„Stille Nacht an allen Fronten“ (Dokumentation)
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Wohl selten war die Sehnsucht nach "Friede auf Erden" berechtigter als an Weihnachten 1944. Das letzte Weihnachtsfest im Zweiten Weltkrieg stand an der Schwelle zum Frieden und war aber erfüllt von Leid, Trauer und Heimweh. Doch mancherorts hielt die Welt an diesem Tag für Momente der Versöhnung und des Trostes inne. Der 18-jährige Joseph Schröder rettete inmitten der Ardennenschlacht gemeinsam mit einem gegnerischen Soldaten ein neugeborenes Baby. Den jüdischen Jungen György Válas bewahrte die Ankunft der Roten Armee in Budapest am 24. Dezember vor der Erschießung durch ungarische Nationalsozialisten. Doch es gab auch schreckliche Momente: Das hessische Bauerndorf Bellersheim wurde an diesem Tag Ziel eines alliierten Luftangriffs. Die Häftlinge des KZ Flossenbürg mussten am Heiligen Abend erleben, wie sechs Mitgefangene im Schein eines Weihnachtsbaums gehenkt wurden.
In einer historischen Momentaufnahme dokumentiert der Film "'Stille Nacht an allen Fronten'" den Weihnachtstag des Jahres 1944an unterschiedlichen Schauplätzen in ganz Europa. Filmdokumente aus Archiven in aller Welt spiegeln die besondere Atmosphäre jener Tage. Im Interview erinnern sich prominente Zeitzeugen wie Hans-Dietrich Genscher, Rolf Schimpf und Jutta Limbach zurück.
3Sat, 21. Dezember 2009, 20:15 Uhr (90 Min.)
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