Archiv 2011
"Unermüdlicher Streiter für unser kulturelles Erbe"
Stiftung KiBa kondoliert zum Tod von Gottfried Kiesow
Mit großer Trauer ist die Nachricht vom Tod des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), Gottfried Kiesow, bei der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) aufgenommen worden. "Mit Gottfried Kiesow verlieren wir einen unermüdlichen Streiter für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes - und damit für unsere Zukunft", betonte Thomas Begrich, Geschäftsführer der Stiftung KiBa. Kiesow habe nicht nur maßgeblich zur Gründung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beigetragen, sondern diese auch unverwechselbar geprägt und bis zu seinem Lebensende repräsentiert.
"Gottfried Kiesow hat die Denkmalpflege in Deutschland zu einer von weiten Kreisen der Bevölkerung akzeptierten und geförderten Bewegung gemacht", so Begrich weiter. Auch ihm sei es zu verdanken, dass es 2001 zu einem erfolgreichen Kooperationsabkommen zwischen der Stiftung KiBa und der DSD gekommen sei. Aus diesem Zusammenwirken seien sind bislang mehr als 200 gemeinsame Fördervorhaben hervorgegangen; "das ist in Zeiten knapper Mittel und angesichts oft hoher Kosten für Sanierungsmaßnahmen an besonderen Gebäuden, wie Kirchen es sind, ein ebenso kluges wie erfreuliches Zusammenwirken", unterstrich der KiBa-Geschäftsführer.
Im Rahmen der Kooperation sind Repräsentanten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stiftung KiBa in den Vorständen der jeweils anderen Stiftung vertreten. Während die DSD alle Denkmaltypen fördert, setzt sich die die Stiftung KiBa im Blick auf die gottesdienstliche und gemeindliche Nutzung ausschließlich für die Instandhaltung von Kirchengebäuden ein.
Gottfried Kiesow war seit Gründung der DSD im Jahr 1985 bis 2010 Vorsitzender des Vorstands und seitdem Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung. Im Juni war er für seinen Einsatz für den Denkmalschutz mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet worden. Am vergangenen Montag ist er im Alter von 80 Jahren in Wiesbaden verstorben.
Foto: Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz






