Beten ohne Moneten - Der Streit um die Kirchensteuer (Reportage)

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Dieser Streit könnte das Ende der Kirchensteuer einläuten: Hartmut Zapp, ehemaliger Professor für Kirchenrecht, ist aus der Kirche ausgetreten - aber nur formal, denn er nennt sich weiter einen gläubigen Christen, will aber für die Kirche als "Körperschaft des öffentlichen Rechts" keine Steuern mehr zahlen. Spitzfindig? Nein, dahinter verbirgt sich Sprengstoff. Hartmut Zapp will weiter beten und die Kommunion empfangen. Doch das verweigert ihm jetzt sein Bischof: entweder ganz raus - oder ganz drinnen. Denn wer austritt und keine Kirchensteuer mehr zahlt, der gehört auch nicht mehr in die Kirche. Nun sieht der Vatikan das aber anders. Für Rom zählt ein formaler Austritt beim Amtsgericht nicht. Der Vatikan und die deutschen Bischöfe sind sich wieder einmal nicht einig. Was also nun? Ist das Seelenheil von der Steuer abhängig? Kann man sich Christ nennen und doch austreten? Nun werden staatliche Gerichte über die Kirchensteuer befinden - Ausgang offen. Sollte aber das Beispiel von Hartmut Zapp Nachahmer finden, könnte dies den Anfang vom Ende der Kirchensteuer bedeuten, die der Staat für die beiden Kirchen einzieht. Dann wären die Kirchen gezwungen, ähnlich wie in anderen Ländern, sich über private Spenden zu finanzieren. Müssen die Kirchen nun ihr gesamtes Finanzierungsmodell umkrempeln? Was aber bedeutet das für die Gesellschaft?

HR, 20.02. 16:30 – 17:00 Uhr



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