Kreuzzug für das Klima - Christen fordern die Energiewende
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Mitte Dezember tagt in Kopenhagen die Weltklimakonferenz. Wird es gelingen, die Erderwärmung zu stoppen? Welche Rolle übernimmt dabei Deutschland, zum Beispiel mit dem Ausbau neuer Kraftwerke? Zur Diskussion steht unter anderem mit dem Braunkohlekraftwerk Niederaußem - einer der größten CO2-Produzenten der Welt - ein besonders mächtiger Klimakiller.
Hans Stenzel, ehemaliger Bergbauingenieur, koordiniert in den Kirchengemeinden zwischen Köln und Aachen die Initiativen gegen den weiteren Ausbau der Kohlekraft im rheinischen Braunkohlerevier. Der Kirchenkreis geht mit gutem Beispiel voran und setzt seit Jahren auf erneuerbare Energien auf Wind- und Solarenergie und hocheffiziente Blockkraftwerke. Doch in der Region wird heftig gestritten, weil die Befürworter des Braunkohleabbaus auf neue Arbeitsplätze hoffen.
Die Macht der Stromkonzerne zu brechen, das ist auch das Ziel des Arztes Michael Sladek aus Schönau im Schwarzwald. Als der lokale Energieanbieter sich nicht auf Ökostrom umstellen wollte, kaufte seine Initiative unter großer Bürgerbeteiligung 1994 kurzerhand das Energieversorgungsunternehmen. Inzwischen organisiert sich der Widerstand gegen die Kohlekraft bundesweit, fast 80 Initiativen aus Kirchen und ökologischen Gruppen haben sich zur „Klima-Allianz" zusammengeschlossen. Filmautor Heinz Greuling begleitet die Menschen, die ihren Glauben politisch verstehen, und zeichnet damit ein überraschendes Bild der evangelischen Kirche - und einer möglichen Energiewende.
ARD, 18. November 2009, 00:00 – 00:45 Uhr

