Nah dran: Putzen, trösten, kämpfen. Ingrid und ihr Trupp
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Beim ersten Mal weiß sie nie, was sie hinter einer Tür erwartet, an der sie klingelt - aber oft ist es das reine Chaos, denn Ingrid Trogisch ist unterwegs für die Geraer Nachbarschaftshilfe.
Die Vereinsvorsitzende und ihre Mitstreiter helfen, wenn die Fachleute vom Sozialamt nicht mehr weiterwissen. Die freiwilligen Helfer besuchen Menschen, die keine Amtspersonen in ihre Wohnung lassen: Arme, Arbeitslose und Verzweifelte. Denen helfen sie beim Entmüllen ihrer Wohnung, erklären Formulare, begleiten sie zu Terminen und besorgen gebrauchte Möbel. Das Besondere: Die Helfer haben am eigenen Leib erlebt, was es heißt, ziemlich am Ende zu sein. Auch sie haben die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn es nicht mehr weitergeht. Ingrid Trogisch hat hinter sich, was man ein wechselhaftes Leben nennt: Das Auf und Ab nach der Wende, Arbeitslosigkeit und drohender Absturz. Aber sie hat es geschafft, sich aufzuraffen und hat andere mitgezogen. Sie wollen nicht "die Starken" sein, die "den Armen" und "Schwachen" helfen. Aber wie funktioniert das? Was machen Ingrid Trogisch und ihr Team besser als die Profis beim Sozialamt? Wo ist die Grenze dieser Hilfe zur Selbsthilfe?
Wiederholung: 6. Dezember 2009, 8:00 Uhr
MDR, 3. Dezember 2009, 22:35 Uhr

