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EKD-Newsletter Nr. 343, 15. Januar 2010ISSN 1616-0304 |
InhaltKirchenpolitik
DiakonieAus der VELKDKultur
Worte zum TagKirchenpolitikEKD-Auslandsbischof entsetzt über Morde an Kopten
Im ägyptischen Nag Hammadi sind sieben koptische Christen im Anschluss an einen Gottesdienst ermordet worden. Bischof Martin Schindehütte ist entsetzt über die Morde und schärft ein, dass politische und soziale Spannung niemals religiös ausgenutzt werden sollten. Schindehütte warnte davor, die Motivation der Gewalttat vorschnell als „Verfolgung“ von Christen zu bewerten, denn es sei nicht sicher zu sagen, ob es sich um eine vordringlich religiös motivierte Gewalttat handele.
http://www.ekd.de/presse/pm7_2010_mord_kopten.html Streit um Afghanistan
Die Neujahrspredigt der Vorsitzenden des Rates der EKD, Landesbischöfin Margot Käßmann, haben eine breite Diskussion über Sinn, Zweck und Ziel des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan ausgelöst. Viele leitende Geistliche der EKD stimmten der Ratsvorsitzenden zu. Große Aufmerksam fand das spontane Treffen Käßmanns mit Verteidigungsminister zu Guttenberg. Anders als manche Medienleute in den ersten Tagen, nehmen immer mehr Menschen zur Kenntnis, was die Bischöfin wirklich gesagt hat. Um Afghanistan geht es auch in der kirchlichen TV-Talskow „Tacheles“ mit EKD-Militärbischof Martin Dutzmann und Peter Scholl-Latour und anderen. Sie wird an den beiden kommenden Sonntagen, am 17. und 24. Januar ausgestrahlt.
http://www.ekd.de/presse/pm11_2010_treffen_rv_guttenberg.html Kirchen und CDU vereinbaren enge Zusammenarbeit
Die beiden großen Kirchen und die CDU haben eine "besonders enge Zusammenarbeit" vereinbart. Am Donnerstagabend war der Parteivorstand mit der Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischöfin Margot Käßmann, und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch zusammengetroffen. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bezeichnete das Gespräch als gut und äußerst vertrauensvoll. Es habe sich gezeigt, dass "die beiden großen Volkskirchen und die CDU das Anliegen teilen, das Bewusstsein für die christlichen Grundlagen der freiheitlichen Demokratie und der Sozialen Marktwirtschaft zu stärken". Margot Käßmann sagte, dass die Kirchen die Politiker in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung bestärken wollten. Auch schwierigen Fragen sollten sie sich unverzagt stellen. Dazu ermutige die Jahreslosung: "Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an Jesus Christus." Zollitsch betonte die Bedeutung des "C" im Parteinamen. Es sei wichtig, dass sich die CDU auch in Zukunft zum christlichen Menschenbild als Grundlage und Kompass ihrer Politik bekenne.
http://www.ekd.de/presse/pm14_2010_cdu_volkskirchen.html DiakonieBeten und Spenden für die Menschen auf Haiti
Die EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischöfin Margot Käßmann, zeigte sich tief erschüttert über die hohe Zahl der Opfer des Erdbebens auf Haiti. „Eine Zerstörung solchen Ausmaßes ist erschreckend. Ich bete für die vielen Menschen auf Haiti, die von Leid, Zerstörung und dem Verlust von Menschen betroffen sind“, sagte die Ratsvorsitzende. „Es ist eine Tragödie, dass diese Katastrophe eines der ärmsten Länder dieser Erde trifft. Den Menschen dort gilt mein ganzes Mitgefühl“, so Käßmann weiter. Der stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, unterstrich die Notwendigkeit schneller Nothilfe und späterer Aufbauhilfe. Er zeigte sich von der großen Hilfsbereitschaft der Bundesbürger überzeugt. Für die katastrophalen Folgen des Erdbebens in Haiti machte er die schlechte Infrastruktur und die große Armut mit verantwortlich. "Die Diktatoren und die Ausbeutung des Volkes in der Vergangenheit sowie die militärischen Interventionen der Vereinigten Staaten haben mit dazu beigetragen, dass es eine derart schwache Infrastruktur in Haiti gibt", sagte er.
http://www.ekd.de/presse/pm13_2010_haiti.html Aus der VELKDDie Visitation – eine kirchliche Kernaufgabe
Visitation – so nennt man seit der Zeit Luthers ein Verfahren der Qualitätssicherung gemeindlicher Arbeit in der evangelischen Kirche. Und weil alle Verfahren hat auch sich die Visitation im Lauf der Zeit gewandelt. Aber wird sie heute noch den aktuellen Herausforderungen an die kirchliche Praxis gerecht? Diese und andere Frage standen im Mittelpunkt eines Fachgesprächs, das anlässlich der neu erschienen Studie „Die Visitation“ des Theologischen Ausschusses der VELKD am 11. Januar 2010 in der Ludwig-Maximilians-Universität in München stattfand. Unter der Überschrift „Die Visitation: zukunftstauglich oder verstaubt?“ diskutierten Experten und Gäste aus theologischer Lehre und Praxis, darunter die Vorsitzende des Theologischen Ausschusses, Prof. Dr. Dorothea Wendebourg, und der Leitende Bischof der VELKD, Landesbsichof Dr. Johannes Friedrich, die Möglichkeiten einer zeitgemäßen Ausgestaltung der Visitation.
http://www.velkd.de/velkd-pressemitteilung-vom11-01-2010.php KulturSt. Michael - Die "Gottesburg" von Hildesheim feiert
Eine der bedeutendsten Kirchen Norddeutschlands feiert heute ihren 1.000 Geburtstag. Am offiziellen Festakt nehmen neben Bundespräsident Horst Köhler und Landesbischöfin Margot Käßmann auch der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann teil. Die Schüler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum verbinden Dom und Michaeliskirche mit einer sechshundert Meter langen, beschrifteten und bemalten Stoffbahn, und die Kirche selbst ist frisch restauriert. Dom wie auch Michaeliskirche gehören zum Weltkulturerbe der Unesco, wobei mit dieser ehrenvollen Auszeichnung auch die Leistung des Wiederaufbaus nach dem Krieg gewürdigt wurde. Hildesheim leuchtet in diesen Tagen. Und nicht nur Bernwards Gottesburgen, die ganze, nach nahezu kompletter Kriegszerstörung wieder auferstandene Stadt zeugt davon, dass Glaube dann doch Berge versetzen kann. Der NDR überträgt den Festakt live im Internet (ab etwa 13.55 Uhr).
http://www.ekd.de/aktuell/68584.html „Komm zur Ruhr“: 100.000 Menschen auf Zeche Zollverein
Rund 100.000 Menschen haben trotz Schnee und klirrender Kälte am vergangenen Wochenende begeistert die Eröffnung des europäischen Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 auf der Zeche Zollverein in Essen gefeiert. Offizieller Start war ein Open-Air-Festakt am Samstagnachmittag mit vielen Ehrengästen, darunter Bundespräsident Horst Köhler und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Mit dem Ruhrgebiet ist erstmals eine ganze Region Kulturhauptstadt Europas. Unter dem Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" will sich das Ruhrgebiet in diesem Jahr als ehemalige Kohle- und Stahlregion auf dem Weg zur europäischen Kulturmetropole präsentieren. Das offizielle Programm umfasst 300 Projekte mit insgesamt 2.500 Einzelveranstaltungen.
http://www.ekd.de/aktuell/68492.html Worte zum TagWorte zum Tag Die erste Frage soll nicht sein: Was kann ich von meinem Nächsten erwarten? sondern: Was kann der Nächste von mir erwarten? Friedrich von Bodelschwingh (1831 – 1910), dt. Pastor Feedback
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