Kollektenempfehlungen der EKD

2012: EKD-Kollekte für besondere gesamtkirchliche Aufgaben

Verwendungszweck

  • Den Glauben weitergeben

Text für eine Kanzelabkündigung

Heute erbitten wir Ihre Unterstützung für die vielfältigen Aktivitäten der evangelischen Kirche, um den Glauben an Gott von Mensch zu Mensch und von Generation zu Generation weiterzugeben. Dazu möchten wir die Präsenz des Evangeliums in den Medien stärken und die Fortbildung von Ehrenamtlichen auf diesem Gebiet unterstützen.

Der grundlegende Auftrag der Kirche ist es, das Evangelium unter die Menschen zu bringen. Die Medien nehmen hier insbesondere eine Schlüsselfunktion ein, die es zu nutzen gilt. Neben den klassischen Medien spielt heute vor allem Film, Fernsehen und Internet eine große Rolle für die Weitergabe der uns anvertrauten Botschaft. Ein Schwerpunkt bildet hier die Einrichtung von Zielgruppenportalen im Internet ( kirche-entdecken.de, konfiweb.de, unserezeiten.de sowie trauernetz.de).

Zugleich möchten wir die Fortbildung von Ehrenamtlichen mit dieser Kollekte unterstützen. Das Engagement von Ehrenamtlichen ist ein großer Schatz in unseren Gemeinden. Viele Menschen bringen ihre Fähigkeiten und einen nicht unerheblichen Teil ihrer Zeit in das Leben der Gemeinden ein. Deshalb ist die Fortbildung von Ehrenamtlichen von großer Bedeutung.

Bitte tragen Sie mit ihrer Gabe dazu bei, dass der Glaube in vielfältiger und kreativer Weise weitergegeben werden kann.

Hintergrundinformationen

  1. Präsenz des Evangeliums den Medien

    Kommunikation und Öffentlichkeit sind Schlüsselbegriffe, um Auftrag und Aufgabe der evangelischen Kirche zu beschreiben. Denn die Verkündigung des Evangeliums, aus der Glaube und Kirche entstehen, ist ein Kommunikationsgeschehen. Die evangelische Kirche hat sich dieses Zusammenhangs wegen auch stets für Modernisierungsprozesse in der öffentlichen Kommunikation interessiert. Das bedeutet nicht, dass sie sich von den klassischen Formen der öffentlichen Kommunikation gelöst hat. Als Kirche der Bibel und der viva vox evangelii bleibt sie vielmehr der Lese- und der Hörkultur von Grund auf verpflichtet. Aber die sich permanent wandelnde Medien- und Informationsgesellschaft verstärkt die Verpflichtung der Kirche, die ihr anvertraute gute Nachricht als eine öffentliche, an die ganze Gesellschaft gerichtete Botschaft zu verkünden. Weil die Medien eine Schlüsselfunktion für die individuelle Wahrnehmung und für den Aufbau von Lebensorientierung und Weltbild haben, muss die evangelische Publizistik alles daran setzen, ihre Kräfte zu konzentrieren und ihre Aufgaben mit neuen Ideen zu verwirklichen.

    Heute ist neben Druckerzeugnissen, Hörfunk, Fernsehen und Film vor allem das Internet das Mittel der Kommunikation schlechthin. Die evangelische Kirche war von Anfang an auch im World Wide Web präsent. Sie hat ihr Angebot jetzt noch einmal deutlich erweitert und das Multimediaportal evangelisch.de entwickelt. Damit ist es schon ansatzweise gelungen, die vielfältigen evangelischen Internetangebote der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Gliedkirchen und Werke besser auffindbar zu machen und weiter zu profilieren. Diese Entwicklung muss sich fortsetzen und verstärken. Dies betrifft vor allem Zielgruppenportale wie zum Beispiel kirche-entdecken.de, das sich an Kinder wendet, konfiweb.de für Konfirmandinnen und Konfirmanden, unserezeiten.de für Menschen ab 59 sowie für trauernetz.de.

    Im Multimediaportal evangelisch.de, aber auch in den ZDF-Gottesdiensten, in der Fernsehtalkshow „Tacheles“ bei Phoenix, in Sendungen bei Sat1 und RTL, in der Beteiligung an Kinoproduktionen wie „Bonhoeffer“ und „Luther“ sieht die EKD eine große missionarische Chance, um einen Beitrag zur Vermittlung des christlichen Glaubens zu leisten. Mit diesen Medienaktivitäten erreicht die evangelische Kirche bereits ein Millionenpublikum. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen aber wachsen die Ansprüche an die evangelische Medienarbeit beständig – nicht zuletzt auch durch das Reformationsjubiläum im Jahre 2017.

  2. Fortbildung von Ehrenamtlichen

    Die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit in den Gemeinden ist schon immer ein entscheidendes Moment von gemeindlicher Lebendigkeit gewesen. Das Ehrenamt hat in den letzten Jahren sein Gesicht deutlich verändert: Ehrenamtliche wollen nicht nur untergeordnete Hilfsdienste leisten, sondern sie wollen ihre spezifischen Fähigkeiten auch in einer gewissen Selbständigkeit einbringen. Seit der „Ehrenamtssynode“ 2009 ist ein Aufbruch in den Landeskirchen zu verzeichnen: Das Thema „Ehrenamt“ gewinnt neue Aufmerksamkeit. Das europäische Jahr des Freiwilligenengagements 2011 ist ein zusätzlicher Katalysator, der die Projekte beflügelt und vorantreibt. Dabei werden nach wie vor sehr unterschiedliche Konzepte verfolgt.

    Einige Landeskirchen haben eigene Ehrenamtsakademien gegründet. Andere verbinden die Begleitung und Fortbildung mit den entsprechenden Ämtern für Gemeindeaufbau. Wieder andere wollen das Ehrenamtsmanagement zusammen mit der Diakonie entwickeln. Die Zeit ist offensichtlich reif für ein systematisches Gesamtkonzept, das Ehrenamtliche auf Leitungsebene, Ehrenamtliche in sozialen Diensten sowie die Rolle Ehrenamtlicher bei der Gemeindeentwicklung im Blick hätte und dabei Fortbildungs- und Informationsangebote mit Ansprechstellen für Beratung und Begleitung verknüpft.

    Die Kollekte soll helfen, ein solches Gesamtkonzept zu entwickeln und so die systematische Ehrenamtsfortbildung gerade auch für strukturschwache Regionen zu entwickeln.


www.ekd.de www.evangelisch.de www.kirche-entdecken.de www.konfiweb.de www.unserezeiten.de www.trauernetz.de



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