Christlich-muslimischer Dialog

Arbeitsbereiche

Im Kirchenamt der EKD ist OKR Dr. Martin Affolderbach für das Referat "Islam und Weltreligionen" zuständig. Dazu gehören vor allem die folgenden Arbeitsbereiche:

In der "Konferenz für Islamfragen" (KIF) sind die für Islamfragen zuständigen Fachleute aus Landeskirchen, kirchlichen Werken und Verbänden sowie weiteren Organisationen vertreten. Diese Konferenz kommt jährlich auf Einladung der EKD zusammen. Die Konferenz berät Grundfragen des Zusammenlebens mit Muslimen in Deutschland und organisiert Fortbildungen für ihre Mitglieder.

Die Islamisch-Christliche Arbeitsgruppe (ICA) wurde 1976 gegründet. Ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter verschiedener islamischer Organisationen an, die in Deutschland tätig sind, sowie Personen aus den Bereichen der Römisch-katholischen Kirche, der Griechisch-orthodoxen Kirche und der EKD. Die Arbeitsgruppe konzentriert sich vor allem auf die gemeinsame Lösung praktischer Probleme, die sich aus dem Zusammenleben in Deutschland ergeben.

Die EKD ist im "Islam in Europa" der Konferenz Europäischer Kirchen und dem (katholischen) Rat der Europäischen Bischofskonferenzen vertreten
(s. homepage: www.cec-kek.org).

Sie arbeitet mit Islamfachleuten in anderen europäischen Ländern zusammen,
die sich jährlich einmal zum "Journees d'Arras" treffen
(s. homepage: www.muslims-and-christians.info).

Die EKD unterhält enge Kontakte zum Referat "Interreligious Relations and Dialogue" des Ökumenischen Rates der Kirchen (s. homepage: www.wcc-coe.org (/wcc/what/interreligious).

In den zurückliegenden Jahren hat die EKD christlich-islamische Dialoge mit der
Al-Albeit-Foundation in Jordanien durchgeführt. (Die daraus entstandenen Dokumentationen sind über das Kirchenamt zu beziehen).

Muslimische Repräsentanten haben sich an der Vorbereitung der Woche der Ausländischen Mitbürger beteiligt und für diesen Zeitraum einen "Tag der offenen Moschee" initiiert.

Das Arbeitsvorhaben der ACK zur Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt wird sowohl durch den Zentralrat der Muslime in Deutschland als auch durch den Zentralrat der Juden in Deutschland mitgetragen
(s. homepage: www.oekumene-ack.de).

 


 

Positionen, Aktivitäten und Kontakte der Evangelische Kirche in Deutschland im Hinblick auf den Islam

Eine Übersicht

Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -
Postfach 210 220, 30 402 Hannover
Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover
Tel: 0511 / 2796 - 0; Fax: -717, e-mail: info@ekd.de

Wie beurteilt die Evangelische Kirche den Islam? Welche Auffassung vertritt sie zu strittigen Fragen? Zu welchen muslimischen Organisationen bestehen Kontakte? Welche Formen von Zusammenarbeit gibt es? Wo kann man Stellungnahmen, Materialien und Ansprechpartner zum Thema finden?

Auf diese und ähnliche Fragen sollen im folgenden Antworten gegeben werden. Die hier zusammengestellten Informationen vermitteln einen Überblick aus der Perspektive der Evangelischen Kirche in Deutschland. Angesichts der Vielzahl von Materialien und Aktivitäten besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Im ersten Teil finden sich ein Überblick über Stellungnahmen und Ausarbeitungen zum Thema Islam insgesamt und zu Einzelfragen.

  • Teil 2 informiert über Arbeitsgruppen und Strukturen der Zusammenarbeit auf Ebene der Landeskirchen, auf Bundesebene sowie im europäischen und globalen Kontext.

  • Im dritten Abschnitt sind bundeszentrale Aktionen zu Integration und interreligiöser Zusammenarbeit unter Mitwirkung der Evangelischen Kirche in Deutschland zusammengestellt.

  • Der letzte Teil informiert über Dialogprogramme der EKD mit Partnern im Nahen und Mittleren Osten.

Zu jedem in dieser Broschüre beschriebenen Segment wird auf entsprechende Veröffentlichungen und Fundorte hingewiesen. (Das Symbol '*' verweist auf Anschriften im Anhang.) Die Angabe von Kontaktmöglichkeiten soll weitere Nachfragen und Recherchen erleichtern.


OKR Dr. Martin Affolderbach
Hannover, im September 2006


Übersicht

1. Positionen und Stellungnahmen     

1.1 Ausarbeitungen zu Grundsatzfragen    

1.2 Stellungnahmen zu Einzelfragen    

2. Arbeitsgruppen und Strukturen der Zusammenarbeit mit dem Islam       

2.1 in den evangelischen Landeskirchen   

2.2 auf Bundesebene      

2.3 in Europa       

2.4 im globalen Kontext     

3. Bundeszentrale Aktionen zu Integration und interreligiöser Zusammenarbeit    

4. Dialogprogramme mit Partner im Nahen und Mittleren Osten      


"Die Evangelische Kirche in Deutschland will Muslime in Deutschland in ihrem Glauben respektieren und spricht sich für ein Zusammenleben in Achtung voreinander aus. Sie distanziert sich von Entgleisungen und Anfeindungen in der Vergangenheit und gelegentlich auch in der Gegenwart... Der Dialog geschieht in der Spannung zwischen Respekt und Auseinandersetzung. Beide Pole prägen unser Zusammenleben, wenn es ehrlich und offen gestaltet werden soll."
(Evangelische Kirche in Deutschland, Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland. Gestaltung der christlichen Begegnung mit Muslimen, Hannover/Gütersloh, 2000, S. 8f)


"Es gab und gibt viele gute Kontakte und Nachbarschaft zwischen Muslimen und Christen, aber auch massive Vorbehalte und Vorurteile auf beiden Seiten. Diese beruhen auf leidvollen Erfahrungen in der Geschichte und in der jüngsten Vergangenheit...
Wir verpflichten uns,
- den Muslimen mit Wertschätzung zu begegnen und
- bei gemeinsamen Anliegen mit Muslimen zusammenzuarbeiten."
(Charta Oecumenica, Berlin 2003, S. 12)

 

1. Positionen und Stellungnahmen

Für die Evangelische Kirche in Deutschland wie auch für die Gesellschaft in Deutschland in ihrer Gesamtheit ist das Zusammenleben mit Muslimen eine historisch gesehen relativ neue Herausforderung. Da der Islam in Deutschland überwiegend die Religion von Zugewanderten war, haben sich die Kirchen in den zurückliegenden Jahrzehnten zunächst vordringlich um die sozialen Dimensionen des Zusammenlebens gekümmert. Nach und nach traten die kulturellen und religiösen Aspekte des Miteinanders stärker in den Vordergrund.

So befassten sich kirchliche Stellungnahmen mit den Herausforderungen durch Migration und Flucht, erörterten Asylfragen und Konzepte von Integration. Gegenwärtig erfährt das religiöse Profil des Islam und die Verknüpfung von Islam und Kultur sowie Islam und Politik ein verstärktes Interesse. Zudem erfordert das Verhältnis des Christentums zum Islam und anderen Religionen eine Neubestimmung in theologischer wie auch gesellschaftlicher Hinsicht.


1.1 Ausarbeitungen zu Grundsatzfragen

Die EKD hat sich um die Klärung von Grundsatzfragen bemüht, um sich selbst Rechenschaft über ihr Verhältnis zum Islam abzulegen und Orientierungen für ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit insgesamt zur Verfügung zu stellen. Zu diesen grundlegenden Themen gehören unter anderem:

o Entwicklung des Islam in Deutschland
o Bibel und Koran
o Gemeinsames und Trennendes
o Migration und Integration
o rechtliche Rahmenbedingungen des Islam in Deutschland
o Bereiche praktischen Zusammenlebens mit Muslimen
o Bereiche institutioneller Kooperation
o Christentum und andere Religionen

 

Materialien zum Nachschlagen

  • Kirchenamt der EKD (Hrsg.), Christlicher Glaube und nichtchristliche Religionen, Hannover 2004 (EKD-Texte 77) (* EKD)
  • Kirchenamt der EKD (Hrsg.), Zusammenleben gestalten. Ein Beitrag des Rates der EKD zu Fragen der Integration und des Zusammenlebens mit Menschen anderer Herkunft, Sprache und Religion, Hannover 2002 (EKD-Texte 76 ) (* EKD)
  • Kirchenamt der EKD (Hrsg.), Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland. Gestaltung der christlichen Begegnung mit Muslimen. Eine Handreichung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gütersloh 2000 (* EKD und Buchhandel)
  • Lutherisches Kirchenamt/Kirchenamt der EKD (Hrsg.), Was jeder vom Islam wissen muss, Gütersloh 2001 (* Buchhandel)
  • Evangelische Kirche in Deutschland/Deutsche Bischofkonferenz in Zusammenarbeit der mit Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirche in Deutschland (ACK), "... und der Fremdling, der in deinen Toren ist." Gemeinsames Wort der Kirchen zu den Herausforderungen durch Migration und Flucht, Bonn/Frankfurt am Main/Hannover 1997 (* EKD)

# Bezugsquellen/Fundorte
- www.kirche-islam.de
- www.ekd.de/religionen
- Zu Handreichungen und Informationen über den Islam aus dem Bereich der Landeskirchen sei verwiesen auf die Liste der Handreichungen unter www.kirche-islam.de.

Zudem sei hingewiesen auf Ausarbeitungen der römisch-katholischen Kirche in Deutschland

- Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Christen und Muslime in Deutschland, Bonn 2003 (Arbeitshilfe 172) (liegt auch in türkischer Sprache vor) (* DBK)
- Leitlinien für multireligiöse Feiern von Christen, Juden und Muslimen, Eine Handreichung der deutschen Bischöfe, Bonn 2003 (* DBK)


1.2 Stellungnahmen zu Einzelfragen

Die Evangelische Kirche in Deutschland wie auch die evangelischen Landeskirchen äußern sich zu aktuellen oder kontroversen Themen, vor allem solchen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, bei denen ein kirchliches Interesse an Klärung besteht oder zu denen die Kirche um eine Stellungnahme gebeten wird. Dazu gehören beispielsweise der islamische Religionsunterricht, das Kopftuch im öffentlichen Schuldienst, gemeinsame Gebete und religiöse Feiern und Fragen der Religionsfreiheit.

Materialien zum Nachschlagen

  • Stellungnahme des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland zu der vom Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. vorgelegten "Islamischen Charta", Hannover, 2003 (http://www.ekd.de/)
  • Kirchenamt der EKD (Hrsg.), Bedrohung der Religionsfreiheit. Erfahrungen von Christen in verschiedenen Ländern, Hannover 2003 (* EKD)
  • Religionsunterricht für muslimische Schülerinnen und Schüler: Eine Stellungnahme des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover 1999 (* EKD)

Fundorte
- Aktuelle Stellungnahmen wie unter anderem "Einige Gesichtspunkte zur Urteilsbildung im 'Kopftuchstreit'" (Juli, 2003) oder "Folgerungen aus der Entscheidung des BVG zum Kopftuchstreit" (Okt., 2003) finden sich unter www.ekd.de.
- Für Texte und Stellungnahmen aus dem Bereich der Landeskirchen sei auf die Liste unter www.kirche-islam.de, für aktuelle Verlautbarungen auf die entsprechenden Internet-Seiten der Landeskirchen und deren Pressestellen verwiesen.
- Texte der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen siehe unter www.ekd.de/ezw
- Der Evangelische Pressedienst veröffentlicht unter anderem aktuelle Dokumentationen zu Fragen des Islam und des Zusammenlebens mit Muslimen (* epd).

 

2. Arbeitsgruppen und Strukturen der Zusammenarbeit mit dem Islam

2.1 in den Landeskirchen

Islambeauftrage der evangelischen Kirchen

In fast allen Landeskirchen gibt es haupt- oder nebenberufliche Beauftragte für den Kontakt zum Islam, teilweise auch auf der Ebene von Kirchenkreisen und Dekanaten. Eine große Zahl von Kirchengemeinden pflegt Kontakte zu Muslimen, muslimischen Verbänden oder Moscheegemeinden auf lokaler und regionaler Ebene. Christlich-muslimische Arbeitsgruppen sowie Beratungs- und Begegnungszentren existieren in zahlreichen Städten wie auch zum Teil auf landeskirchlicher Ebene (beispielsweise in Bayern, Württemberg, Rheinland und Westfalen). In einigen Landeskirchen werden Fortbildungen in Zusammenarbeit von Pfarrer/innen und Imamen (zum Beispiel im Rahmen von Pastoralkollegs) durchgeführt.

Materialien zum Nachschlagen
Über langfristige Dialogerfahrung im landeskirchlichen Bereich informieren beispielsweise:
- Bernd Neuser (Hrsg.), Dialog im Wandel - Der christlich-islamische Dialog. Anfänge - Krisen - Neue Wege, Neukirchen-Vluyn 2005 (* Buchhandel)
- Hans-Martin Gloël (Hrsg.), Brücken bauen. Christen und Muslime erleben Begegnung, Neuendettelsaus 2005 (* Buchhandel)

Fundorte:
- Die Liste der Beauftragten für Islamfragen der evangelischen Landeskirchen findet sich unter www.kirche-islam.de.
- Stellungnahmen und Materialien aus den Landeskirchen sind unter www.kirche-islam.de zusammengestellt oder können über die Internet-Seiten der einzelnen Landeskirchen gefunden werden.


Evangelische Akademien

Die Evangelischen Akademien beteiligen sich intensiv am Gespräch über den Islam, greifen aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Fragen auf und pflegen die Kontakte zu muslimischen Partnern auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Neben Tagungen und Konferenzen finden sich auch Angebote wie die "interreligiöse Sommerakademien" (Evangelische Akademie Loccum).

Materialien zum Nachschlagen
Über Dialogerfahrungen aus dem Bereich der Evangelischen Akademien informiert beispielsweise:
- Evangelische Akademie in Deutschland (Hrsg.), Christen & Muslime. Verantwortung zum Dialog, Darmstadt 2006 (* Buchhandel)

# Fundorte
- Informationen zu Tagungsangeboten und Bestellung von Publikationen über die einzelnen Akademien (http://www.ekd.de/akademien/)

Kontakt
Evangelische Akademien in Deutschland e.V., Geschäftsstelle, Auguststr. 80, 10117 Berlin, Tel. 030 28395-403 oder 440; Fax: -470; e-mail: office@evangelische-akademien.de; Internet: www.evangelische-akademien.de


2.2  auf Bundesebene

Konferenz für Islamfragen der EKD

In der Konferenz für Islamfragen (KIF) arbeiten die Islambeauftragten der Landeskirchen, kirchlicher Werke und weiterer Institutionen zusammen. Diese Konferenz tagt einmal jährlich auf Einladung des Kirchenamtes der EKD, trifft Absprachen und berät aktuelle Themen (beispielsweise Mission und Konvivenz (2005), Identität und Integration türkischer Muslime in Deutschland (2004) und Islam in Europa (2003)). Der Geschäftsführende Ausschuss der Konferenz ist das ausführende Organ zwischen den Tagungen. In unregelmäßigen Abständen führt die Konferenz Fortbildungen und Fachtagungen zu aktuellen Themen für Islambeauftragte aus den Landeskirchen durch.

Kontakt
Die Geschäftsführung der Konferenz für Islamfragen liegt beim Kirchenamt der EKD, Referat 314, Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover, Tel. 0511 2796-238; Fax -717


Islamisch-christliche Arbeitsgruppe (ICA)

Die Islamisch-christliche Arbeitsgruppe (ICA) wurde 1976 gegründet und besteht aus acht Personen auf muslimischer Seite (Sunniten und Schiiten) sowie einer gleichen Zahl auf christlicher Seite (Katholiken, Evangelische und Orthodoxe). Die Geschäftsführung wechselt im zweijährigen Rhythmus. Die Arbeitsgruppe tagt etwa zweimal jährlich und führt in unregelmäßigen Abständen Tagungen und Konferenzen durch. Die Arbeitsgruppe sieht ihre Aufgabe in einem Vertrauen fördernden Austausch über Sachfragen. Sie war an der Ausarbeitung der Faltblattserie "Information Islam" und berät über interreligiöse Projekte und Dialogvorhaben.

Materialien zum Nachschlagen
- Die Faltblattserie "Information Islam" (auch in Türkisch verfügbar) wurde aufgenommen in die Publikation: Lutherisches Kirchenamt/Kirchenamt der EKD (Hrsg.), Was jeder vom Islam wissen muss, Gütersloh 2001 (* Buchhandel)
- Religionsfreiheit im Kontext von Christentum und Islam (Fachtagung der Islamisch-Christlichen Arbeitsgruppe (ICA)), Berlin 2004; dokumentiert in: epd-Dokumentation Nr. 50, 2004 (* epd)

Kontakt:
- Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (D.I.T.I.B.), Abt. Dialog u Forschung, Venloer Str. 160, 50823 Köln, Tel. 0221 5798-20, Fax 515892 u. 5798251; e-mail: dialog@ditib.de
- Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -, Abt. 314, Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover, Tel. 0511 2796-238; Fax -717
- Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstraße 161, D-53113 Bonn, Tel. 0228 103-0; Fax: 335

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) ist die zentrale wissenschaftliche Studien-, Dokumentations-, Auskunfts- und Beratungsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland für die religiösen und weltanschaulichen Strömungen der Gegenwart. Die Beschäftigung mit dem Islam ist einer der Schwerpunkte. Die Zentralstelle hat den Auftrag, zur christlichen Orientierung im religiösen und weltanschaulichen Pluralismus beizutragen, einen sachgemäßen Dialog mit Anders- und Nichtglaubenden zu fördern und über Entwicklungen und Tendenzen der religiösen Landschaft in Deutschland zu informieren. Die EZW berät, publiziert und wirkt bei Tagungen und Seminaren mit.

Materialien zum Nachschlagen:
- Der "Materialdienst der EZW", eine monatlich erscheinende Zeitschrift mit Übersichtsartikeln und Informationen, und die zweimonatlich erscheinenden "EZW-Texte" befassen sich auch mit Fragen des Islam.

Kontakt:
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Auguststr. 80, 10117 Berlin, Tel. 030 / 28395-211; Fax: -212; e-mail: info@ezw-berlin.de; internet: http://www.ezw-berlin.de/


Deutscher Evangelischer Kirchentag

Der alle zwei Jahre an wechselnden Orten stattfindende Deutsche Evangelische Kirchentag führt seit Anfang der 80er Jahre Foren, Workshops, Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Themenbereich Christentum und Islam durch. Der Kirchentag hat in diesem Bereich Pionierarbeit geleistet. In ähnlicher Weise werden auch Foren zum christlich-islamischen Dialog bei den Deutschen Katholikentagen angeboten.

Materialien zum Nachschlagen:
- Zahlreiche Veranstaltungen der Kirchentage sind in Dokumentationsbänden verfügbar. (* Buchhandel)
- Zu Materialien und Dokumentationen des Deutschen Katholikentages siehe www.katholikentag.de
- Informationen zum Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin sind über www.oekt.de zu erreichen.
- Eine Übersicht der Kirchentagsveranstaltungen zum Themenbereich Christen und Muslime von 1981-2005 ist auf der Homepage der Georges-Anawati-Stiftung (www.anawati.de) verfügbar.

Kontakt:
- Deutscher Evangelischer Kirchentag; Magdeburger Str. 59, 36037 Fulda; Postfach 1555, 36005 Fulda; Tel. 0661 96950-0; Fax: -90; e-mail: fulda@kirchentag.de; internet: www.kirchentag.de


Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche

Die diakonischen Arbeitsfelder der Kirche haben sich in den zurückliegenden Jahrezehnten mehr und mehr den Anforderungen einer kulturell und religiös pluralen Gesellschaft gestellt. Die Diakonie verfügt über umfangreiche Erfahrung sowie Fachkräfte im Bereich der Sozial- und Beratungsarbeit mit (muslimischen) Migranten. In vielen Arbeitsbereichen - wie beispielsweise in Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen - wird den religiösen Traditionen von Menschen anderer Religionszugehörigkeit Rechnung getragen und Diskriminierungen entgegengewirkt.

Materialien zum Nachschlagen
- "Muslimische Kinder in evangelischen Kindergärten", Diakonie-Report 1/2004.
- "Islam als Thema diakonischer Arbeit", Diakonie Report 2/2004.

Kontakt
- Diakonisches Werk der EKD e.V., Hauptgeschäftsstelle, Stafflenbergstraße 76, 70184 Stuttgart, Tel.: 0711 / 21 59 - 0, Fax: 0711 / 21 59 - 288;
- Diakonisches Werk der EKD e.V., Reichensteiner Weg 24, 14195 Berlin; Tel.: 030 83001-0; Fax: -286
internet: www.diakonie.de


Comenius-Institut. Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V.

Das Comenius-Institut bietet unter anderem Untersuchungen und Materialien zum interreligiösen und interkulturellen Lernen an. Es hat sich unter anderem auch mit Fragen des islamischen Religionsunterrichts beschäftigt.

Materialien zum Nachschlagen:
- Peter Schreiner/Karen Wulff (Hrsg), Islamischer Religionsunterricht. Ein Lesebuch, Münster 2001 (* Comenius)
- Peter Schreiner/Ursula Sieg/Volker Elsenbast (Hrsg.), Handbuch Interreligiöses Lernen, Gütersloh 2005 (* Buchhandel)

Kontakt:
Comenius-Institut. Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V., Schreiberstraße 12, 48149 Münster, Telefon 02 51 / 9 81 01 - 0, Fax 02 51 / 9 81 01 - 50, e-Mail: info@comenius.de; internet: www.comenius.de


Weitere Institutionen auf Bundesebene

Institut für Islamfragen

Die Deutsche Evangelische Allianz e.V., ein Zusammenschluss von Christen, die das Leben in der Nachfolge Jesu gemeinsam am Wort der Bibel ausrichten, unterhält einen Arbeitskreis Islam und ein Institut für Islamfragen, das Informationen und Beratung rund ums Thema Islam anbietet.

Materialien zum Nachschlagen:
- Deutsche Evangelische Allianz (Hrsg.), Christlicher Glaube und Islam. Erklärung der Lausanner Bewegung Deutschland, revidierte Fassung, Stuttgart 2002

Kontakt:
Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz, Postfach 7427, 53074 Bonn (Tel. / Fax / e-mail ?); internet: www.ead.de/akIslam oder www.islaminstitut.de


Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO)

Die Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) ist eine mit der Deutschen Bischofskonferenz verbundene Arbeitsstelle mit der Aufgabe, den Dialog zwischen Christentum und Islam sowie das Zusammenleben von Christen und Muslimen zu fördern. In Kontakten, Arbeitsgruppen und Tagungen werden Themen bearbeitet und Publikationen vorbereitet. Neben einen Beratungsangebot besteht eine Online-Datenbank für die Suche nach Fachliteratur.

Kontakt:
CIBEDO - Christlich-Islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle, Balduinstr. 62, 60599 Frankfurt am Main, Tel.: 069 / 726491, Fax: 069 / 723052; internet: www.cibedo.de oder www.cibedo.kath.de


Runder Tisch der Religionen in Deutschland

Die EKD unterhält Kontakt zum Runden Tisch der Religionen in Deutschland, der seit 1998 auf Einladung der "Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (WCRP)" besteht und an dem neben führenden Persönlichkeiten aus christlichen Kirchen und verschiedenen muslimischen Verbänden auch Vertreter und Vertreterinnen aus Judentum, Buddhismus und Baha'i mitwirken. Der Runde Tisch hat verschiedene Erklärungen zum Zusammenleben der Religionen in Deutschland veröffentlicht und organisiert jährlich einen Tag der Religionen in Deutschland (2002 erstmals in Hamburg, in 2003 Nürnberg, 2004 in Hannover, 2005 in Osnabrück und 2006 in Kiel). 

Kontakt 
Runder Tisch der Religionen in Deutschland, c/o Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (WCRP), Geschäftsführung: Pfr. Dr. Franz Brendle; Staffelseeweg 37, 70378 Stuttgart; Tel. 0711 5390209; Fax: 5058648;e-mail: wcrp.de@gmx.net; internet: www.religionsforpeace.net

weitere Einrichtungen

Von weiteren Initiativen, die sich auf überregionaler Ebene für christlich-muslimische Zusammenarbeit einsetzen, seine beispielhaft genannt:
- Islamforen des Interkulturellen Rates in Deutschland, Göbelstr. 21, 64293 Darmstadt, Tel. 06151 339971; Fax 06151 3919740; e-mail: info@interkultureller-rat.de; interneat: www.interkultureller-rat.de
- Koordinierungsrat der Vereinigungen des Christlich-Islamischen Dialoges in Deutschland e.V. (KCID), Geschäftsstelle: Nordbahnhofstr. 16, 70191 Stuttgart, Tel./Fax 0711 253 78 40; e-mail: info@kcid.de; internet: www.kcid.de


2.3 auf europäischer Ebene

Europäische ökumenische Arbeitsgruppe Zusammenarbeit mit Muslimen in Europa

Die EKD arbeitet auf europäischer Ebene in der Arbeitsgruppe Zusammenarbeit mit Muslimen in Europa ("Committee for Relations with Muslims in Europe") mit, einer gemeinsamen Fachgruppe der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Diese Gruppe wurde 1987 eingesetzt und im Jahre 2004 erneut berufen. Sie hat den Auftrag, Sachfragen des Verhältnisses der europäischen Kirchen zu den Muslimen in Europa zu koordinieren und die kirchlichen Entscheidungsgremien auf europäischer Ebene zu beraten. Sie hat verschiedene Ausarbeitungen zum Thema veröffentlicht.

Darüber hinaus steht die EKD im unmittelbaren Austausch mit einer Reihe von Kirchen in Europa und deren Aktivitäten in Sachen Islam, beispielsweise dem Schweizer Evangelischen Kirchenbund (SEK) , der Kirche von England und den Evangelisch-Lutherischen Kirchen in den skandinavischen Ländern.

Materialien zum Nachschlagen:
- Wie können wir Muslimen begegnen? Arbeitspapier des KEK/CCEE-Ausschusses "Islam in Europa", Genf / St. Gallen, 2003. (* KEK/CCEE)
- Christen und Muslime: Gemeinsam beten? Überlegungen und Texte. Arbeitspapier des KEK/CCEE-Ausschusses "Islam in Europa", Genf / St. Gallen, 2003 (* KEK/CCEE)
- Konferenz Europäischer Kirchen und Rat der Europäischen Bischofskonferenzen/ Ausschuss „Islam in Europa“, Ehen zwischen Christen und Muslimen. Seelsorgeleitlinien für Christen und Kirchen in Europa, Genf / St. Gallen, 1997 (* KEK/CCEE)

Kontakt:
- Konferenz Europäischer Kirchen/Conference of European Churches, 150, route de Ferney, CH -1211 Geneva 2, Tel: +41 22791 62 29; internet: www.cec-kek.org
- Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae (CCEE), Gallusstrasse 24, CH - 9000 St.Gallen, Tel. +41 / 71 227 60 40; Fax. ++41 / 71 227 60 41; internet: www.ccee.ch


Journées d'Arras

Die Journées d'Arras sind ein europäisches ökumenisches Netzwerk von Islambeauftragten aus protestantischen, katholischen und orthodoxen Kirchen aus einer Vielzahl europäischer Länder. Dieses Netzwerk ist nach dem anfänglichen Treffpunkt dieser Gruppe in der nordfranzösischen Stadt Arras benannt. Seit 1985 findet jährlich eine Zusammenkunft statt, im Jahre 2005 erstmals mit dem Tagungsort Moskau in einem osteuropäischen Land. Das Centre for the Study of Islam & Christian-Muslim Relations in Birmingham, das die Geschäftsführung innehat, pflegt eine Datenbank zum christlich-islamischen Dialog in Europa, auf der sich unter anderem auch Länderberichte zum Thema "Kirche und Islam" finden.

Kontakt:
- Kontaktanschrift/Geschäftsführung der "Journées d'Arras": Carol Bebawi, Centre for the Study of Islam & Christian-Muslim Relations, Graduate Institute for Theology & Religion, University of Birmingham, Elmfield House, Bristol Road, Birmingham  B29 6LQ, tel: +44 (0)121 415 8332, fax: +44 (0)121 415 8376, internet: www.muslims-and-christians.info/arras


European Council of Religious Leaders/Religions for Peace (ECRL)

Unter den interreligiösen Netzwerken und Initiativen auf europäischer Ebene sei beispielhaft der Europäische Rat von Leitungspersönlichkeiten aus den Religionen (European Council of Religious Leaders/Religions for Peace (ECRL)) genannt, der jährlich neben christlichen und muslimischen Vertretern aus zahlreichen europäischen Ländern auch Repräsentanten weiterer Religionen (darunter Juden, Sikhs, Hindus und Zoroastrier) versammelt. In einer Erklärung vom November 2002 formuliert der Rat, dass die beteiligten leitenden Religionsvertreter sich zur Zusammenarbeit verpflichtet fühlen, um Konflikte zu beenden, Terror und Gewalt aus religiösen Gründen zu verurteilen und Gerechtigkeit und friedvolles Zusammenleben unterschiedlicher Gruppen, Religionen und Traditionen in Europa zu fördern. Der Rat, dessen Geschäftsführung mit der Lutherischen Kirche in Norwegen verbunden ist, hat sich um eine Versöhnung fördernde Zusammenarbeit von Christen, Muslimen und Juden auf dem Balkan bemüht und unterhält enge Beziehungen zur Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (WCRP).

Kontakt:
- Moderator of  European Council of Religious Leaders/Religions for Peace; ECRL Secretary, Mrs.Linn Maria Kierulf, Fax: +47 22 09 27 20; email: lmk@nca.no; internet: www.religionsforpeace.net/Europe
- World Conference of Religions for Peace, 777 United Nations Plaza, New York, NY 10017 (212) 687-2163, info@wcpr.org; internet: www.wcrp.org



2.4 im globalen Kontext

Ökumenischer Rat der Kirchen

Das Referat für interreligiöse Fragen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Genf/Schweiz, koordiniert die christlich-muslimischen Kontakte wie auch die Kooperation mit anderen Religionen auf globaler Ebene. Neben Erklärungen, die der Ökumenische Rat zu interreligiösen Fragen veröffentlicht hat, und einem regelmäßigen Informationsdienst ("Current Dialogue") führt er in unregelmäßigen Abständen Konferenzen und christlich-muslimische Dialogprogramme durch (wie beispielsweise "Christians and Muslims in Dialogue and Beyond", November 2002).

Materialien zum Nachschlagen
- Der Nachrichtendienst "Current Dialogue" mit Berichten und Beiträgen zu interreligiösen Fragen erscheint zweimal jährlich. (* ÖRK)
- World Council of Churches (ed.), Ecumenical considerations for dialogue and relations with people of other religions, Geneva/Genf 1997 (Neufassung der Leitlinien von 1979) (* WCC/ÖRK)
- World Council of Churches (ed.), Striving Together in Dialogue. A Muslim-Christian Call to Reflection and Action, Geneva/Genf 2001 (* ÖRK)
- World Council of Churches (ed.), Ecumenical Considerations on Muslim-Christian Dialogue, Geneva/Genf 1992 (* WCC/ÖRK)

Kontakt
- Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK) / World Council of Churches (WCC), Office of Inter-religious Relations; 150 route de Ferney, P.O. Box 2100; 1211 Geneva 2, Switzerland / Schweiz; Tel. +41 22 7916381; Fax: +41 22 791 0361; internet: http://www.wcc-coe.org/wcc/what/interreligious

 

Christlich-muslimische Kooperation in verschiedenen Weltregionen

Deutschsprachige evangelische Auslandsgemeinden

Die mit der EKD verbundenen deutschsprachigen evangelischen Gemeinden, vor allem die im Nahen und Mittleren Osten, stehen nicht nur in intensivem Kontakt zu den Kirchen der jeweiligen Länder, sondern auch zu islamischen Organisationen und Partnern oder Institutionen, die im christlich-muslimischen bzw. im interreligiösen Dialog tätig sind. Sie wirken bei der Fortbildung von Imamen mit (Deutschsprachige evangelische Gemeinde in Istanbul), unterhalten Kontakte zu Dialogzentren und muslimischen Partnern (Deutschsprachige evangelische Gemeinden in Beirut, Kairo und Teheran) und engagieren sich im Bereich des christlichen und muslimischen Religionsunterrichts (Deutschsprachige evangelische Gemeinde und Deutsche Evangelische Oberschule in Kairo).

Kontakt
- Anschriften und Homepages der deutschsprachigen evangelische Gemeinden sind unter www.ekd.de (Auslandsgemeinden) und über www.auslandsgemeinden.de zu finden.
- Homepage der Deutschen Evangelischen Oberschule Kairo: www.deokairo.de


Christlich-muslimische Zusammenarbeit im Bereich der Kirchenrates im Nahen Osten

Die EKD unterhält Kontakte zum Kirchenrat im Nahen Osten (MECC), der zahlreiche christlich-muslimische Treffen und Programme durchführt. Der Nachrichtendienst monatliche Nachrichtendienst des MECC ("NewsBrief") informiert über diese Aktivitäten. Die Arab Group for Christian-Muslim Dialogue ist ein eigenständige zivilgesellschaftliche Gruppe in diesem Feld. Innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland werden die Kontakte zum Kirchenrat im Nahen Osten (Middle East Council of Churches), zu einzelnen Kirchen und anderen Partnern in Nahen und Mittleren Osten durch die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK) koordiniert, deren Geschäftsführung abwechselnd durch die zuständigen Referate des Kirchenamtes der EKD und des Evangelischen Missionswerkes (EMW) wahrgenommen wird.

Kontakt
- Middle East Council of Churches, P.O. Box 5376, Beirut, Lebanon, Tel. +961 1 742088; Fax: +961 1 344894; e-mail: meccls@cyberia.net.lb; internet: www.mec-churches.org
- The Arab Group for Christian-Muslim Dialogue, 170 Al-Alam Str., Beirut, Libanon, Tel. +961 1 390133, Fax +961 1 399608; e-mail: riadjarjour@cyberia.net.lb; internet: www.fdcd.org
- Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -, Referat Naher Osten, Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover, Tel: 0511 / 2796-0; Fax: -717; internet: www.ekd.de
- Evangelisches Missionswerk (EMW); Normannenstr. 17-21, 20537 Hamburg; Tel. 040 25456-0; Fax: 040 2542987; e-mail: asia-mideast@emw-d.de; internet: www.emw.de


Programm für christlich-muslimische Beziehungen in Afrika (PROCMURA)

Das Programm für christlich-muslimische Beziehungen in Afrika (PROCMURA) ist ein gemeinsames Programm christlicher Kirchen verschiedener Konfessionen insbesondere in West-, Ost- und Zentralafrika. Es fördert den Dialog zwischen Christen und Muslimen in dieser Region, es vermittelt in den christlichen Kirchen Kenntnisse über den Islam und ermutigt Christen, gegenüber Muslimen Zeugnis über ihren eigenen Glauben abzulegen. PROCMURA unterhält ein Büro in Nairobi. Die Programme finden vor Ort in den Mitgliedskirchen bzw. den einzelnen Regionen statt. Neben dem Afrikareferat im Kirchenamt der EKD unterhalten der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) Kontakte zu PROCMURA und fördern dessen Dialog- und Versöhnungsarbeit. Es existiert ein europäisches Partnernetzwerk von PROCMURA, in dem u.a. die VELKD Mitglied ist.

Kontakt
- PROCMURA, P.O. Box 66099, 00800 Westlands, Nairobi, Kenya; Tel: +254 2 4445181, Fax: +254 2 4445182, e-mail: procmura@wananchi.com; internet: www.procmura-prica.org
- Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), Lutherisches Kirchenamt, Richard-Wagner-Str. 26, 30177 Hannover; Postfach 51 04 09, 30634 Hannover, Tel. 0511 6261-1; Fax: -211; , e-mail: zentrale@velkd.de (ab 2007 im Kirchenamt der EKD)
- Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Ulrich-von-Hassel-Straße 76, 53123 Bonn; Tel: 0228-8101-2558; Fax: 0228-8101-160; www.eed.de und www.frient.de


Henry-Martin-Institut, Indien

In Indien leistet das Henry-Martin-Institut interreligiöse  Versöhnungsarbeit, zwischen Muslimen und Hinduisten, vermittelt durch Christen. Das Evangelische Missionswerk (EMW), Hamburg, unterstützt dieses Projekt finanziell.

Kontakt
- Henry-Marten-Institut, Internet: http://www.hmiindia.com/
- Evangelisches Missionswerk (EMW); Normannenstr. 17-21, 20537 Hamburg; Tel. 040 25456-0; Fax: 040 2542987; e-mail: asia-mideast@emw-d.de; Internet: www.emw.de


Peace in South Asia (PISA)

PISA ist ein Sonderprogramm zur Friedensförderung und Konfliktbearbeitung im südasiatischen Raum, welches der Evangelische Entwicklungsdienst 2003 gemeinsam mit 60 Partnerorganisationen in der Region initiiert hat. Ziel war, die Kompetenz der Partner zu stärken, die Entwicklungsarbeit konflikt-sensitiver zu gestalten und die Lobby- und Advocacy-Aktivitäten zum Thema Frieden und Entwicklung zu qualifizieren und zu verstärken.

Kontakt
Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED), Ulrich-von Hassell-Str. 76, 53123 Bonn, Tel. 0228 8101-0; Fax: 0228 8101-160; e-mail: eed@eed.de; internet: www.eed.de

 

3. Bundeszentrale Aktionen zur Integration und interreligiösen Zusammenarbeit

Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche

Die seit 1975 bestehende und von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der griechisch-orthodoxen Metropolie getragene "Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche" findet jährlich Ende September/ Anfang Oktober in mehr als hundert Orten in Deutschland statt. Das Thema Islam ist ein Schwerpunkt der jährlich erscheinenden Materialien. Seit 1997 wird am 3. Oktober der "Tag der offenen Moschee", begangen, an dem sich bundesweit mehrere hundert Moschevereine in Deutschland beteiligen und der zumeist zeitlich in die "Woche" fällt.

Materialien zum Nachschlagen
- Der Vorbereitungsausschuss bietet jährlich ein aktuelles Materialheft, Plakate und weitere Materialien an.

Kontakt
- Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Woche der ausländischen Mitbürger (ÖVA), Postfach 101710, 60017 Frankfurt/Main; Tel. 069 230605; Fax: 069 / 230650; e-mail:info@woche-der-auslaendischen-mitbuerger.de; info@interkulturellewoche.de; internet: www.interkulturellewoche.de


Interreligiöse Initiative "Weißt Du, wer ich bin?"

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) führt in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland, DITIB und dem Zentralrat der Muslime in Deutschland die Initiative "Weißt Du, wer ich bin?" durch. Diese knüpft an die ebenfalls unter Beteiligung der christlichen, jüdischen und muslimischen Partner durchgeführten Aktion "Lade deine Nachbarn ein!" an. Von lokalen Initiativen können Fördermittel im Rahmen des sog. 3-F-Fonds in Anspruch genommen werden.

Materialien zum Nachschlagen
- Weißt Du, wer ich bin?, Materialsammlung I, Basisheft, Frankfurt/Main 2006 (* ACK)
- Lade Deine Nachbarn ein!, Materialheft I, Frankfurt/Main o.J. (* ACK)
- Lade Deine Nachbarn ein!, Materialheft II, Didaktische Arbeitshilfe, Frankfurt/Main o.J (* ACK)
- Lade Deine Nachbarn ein!, Materialheft III, Didaktische Arbeitshilfe Gastfreundschaft, Frankfurt/Main 2002 (* ACK)

Kontakt
- Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e.V. - Ökumenische Centrale; Ludolfusstr. 2-4, 60487 Frankfurt/Main; Tel. 069 / 247027 - 0; Fax: -30; e-mail: info@ack-oec.de; internet: : www.weisstduwerichbin.de



4. Dialogprogramme mit Partnern im Nahen und Mittleren Osten


Christlich-muslimischer Dialog EKD - Ahl Albait Foundation / Jordanien

Die EKD hat von 1995 bis 1999 ein Dialogprogramm zum christlich-muslimischen Dialog mit der Royal Academy for Islamic Civilization Research (Ahl Albait Foundation), Amman/Jordanien, durchgeführt. Initiiert wurde diese Aktivität vom jordanischen Kronprinzen El Hassan bin Talal, der ein aktives Mitglied in der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden ist. Die Konferenzen haben 1995 in Loccum, 1997 in Amman/Jordanien und 1999 in Berlin unter Beteiligung von Christen und Muslimen aus einer Mehrzahl von Ländern stattgefunden. Der Kronprinz hat 2005 sein Interesse an einer Wiederaufnahme des Dialoges geäußert.

Materialien zum Nachschlagen
Diese Dialogreihe ist dokumentiert in: Christians and Muslims in Dialogue, Consultations of Al-Albeit Foundation and Evangelical Church in Germany, Hannover 2004 (EKD-Studybook 29) (* EKD)

Kontakt
- Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -, Referat 314, Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover, Tel: 0511 / 2796 - 0; Fax: -171

Deutsch-ägyptischer Dialog

Die EKD ist beteiligt an einem Dialogprogramm, das in Federführung der Evangelischen Akademie Loccum mit der Coptic Evangelical Organisation for Social Service (CEOSS), Kairo/Ägypten, stattfindet und sich seit 2003 in mehreren Tagungen mit Perspektiven zum Verhältnis von Religion und Demokratie, zum Einfluss der Modernisierung und der Bedeutung gemeinsamer Werte in einer globalisierten Welt beschäftigt hat. Neben der Initiierung und Unterstützung von Projekten im sozialen Bereich und zur Entwicklungsförderung ist CEOSS auch im interreligiösen Dialog engagiert. 1992 hat CEOSS das Forum für Interkulturellen Dialog ins Leben gerufen, das Christen und Muslime, Geistliche und Laien sowie Personen unterschiedlicher Profession zusammenbringt, um gegenseitiges Verständnis zu fördern und zur Arbeit an gemeinsamen Zielen zu ermutigen. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) fördert Aktivitäten von CEOSS.

Materialien zum Nachschlagen
- Ein Teil der Beiträge der genannten Konferenzen sind (in Deutsch, Englisch und/oder Arabisch) dokumentiert und publiziert.

Kontakt
- Coptic Evangelical Organisation for Social Service (CEOSS), P.O. Box 162-11811 El Panorama, Cairo, EGYPT; Tel: (202) 622-1425/6/7/8; Fax: (202) 622-1434; e-mail: pr@ceoss.org.eg; internet: www.ceoss.org.eg/
- Evangelische Akademie Loccum; Postfach 2158, 31545 Rehburg-Loccum; Tel.: 05766 81-100
- Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -, Referat 314, Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover, Tel: 0511 / 2796 - 0; Fax: - 717

Christlich-muslimischer Trialog EKD, Kirche von England und Institut für interreligiösen Dialog, Teheran

Die EKD führt zusammen mit der Church of England in den Jahren 2005 und 2006 eine dreiteilige Dialogserie mit dem Institut für Interreligiösen Dialog (IID), Teheran/Iran, durch, die unter dem Thema "Building Communities Through Dialogue" steht. Im Austausch zwischen dem schiitischen Islam und zwei durch die Reformation geprägten Kirchen soll die zivilgesellschaftliche Rolle der Religionsgemeinschaften als Förderer von Toleranz, Kooperation und Menschenrechten erprobt und gestärkt werden.

Materialien zum Nachschlagen
Auf der Homepage des Instituts für Interreligösen Dialog (www.iid.org.ir) sind einige Materialien des Trialoges (in Englisch) zugänglich. Eine Dokumentation ist in Vorbereitung.

Kontakt:
- Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -, Referat 314, Herrenhäuser Str. 12, 30 419 Hannover, Tel: 0511 / 2796 - 0
- Instituts für Interreligösen Dialog (IID), P.O.BOX: 15875/5934 Tehran, Iran; Tel: +98-21-2040340; Fax: +98-21-2053355; e-mail: Info@iid.org.ir; internet: www.iid.org.ir
 


Bezugsquellen:

* EKD: Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchenamt -, Postfach 21o 22o, 30 402 Hannover, Tel: 0511 / 2796 - 0; Fax - 717; e-mail: versand@ekd.de
* Buchhandel: über den Buchhandel zu beziehen
* DBK: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz,  Kaiserstraße 161, 53113 Bonn, Tel. 0228 103-0, Fax: 0228 103-299; E-Mail: sekretariat@dbk.de
* Comenius: Comenius-Institut, Schreiberstraße 12, 48149 Münster, Telefon 02 51 / 9 81 01 - 0; Telefax 02 51 / 9 81 01 - 50, e-mail: info@comenius.de
* epd: Evangelischer Pressedienst (epd), Emil-von-Behring-Str. 3, 60439 Frankfurt/M., Postfach 50 05 50, 60394 Frankfurt/M., Tel.: 069 / 58098 - 0, Fax: - 272, e-mail: info@epd.de; archiv@epd.de; internet: www.epd.de


 



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