Materialien zu Luther

Folgen Sie den Spuren Luthers!

Eine Entdeckungsreise mit vielen Überraschungen!

Eisleben
Eisleben ist die Stadt seiner Geburt (1483) und seines Todes (1546). Luther charakterisiert sein Verhältnis zu Eisleben mit den Worten: „Eisleben war mein Vaterland".

Start: Luther lernt hier das Krabbeln. Der Spieler/die Spielerin mit der niedrigsten Augenzahl krabbelt los.


Mansfeld
Ein Jahr nach seiner Geburt zieht die Familie nach Mansfeld. Luther verbringt dort seine Kindheit, sein Vater Hans arbeitet im Bergbau.

Aufgabe: Luthers Vater muss im Bergwerk schwer arbeiten. Welcher Rohstoff wird hauptsächlich in Mansfeld abgebaut? Sollten Sie es nicht wissen, gehen Sie doch zu ihm untertage und schauen nach: entweder kriechen Sie einmal unter dem Spieltisch durch oder Sie müssen einmal aussetzen.


Magdeburg
Mit knapp 14 Jahren kommt Luther nach Magdeburg an die Schule der „Brüder vom gemeinsamen Leben". Später kehrt er mehrfach nach Magdeburg zurück. Bei seinem letzten Aufenthalt 1524 predigt er in der Johanniskirche. Danach werden sechs Gemeinden evangelisch.

Aufgabe: Ärgern Sie sich auch manchmal über die Kirche? Träumen Sie von einer anderen Kirche? Nennen Sie mindestens ein typisches Kennzeichen einer evangelischen Gemeinde! Fragen Sie Ihren Mitspieler/Ihre Mitspielerin links von Ihnen; kann er/sie weiterhelfen, darf er/sie fünf Felder vorrücken und Sie können in die nächste Runde weiterziehen. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie beide eine Runde lang in Magdeburg die Schulbank drücken.


Eisenach
In Eisenach besucht Luther die Pfarrschule. Er findet Unterkunft im Hause des Ratsherrn Konrad Cotta und seiner Frau Ursula. In der Georgenkirche singt er - wie später Johann Sebastian Bach - als Chorknabe.

Aufgabe: Leider hat sich der kleine Martin mit einer verpatzten Sologesangseinlage bei seinem Hausherrn Cotta Ärger eingehandelt. Er bringt nun den kompletten Text durcheinander. Dichten Sie eine vierzeilige Liedstrophe mit den Worten Luther, Cotta, Rosenbeet und Donnerwetter. Wenn es Ihnen nicht gelingt, leisten Sie doch Luther beim Auswendiglernen des richtigen Textes Gesellschaft. Dazu benötigen Sie allerdings zwei Spielrunden.


Erfurt
Erfurt ist für Luthers Entwicklung zum Reformator von großer Bedeutung. Hier studiert er an der vielleicht bedeutendsten Hochschule seiner Zeit, leistet - erschreckt durch ein furchtbares  Gewitter - das Gelübde. Mönch zu werden; 1505 tritt er ins Kloster ein und wird zwei Jahre später zum Priester geweiht.

Aufgabe: Völlig verunsichert trifft Luther in der Studentenkneipe seine Kommilitonen. Noch ganz unter dem Eindruck des Gewitters sucht er nach Worten, um ihnen seinen Entschluß, ins Kloster zu gehen, zu begründen ... Jetzt sind Sie an der Reihe. Sie erzählen Ihren Mitspielern die ganze Geschichte ohne die unterstrichenen Wörter und das Wort „und" zu benutzen: „Ich, Martin Luther,..." Hat es nicht geklappt? Dann belegen Sie doch bitte einen Rhetorikkurs an der Universität zu Erfurt und versuchen Sie in der nächsten Runde noch einmal Ihr Glück.


Wittenberg
Luther lebt 36 Jahre in Wittenberg. Mit dem Thesenanschlag gegen den Ablassmissbrauch nimmt die Reformation ihren Anfang. Der Gründer der Universität zu Wittenberg, Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen, schützt Luther später wiederholt vor päpstlichen Angriffen, und wahrt damit gleichzeitig die Eigenständigkeit seines Fürstentums gegen Machtansprüche Roms und des deutschen Reichs. In Wittenberg heiratet Luther und gründet eine Familie.

Aufgabe: Käthe ist beim Bierbrauen, das Kindermädchen wickelt die Jüngste, Luther spielt mit seinem Ältesten, da ruft Melanchthon an und möchte ein spezielles Übersetzungsproblem mit Luther diskutieren. Die Kinder verstehen nun nur noch „Bahnhof': Warum ? Aus welcher Sprache übersetzte Luther mit seinen Mitarbeitern das Alte Testament ins Deutsche? Falls Sie die Frage richtig beantworten, dürfen Sie fünf Felder weitergehen.


Leipzig
In Leipzig findet 1519 Luthers Streitgespräch mit Johann Eck, dem glühenden Verfechter der katholischen Theologie statt.

Aufgabe: Sie diskutieren gern? Für einen Moment sind Sie Martin Luther! Ihr Spielpartner fordert die Abschaffung der Sozialhilfe. Sie halten dagegen! Sie haben 90 Sekunden Zeit, das Publikum für Ihre Sache zu gewinnen. Argumentierte Ihr Kontrahent überzeugender? Dann muß das Glück Ihnen helfen! Erst weiterrücken, wenn Sie eine 1 gewürfelt haben.


Worms
Luther steht 1521 vor dem Reichstag zu Worms, um sein Handeln zu verantworten. Er widerruft seine Bücher und Schriften nicht.

Aufgabe: Beantworten Sie die erste Frage im Test „Sind Sie ein Luthertyp?" Haben Sie im Sinne Luthers geantwortet, dann gehen Sie drei Felder weiter, lagen Sie daneben, müssen Sie eine Runde aussetzen.


Wartburg
Um Luther vor Verfolgung zu schützen, lässt Friedrich der Weise ihn heimlich auf die Wartburg bringen. Luther übersetzt dort in nur elf Wochen das Neue Testament (Septembertestament).

Aufgabe: Dass dieser Mönch so flink sein kann! Mal sehen, ob Sie genauso fit sind: Nennen Sie schnell eine Redewendung aus dem Septembertestament, die man auch heute noch benutzt. Ansonsten müssen Sie leider zuerst das Sportabzeichen machen und nach Worms zurücklaufen (Sie müssen Worms nicht mit genauer Augenzahl erreichen).


Coburg
Als auf dem Augsburger Reichstag von 1530 die religiöse Frage entschieden werden soll, muss der geächtete Luther an der Grenze Sachsens zurückbleiben. Er bezieht auf der Veste Coburg Quartier. In Augsburg rechtfertigt Luthers Mitstreiter Philipp Melanchthon die Evangelischen mit seiner „Confessio Augustana".

Aufgabe: Gar nicht nett von Kaiser Karl, mit seinem Reichsbann Luther außen vor zu lassen. Um sich abzulenken, geht Luther in einen Wald, legt sich vor einen Ameisenhügel und beginnt, Ameisen zu zählen. Bruder Gabriel kommt vorbei. Wie rechtfertigen Sie als Luther, dass das Zählen von Ameisen durchaus Sinn macht? Gelingt es Ihnen nicht, Bruder Gabriel zu überzeugen? Dann ignorieren Sie ihn einfach, legen sich wieder auf den Boden und zählen hundert weitere Ameisen. Dazu brauchen Sie zwei Runden.


Nürnberg
In Nürnberg wird Luthers Wirken besonders deutlich. Als erste der freien Reichsstädte führt sie 1524/25 die Reformation ein. Einen ganz eigenen Anteil an der Verbreitung des Gedankenguts Luthers haben dessen Liedtexte, die er auf Gassenhauermelodien dichtet.

Aufgabe: So, jetzt sind Sie dran: Dichten Sie zur Melodie von „Ja, so warn's die alten Rittersleut"' oder „Das Wandern ist des Müllers Lust" einen Text über Luther und die Reformation. Sie haben zwei Minuten Zeit. Falls es nicht klappen sollte, gehen Sie doch eine halbe Stunde spazieren (und damit zwei Felder zurück) und üben noch ein bißchen.


Augsburg
In Augsburg fanden viele wichtige Reichstage statt. Hier wird Luther 1518 von Kardinal Cajetan wegen seines Thesenanschlags verhört. Nach Luthers Tod wird Augsburg nochmals zum historischen Schauplatz: Mit dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 wird der evangelische Glaube anerkannt.

Aufgabe: Endlich Friede! Verschiedene Auffassungen in Glaubensdingen sind kein Grund aufeinander zu schießen! Soviel Einsicht ist Grund genug für eine Feier. Unter Ihren Gästen sind einige wundersame Gestalten mit mittelalterlichen Kostümen, die behaupten, Freunde und Wegbegleiter Luthers zu sein. Sie spielen das Spiel mit und reden diese Gäste mit ihrem mittelalterlichen Namen an. Nennen Sie wenigstens drei bei ihrem Namen. (Sie haben sie zum Teil während des Spiels kennengelernt). Sie erkennen Sie nicht? Als schlechter Gastgeber müssen Sie zurück zur Veste Coburg. Dort treffen Sie im übrigen auf einen der Wegbegleiter Luthers ...




Spielregeln

1. Mitspielen können 2-4 Personen. Bei einer höheren Teilnehmerzahl bietet es sich an, Paare zu bilden. Benutzen Sie Spielfiguren aus Ihrer Spielesammlung:

2. Wer die niedrigste Augenzahl würfelt, beginnt.

3. Vom Startpunkt aus zieht jeder Spieler/jede Spielerin die gewürfelte Augenzahl. Kommt jemand auf ein Stationsfeld (Farbe rot), muß er/sie die zu der betreffenden Stadt gehörige Aufgabe bewältigen.

4. Im Zweifelsfall entscheidet eine Abstimmung unter den Mitspielern, ob die Aufgabe ausreichend gelöst wurde oder nicht.

5. Wird die Aufgabe nicht gelöst, müssen Zusatzaufgaben erfüllt werden.

6. Treffen zwei SpielerInnen auf dasselbe Stationsfeld, so sollen sie - wenn möglich - die gestellte Aufgabe auf unterschiedliche Weise lösen.
7. Sonderfelder (Farbe Rot): Diese dürfen nicht übersprungen werden. Es wird so lange gewürfelt, bis man sie mit genauer Augenzahl erreicht.

8. Bei Sonderfeld „Esel "muss der Spieler/die Spielerin vor der Bergüberquerung auf die nachfolgende Person warten, da der Eselsritt durchs Hochgebirge aus Sicherheitsgründen nur zu zweit unternommen werden darf. Lediglich der letzte Spieler/ die letzte Spielerin kann sich - wenn nötig - allein auf die Gebirgstour begeben.

9. Bei Sonderfeld „Brücke" ist eine 1 zu würfeln, um über die Brücke zu gelangen, da diese baufällig ist und nur langsam befahren werden darf.

10. Gewonnen hat, wer zuerst am Ziel in Augsburg ankommt und die Endaufgabe bewältigen kann.


>> Download des Spielplans als pdf-Datei (1,2 MB)
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© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart



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