Biographie

geboren am 4.2.1906 in Breslau als sechstes von acht Kindern, der Vater ist der Arzt und Neurologe Prof. Dr. Karl Bonhoeffer, die Mutter Paula, geb. von Hase

1912 zieht die Familie nach Berlin in die Wangenheimstr. 47, dann 1935 endgültig in dieMarienburger Allee 43

mit 17 Jahren - 1923 - macht er Abitur und beginnt das Theologiestudium

1924 reist er nach Rom und legt 1927 - mit 21 Jahren - seine Promotion vor "Sanctorum communio - eine dogmatische Untersuchung zur Soziologie der Kirche"

1928 erstes theologisches Examen, Vikariat in der deutschen Gemeinde in Barcelona

1930 Zweites Theologisches Examen mit Habilitation "Akt und Sein - Transzendentalphilosophie und Ontologie in der Systematischen Theologie", Privatdozent in Berlin, Reise nach New York, Union Theological Seminary, 1931 Rückkehr nach Berlin, Studentenpfarrer an der Technischen Hochschule Berlin. - Jugendsekretär des "Weltbundes für Freundschaftsarbeit der Kirchen"

1932 Konfirmandengruppe in Berlin, Umzug aus dem vornehmen Grunewaldviertel in das Proletarierviertel Prenzlauer Berg, Man wählt hier kommunistisch. - Eröffnung der Charlottenburger Jugendstube, einer Einrichtung für erwerblose Jugendliche, wird 1933 von den Nazis geschlossen

1933, 1.2. Radiovortrag "Wandlungen des Führerbegriffes" (während der Übertragung durch die Senderleitung abgebrochen), im April Aufsatz "Die Kirche vor der Judenfrage", im August Flugblatt "Der Arierparagraph in der Kirche", im Oktober Pfarrer an der deutschen Gemeinde in London

1934 Oekumenische Konferenz in Fanö. Trennung der deutschen Gemeinde in London von der "Reichskirchenregierung" (Heckel)

1935 Beginn des Predigerseminars der Bekennenden Kirche erst auf dem Zingsthof, dann in Finkenwalde

1937 Polizeiliche Schließung von Finkenwalde

1938 Ausweisung aus Berlin

1939 Reise nach London und in die USA, trotz der Bitten der amerikanischen Freunde Absage, dort zu bleiben, im Juli Rückkehr nach Deutschland

1940 Nach Kontakten mit Verschwörern UK-Stellung ("Unabkömmlich") bei der "Abwehr", Kloster Ettal

1941 Reise in die Schweiz, Druck- und Veröffentlichkeitsverbot, "Unternehmen 7", Judendeportationen aus Berlin

1942 Reisen nach Norwegen, Stockholm - Treffen mit Bischof Bell - und in die Schweiz

1943 Verlobung mit Maria von Wedemeyer, im April Verhaftung wegen angeblicher Devisenaffäre in der "Abwehr", Anklage "Zersetzung der Wehrkraft"

1944 Attentat vom 20. Juli, Fund der Zossener Akten mit den Namen der unterrichteten oder an der Vorbereitung des Attentats beteiligten Personen, Fluchtplan aufgegeben, Gestapokeller Prinz-Albrecht.Straße

1945 KZ Buchenwald, 5.4. Hitlers persönlicher Vernichtungsbefehl, Schönberg, KZ Flossenbürg, Standgericht, am 9.4. hingerichtet, Bruder Klaus in Berlin und Schwager von Donanyi in Sachsenhausen getötet


Quelle: Internationale Bonhoeffer-Gesellschaft (ibg)



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