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Die Friedensgebete seien Zeichen der Hoffnung auf eine friedliche Lösung, betonte Kähler. Seiner Kirche zufolge laden derzeit mehr als 70 Gemeinden in den 18 Thüringer Kirchenkreisen regelmäßig zu Gebeten ein, um die Friedensbemühungen "mit langem Atem" zu begleiten und zu stärken.

Der sächsische Landesbischof Volker Kreß appellierte an die Kirchengemeinden, angesichts des drohenden Krieges an den Friedensgebeten "festzuhalten oder sie neu zu beginnen". Zudem solle jeder Einzelne bereit sein, seinem Friedenswillen öffentlich Ausdruck zu verleihen, erklärte Kreß in Dresden. Der Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar vor 58 Jahren erinnere an die Schrecken des Krieges und seine zerstörerischen Folgen. Die Geschichte der sächsischen Elbestadt zeige jedoch auch, "dass die Kraft der Gebete dem Frieden dient und die Gesellschaft verändert", unterstrich der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens mit Blick auf die friedliche Revolution von 1989.

Der Berlin-brandenburgische Bischof Wolfgang Huber kündigte an, gemeinsam mit Vertretern des Islams und der katholischen Kirche in einem Demonstrationsblock "Glaubende für den Frieden" an der Friedensdemonstration in Berlin teilzunehmen. Der Bischof der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen, Axel Noack, hatte bereits vor gut drei Wochen in einer gemeinsamen Erklärung mit Kirchenvertretern aus den USA die Kirchengemeinden dazu aufgerufen, sich an Protestaktionen gegen den Krieg zu beteiligen. Auch Kirchenpräsident Helge Klassohn von der Evangelischen Landeskirche Anhalts hatte an die Gemeinden appelliert, in ihrem Gebet und in ihrem öffentlichen Protest gegen den Krieg "beharrlich und deutlich" zu bleiben.


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