D i e    L  u  t  h  e  r  r  o  s  e

Während des Aufenthaltes auf, der Veste Coburg schenkte der Kurprinz Johann Friedrich Luther ein goldenes Petschaft mit der Lutherrose. Luther hatte dieses Zeichen schon aus seinem Familienwappen entwickelt und als Sinnbild seiner Theologie gedeutet. Da das Petschaft in Nürnberg angefertigt wurde, erkundigte sich der Stadtschreiber Lazar Spengler bei Luther, ob die Arbeit gut ausgefallen sei.

Dieser schrieb ihm daraufhin einen Brief. In diesem Brief deutete Luther die Lutherrose mit folgenden Worten:

"Das erste sollte ein Kreuz sein: schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte damit ich mir selbs Erinnerung gäbe, dass der Glauben an den Gekreuzigten uns selig machet. Denn der Gerechte wird seines Glaubens leben den Glauben an den Gekreuzigten. Solch ein Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzuzeigen, dass der Glaube Freude Trost und Friede gibt, darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose stehet im himmelfarbenen Felde, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig. Und in solch Feld einen güldenen Ring, dass solch Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch küstlich über alle Freude und Güter, wie das Gold das höchste edelste und köstlichste Erz ist."

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