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Aktuelles
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"Im Bemühen um Frieden nicht nachlassen"
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Mit einer gemeinsamen Erklärung haben die Evangelische Landeskirche Anhalts und deren
Partnerkirche in den USA vor einem Krieg gegen den Irak gewarnt. Unterzeichnet ist der
Appell, den wir nachfolgend dokumentieren, von Kirchenpräsident Helge Klassohn und dem
leitenden Geistlichen der Pennsylvania Southeast Conference der United Church of Christ
(UCC), Russell Mitman:
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Wir sind dankbar für die Gemeinschaft mit vielen Schwestern und Brüdern in den Kirchen der
USA im Eintreten für die Bewahrung des Friedens. Gemeinsam mit unseren Schwestern und
Brüdern in den USA wissen wir uns in unserem Glauben und Gewissen an das Wort unseres Herrn
Jesus Christus zur Überwindung der Gewalt und zum Stiften und Bewahren des Friedens auf
Erden gebunden. Gemeinsam werden wir im Gebet um den Frieden als Gabe und Aufgabe Gottes
in der Welt nicht nachlassen.
Wir appellieren an die Mitglieder der UN und insbesondere an die Regierungen der
Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrates, in ihren Bemühungen um die Erhaltung des Friedens
nicht nachzulassen. Wir unterstützen die Anstrengungen der UN, die Verbreitung und den
Einsatz von atomaren, bakteriologischen und chemischen sogenannten "Massenvernichtungswaffen"
zu verhindern. Der internationale Handel mit Stoffen und technischen Ausrüstungen zur
Herstellung solcher Waffen muss unter der Autorität der UN auch weiterhin strikt unterbunden
werden.
Wir bitten die politisch Verantwortlichen insbesondere in den USA und den anderen
Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, bei ihren Überlegungen und
Planungen für ein militärisches Vorgehen gegen den Irak sich auch die Leiden der Opfer eines
Krieges vor Augen zu führen. Mit Sorge und Grauen denken wir an die durch Kriege verursachten
menschlichen Leiden. Nachdrücklich müssen alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten
zur Konfliktlösung ohne Krieg weiterhin ausgeschöpft werden. Wir erwarten von den politisch
Verantwortlichen, dass sie sich auch gegen Gewalt, Unrecht und Terrorismus das Recht und die
Kraft des gemeinsamen Willens zur Bewahrung von Frieden und Gerechtigkeit und zum Schutz
insbesondere der unschuldigen Kinder einsetzen. Krieg bringt nach der Erinnerung und Erfahrung
unserer Völker immer Zerstörung von Recht, Kultur und Menschlichkeit mit sich. Die
Institutionen der UN und die internationale Rechtsordnung müssen weiter gestärkt werden, um
Gewaltregimen wie im Irak und internationalen Rechtsbrechern und Terroristen mit
Entschlossenheit, Augenmaß und Verhältnismäßigkeit im Einsatz der Mittel begegnen zu können.
Wir wollen weiter darauf achten, dass wir uns an die Sprache und den Geist des Krieges nicht
gewöhnen und das eigentlich Undenkbare und Unerträgliche nicht für gegeben und normal halten.
Wir erinnern uns dankbar daran, welche große Bedeutung die christliche Friedensbotschaft und
der Verzicht auf Gewalt für den Fall der Mauer und die Wiedergewinnung von Recht und Freiheit
in Ostdeutschland im Jahre 1989 hatten.
Die Verbundenheit im christlichen Zeugnis für den Frieden mit unseren amerikanischen Freunden
und Partnern kommt auch bei dem Pastoralkolleg von Pfarrern und Pfarrerinnen aus der
Evangelischen Landeskirche Anhalts und ihrer Partnerkirche in den USA, der Pennsylvania
Southeast Conference der United Church of Christ vom 24. Januar bis 9. Februar 2003 in
Pennsylvania/USA, zum Ausdruck.
So bitten wir die Gemeinden in Pennsylvania und im Bereich der Evangelischen Landeskirche
Anhalts, in ihrem Gebet und ihrem öffentlichen Einsatz für den Frieden aus der Bindung an
das Wort unseres Herrn Jesus Christus beharrlich und deutlich zu bleiben. Jesus Christus
sagt: "Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen." (Matth. 5,9)
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