Näher am Himmel – Der Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche

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Am 14. Februar 1945 stürzt die Frauenkirche, das Wahrzeichen des Dresdener Neumarktes, in sich zusammen. Bis zur Unkenntlichkeit verbrennen das prachtvolle Turmkreuz, der Altar, die Silbermannorgel und die Glocken. Bis 1993 mahnen die Ruinen an die Schrecken des Krieges. Es bleiben die Erinnerungen der Dresdener an die Seele ihrer Stadt, wie sie die Kirche nennen. Doch dann fällt die die sächsische Landessynode 1991 die Entscheidung zum Wiederaufbau. Die Kirche mit denselben Mitteln und Methoden wie damals möglichst originalgetreu zu errichten, gilt als die größte Herausforderung für die neuen Bauherren.

Die Steine des Trümmerberges werden Stück für Stück abgetragen, katalogisiert, um sie wieder verwenden zu können. Nicht selten staunen die Bauleute über das technische Vermögen der Handwerker, die das Bauwerk von 1726 bis 1743 errichteten. Der Baumeister George Bähr hatte die Kirche damals ohne genaue statische Berechnungen erbauen lassen. Noch nie zuvor war eine Steinkuppel gebaut worden, die sich selbst trug. Viele prophezeiten, das Bauwerk werde in sich zusammenfallen. George Bähr fand wenig Unterstützung für sein Projekt, er starb verarmt und verzweifelt. Kein einziges Bild existiert von diesem genialen Baumeister. Es waren andere, die sein Werk vollendeten.

Der Wiederaufbau dauert nun nahezu ebenso lange wie der Bau damals. Vor allem die Finanzierung machte den neuen Bauherren immer wieder zu schaffen. Der originalgetreue Aufbau verschlang mehr Geld, als ursprünglich geplant. Doch am Ende steht ein kleines Wunder, das historische Brücken schlägt, das zum Frieden mahnt. Längst ist die wiedererstandene Frauenkirche zum neuen Symbol Dresdens geworden.

Arte, Sonntag, 03. Januar 2010, 12:55 – 14:00 Uhr

www.arte.tv



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