion standen vor allem die jüngsten Abschiebungen nach Syrien. Besucher des Eröffnungsgottesdienstes in der Erlöserkirche und weitere Essener Bürgerinnen und Bürger haben sich auf einem blauen Sofa mit der Forderung "Keine Abschiebungen in Folterstaaten!" fotografieren lassen.
In unserem Archiv finden Sie die Good-Practice-Beispiele der Vorjahre.
Die Seite "Good-Practice" wird sowohl aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert wie auch aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom Bundesamt für Migration und Flucht (BAMF) gefördert. Die EU-Kommission ist und das BAMF sind für die Verwendung der Inhalte nicht verantwortlich, sondern sie geben die Meinung des Verfassers wieder.

