
Der Sportbeauftragte des Rates der EKD
Valentin Schmidt
"Der Fußball hat in seinem Büro genauso seinen Platz wie das Kreuz", so titelte eine Presseagentur anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Valentin Schmidt, Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) von 1997 bis 2006, ist mit Leib und Seele Fußball-Fan. Der Sport und die Kirche haben ihn ein Leben lang begleitet und geprägt: "In den Kirchengemeinden und beim Sport finden die Menschen eine Gemeinschaft, die sie stärkt", sagt der gebürtige Hannoveraner und Jurist.
Schmidt, der das EKD-Kirchenamt mit rund 200 Mitarbeitern neun Jahre lang leitete, bekleidet seit 2005 das Amt des Sportbeauftragten des Rates der EKD, das seit Ende 2008 auch den Vorsitz im Arbeitskreis Kirche und Sport der EKD einschließt. Er repräsentiert die evangelische Kirche in der Welt des Sports und ist Initiator vieler Projekte zwischen Kirche und Sport in Deutschland. Seit 2006 ist Valentin Schmidt Aufsichtsratvorsitzender bei Hannover 96.
Ehrenamtlich engagiert sich Valentin Schmidt seit vielen Jahren in der evangelischen Kirche, u.a. als Kirchenvorsteher. Er war lange beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und in der EKD-Synode aktiv. Zwei Mal wählte die hannoversche Landessynode den damaligen Chef des Kommunalverbandes Großraum Hannover zu ihrem Präsidenten, bevor Schmidt am 1. März 1997 hauptberuflich zur Kirche wechselte.
Auch hier blieb für den Sportsmann Fairness ein Lebensmotto: "Man sollte kämpferisch sein, aber zugleich immer seine Grenzen kennen." Falsch verstandenen protestantischen Trübsinn kann Schmidt, der gern Klassik hört und pfeift, nicht leiden: "Christen sind fröhliche, weltoffene Menschen, das muss man uns doch auch ansehen." Der Vater von zwei Kindern und Großvater glaubt fest daran, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist, auch im Sport: "Wir kämpfen zwar um den Ball, aber wir bekämpfen uns nicht gegenseitig als Menschen."
Kontakt: valentinschmidt@t-online.de