Signet der Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen

DAS  ERSCHEINUNGSBILD Signet
Handbuch zum Erscheinungsbild
im PDF-Format ( 1,6 MB )
DAS  SIGNET
Signet als Druckvorlage
im TIF-Format mit 300 dpi ( 160 KB )
DER  SLOGAN
Signet als Bildschirmvorlage
im JPG-Format mit 72 dpi ( 40 KB )


DAS ERSCHEINUNGSBILD

So ist unsere Kirche, die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen: vielfältig und bunt, abwechslungsreich und kreativ, einfallsreich und weitherzig. Das ist gut so. Denn das gibt dem Individualismus der Menschen, die in ihr leben und denen, die in ihr arbeiten, einen breiten Raum. Das ist schön. So können sie ihren Ideenreichtum und ihre Bereitschaft zum Engagement ausleben. Das gibt unserer Kirche, dem Leib Christi. Kraft und Zukunft.

Die Vielfalt, die uns in unserer Kirche vertraut ist und auf die wir nicht verzichten wollen, ist zugleich aber auch unser Problem. Jedenfalls dann, wenn wir uns in der Öffentlichkeit eine hörbare Stimme verschaffen und von ihr wahrgenommen werden wollen. Für die Menschen außerhalb unserer Kirche ist unser Erscheinungsbild verworren, weil wir uns oft nicht klar und eindeutig zu erkennen geben. Vor allem aber, weil wir uns als Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen mit ihren Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, mit ihren Einrichtungen und Werken nicht als gemeinsames Ganzes zeigen.

Freilich: für jeden Einzelnen - seien es die Christen einer Gemeinde, seien es außenstehende Beobachter - wird Kirche in der Hauptsache vor Ort erlebt und nicht als großes Ganzes. Aber gerade darin kann schon ein Defizit erfahren werden. Bei Vielen entsteht der Eindruck, als Christen recht einsam und allein in einer säkularen Umwelt zu leben. Und dann entsteht das Gefühl, eine Minderheit in dieser Gesellschaft zu sein. Wohl bilden wir als evangelische Christen hierzulande prozentual wohl längst keine Mehrheit mehr. Absolut aber sind wir noch immer bei weitem die größte gesellschaftliche Gruppe, die einen Werte bildenden und Werte erhaltenden Einfluß auf diese Gesellschaft hat.

Dies wird in der Öffentlichkeit kaum mehr oder nur in ungenügendem Maß wahrgenommen. Dies gilt es zu verändern, wenn wir unserem biblischen und kirchlichen Auftrag entsprechen wollen. Denn nur wer sich eine Stimme verschafft, wird auch gehört. Nur wer in Erscheinung tritt, erscheint auch. Die Kraft des Einzelnen, auch der einzelnen Gemeinde, reicht dazu oft nicht aus. Deshalb ist es gut, wenn wir als Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen - als ihre Glieder und als ihre Gemeinschaft - gemeinsam auftreten.

Das will nicht unsere oben hervorgehobene Stärke, die in der Vielfalt liegt, einschränken. Das will vielmehr die Individualität und Kreativität aller für alle nutzen und die uns daraus erwachsende Kraft bündeln.

Diese Überlegungen haben dazu geführt, als einen Schritt in diese Richtung ein einheitliches optisches Erscheinungsbild für unsere Kirche zu entwickeln. Das zu erreichen, hat sich eine Beratungsgruppe gebildet, die einen Grafiker angeregt hat, das nun vorliegende Signet und den damit verbundenen Slogan zu entwerfen. Die Kirchenleitung hat auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen, Signet und Slogan den Gemeinden und Kirchenkreisen, Einrichtungen und Werken der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen als allgemeines Logo nahezubringen und zur allgemeinen Verwendung anzubieten. Dieses Angebot gilt gleichzeitig als Einladung, dieses Logo gemeinsam zu gebrauchen und damit in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Damit sollen bisherige Gestaltungen, wie sie innerhalb unserer Kirche landauf, landab in großer Vielfalt Verwendung finden, nicht verdrängt werden. Es besteht deshalb die Möglichkeit, diese in das neue Erscheinungsbild zu integrieren. Dies kann dazu beitragen, das teilweise verworrene Bild, das die Öffentlichkeit von unserer Kirche hat, zu erhellen. So kann auch ein Beitrag dazu geleistet werden, dass die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Zukunft sowohl in der kirchlichen als auch in der nichtkirchlichen Öffentlichkeit deutlicher wahrgenommen wird als Teil am Leib Christi, der sich seines gemeinsamen Glaubens, seiner gemeinsamen Hoffnung und seinen gemeinsamen Auftrages gewiß ist.


DAS SIGNET

Kirche lebt von Ostern her. Sie lebt von, in und mit der Gewißheit der Auferstehung. Das Kreuz ist überwunden. Und mit ihm "Tod, Teufel, Sünd und Hölle". Das Kreuz ist zum Zeichen des Lebens geworden. Der auferstandene Christus hat Menschen in Bewegung gebracht. Er tut das bis heute. Und das Kreuz ist zum Zeichen geworden, unter dem ER seine Gemeinde und sie sich unter seinem Wort sammelt.

Sie tut das überall auf der Welt. Auch in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. An zahllosen Orten und in vielgestaltiger Form. Ob im Norden, Süden, Osten oder Westen unseres Kirchengebietes - überall stehen Kirchen und Gemeindehäuser, läuten Glocken und rufen zum Gebet, leben Christen und sind in ihren Gemeinden aktiv. Seit Generationen bauen Sie an dem "Schiff, das sich Gemeinde nennt". Sie tun das im Frühling, im Sommer, im Herbst und im Winter, feiern die Feste des Jahrkreises und finden Halt an dem, was im Zentrum ihres Lebens und unser aller Glaubens steht: am Kreuz, das durch Gott als ein Zeichen des überwundenen alten und des gewonnenen neuen Lebens in der Welt aufgerichtet ist.

Das Signet der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen nimmt alle diese Gedanken in seiner grafischen Gestaltung und farblichen Komposition auf. Wir finden darin ihre geografische und organisatorische Vielgliederung ebenso wieder, wie das Geschenk der Christgeburt, den Jubel des Osterfestes, die Gabe des heiligen Geistes, die Erinnerung an das Wirken Jesu und unsere Hoffnung angesichts von Trauer und Tod, die durch den Gebrauch der liturgischen Farben sichtbar werden. Der Auferstandene breitet segnend seine Arme über uns, die "Wolke der Zeugen" aus allen Jahrhunderten begegnet uns, die Saat der Verkündigung trägt vielfältig Frucht.

Kirche ist nicht ohne die Vielen, die sie leben und sie gestalten. Auch unsere nicht. Nicht ohne die Gläubigen, von denen jeder Einzelne zählt. Nicht ohne die Roten, die Grünen und die Schwarzen, die Farbigen und die Farblosen. Nicht ohne die Gruppen und Kreise. Nicht ohne die Näheren und die Ferneren. Nicht ohne die beruflichen und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nicht ohne Verkündigung, Seelsorge und Diakonie. Diese Vielfalt wird durch das Signet ebenfalls erkennbar gemacht.

Aber unsere Kirche lebt auch als Kirche in der Diaspora. Da gibt es Gemeinden, die einen engeren Zusammenhalt pflegen und solche, die diesen noch suchen. Da gibt es volle Kirchen und solche, in denen sich nur Wenige zum regelmäßigen Gebet zusammenfinden. Deshalb ist da auch noch viel Platz. Denn unsere Kirche will offen und einladend für alle sein, die ihr begegnen. Dabei wird alles zusammengehalten, weist und drängt auf den hin, der das Zentrum dieser Kirche ist: Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Der ist uns zwar nicht verfügbar. Doch in dem, was wir als Christen in Kirche und Gemeinde leben und tun, wird er den Menschen erkennbar.

Das Signet ist dabei ein modernes Signet. Es ist ein Zeichen der Kirche in unserer Zeit am Beginn des 3. Jahrtausends. Darum spricht es auch eine moderne grafische Sprache. Es sind nicht Linien, von denen es bestimmt ist, auch keine Bilder. Es ist in der kommunikativen Sprache des Computerzeitalters geschrieben. Deshalb ist es aus einer Vielzahl von Bildpunkten, sogenannten Pixeln, zusammengesetzt. Damit aber schlägt es in seiner Anmutung wiederum einen Bogen hin zu der handwerklichen Darstellungskunst der antiken Mosaike, wie sie bereits in der Zeit Jesu angewandt worden ist.

In seiner Gestalt und in seiner Form kann das Signet der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen damit heute genau das aussagen, was diese Kirche und wie diese Kirche ist: engagiert kreativ, konsequent progressiv und schön.


DER SLOGAN:   KIRCHE GEHT WEITER ...

Natürlich! Hoffentlich! Immer!
Wirklich? Aber wie? Wohin?

Gewißheit und Zweifel, Hoffnung und Enttäuschung stehen stets dicht beieinander. Das ist dem besonders bewußt, der eng mit seiner Kirche verbunden ist. Denn Kirche - das ist auch die Gemeinschaft der Gläubigen, die allesamt Menschen und deshalb auch ,allzumal Sünder" sind. So gesehen ist Zweifel angebracht. Kirche - das ist aber auch die ,Gemeinschaft der Heiligen", die unter Gottes Verheißung, unter seinem Schutz und seinem Geleit steht. Das läßt unsere Hoffnung lebendig bleiben.

Aber zunächst einmal: Kirche ist! Und sie geht. Sie geht zu den Menschen. Das ist ihre erste Aufgabe. Denn für sie ist sie da. Sie tut das mit ihrer Botschaft, dem Wort ihrer Verkündigung. Nicht nur in Person ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vielmehr vor allem in Person ihrer zahllosen Mitglieder, die das Evangelium von der Gnade und Güte Gottes, die allen Menschen gilt, mit ihrem Leben sichtbar werden lassen. Sei es in breiteren Öffentlichkeit, vor allem aber in der individuellen Begegnung mit einzelnen Menschen: Kindern und Eltern in der Familie, Männern und Frauen in der Nachbarschaft, Kolleginnen und Kollegen oder Freundinnen und Freunden in ihrer unmittelbaren Umgebung.

So ist Kirche in Bewegung. Auf die Menschen zu. Aber auch in Sorge um sie und in der Sorge für sie. In seelischen Nöten und existentiellen Ängsten, in körperlichem Leiden und geistlichem Suchen. Ihre Kraft dazu gewinnt sie aus der Zuwendung Gottes zu allen Menschen, aus der Verheißung der Gegenwart Jesu und der Überwindung allen Leidens durch ihn, aus der Fülle der Gaben des heiligen Geistes. Dieses einzigartige Geschenk gibt ihr auch die Kraft, in aller ihrer Zuwendung zum Menschen immer einen Schritt weiter zu gehen. Weiter jedenfalls als andere, die nicht aus dieser Quelle der Kraft schöpfen können. Deshalb: KIRCHE GEHT WEITER ...

Durch das Evangelium wird der Kirche, wird den Menschen, die mit der Frohen Botschaft leben, immer auch der Horizont geweitet. Über die Diesseitigkeit unseres Lebens hinaus. Nicht hin zu fernen Äonen, aber hin zu dem, was jenseits unseres begrenzten Menschenverstandes zwischen Himmel und Erde möglich und wahr ist: nämlich, dass unser Leben mehr ist, als wir unmittelbar erfahren. Und dass es Dimensionen unseres Menschseins gibt, die sich uns erst jenseits unserer irdischen Existenz und Vorstellungskraft eröffnen. Auch das ist Inhalt des Glaubens und der Verkündigung der Kirche. Und auch deshalb gilt: KIRCHE GEHT WEITER ...

Wir kennen die Geschichte der Kirche. Sie ist eine Geschichte von Anfechtungen und Anfeindungen. Eine Geschichte von Schuld und Versagen auch. Von Anbeginn bis in unsere Tage. Deshalb haben wir keinen Grund, hochmütig und selbstgerecht die Zukunft unserer Kirche zu beschwören. Wir wären aber nicht Kirche, wenn wir nicht der Verheißung Gottes und der Zusage Jesu vertrauten: ,Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt". Allein dies ist der Grund für unsere Zuversicht. Aber seinetwegen dürfen wir sie behalten! Und auch deshalb gilt: KIRCHE GEHT WEITER ...


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