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EKD-Newsletter Nr. 353, 18. Mai 2010ISSN 1616-0304 |
InhaltReligion
MedienAus der VELKDKulturReformprozessStiftungenWorte zum TagReligionÖkumenischer Kirchentag in München
Am vergangenen Sonntag ging der 2. Ökumenische Kirchentag in München zu Ende. Mehr als 130.000 Dauerteilnehmer waren dabei und trotzten dem teilwiese sehr bescheidenen Regenwetter. Am Freitagabend fand eine orthodoxe Mahlfeier mit etwa 20.000 Teilnehmern auf dem Odeonsplatz statt. Der amtierende Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider bezeichnete diese später als „gute Vorspeise“ und mahnte gleichzeitig aber besonders für die konfessionsverbinden Ehen zwischen evangelischen und katholische Christen eine Lösung in der Abendmahlsfrage an. Gleichzeitig freute sich Schneider über die Zusage des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, sich für ein neues gemeinsames Sozialwort der beiden Kirchen stark zu machen. Die Präses der Synode der EKD, Katrin Göring-Eckardt, setzte sich bei einem Gedenkgottesdienst im ehemaligen Konzentrationslager Dachau dafür ein, jeder „Schlussstrich-Rhetorik“ entgegenzutreten.
http://www.evangelisch.de/themen/religion/die-%C3%B6kumene-in-deutschland-ist-wetterfest17889 „Kleines Ökumenisches Stundengebet“ auf dem Ökumenischen Kirchentag
Auch wenn es für das Abendmahl noch nicht verwirklicht ist – ein Stundengebet lässt sich ohne Einschränkungen von Christen aller Konfessionen gemeinsam feiern. Das zeigte das „Kleine Ökumenische Stundengebet“, das die VELKD und ihr Liturgiewissenschaftliches Institut in Leipzig in Kooperation mit anderen Partnern aus der Ökumene auf dem 2. ÖKT in München gestaltet hat. In der Dreifaltigkeitskirche in der Münchner Innenstadt fanden vom 13. Bis 15. Mai jeweils vier Tagzeitengottesdienste statt: Bereits zum Morgenlob (8.00 Uhr) war die Kirche gut besucht und dieser Trend blieb erfreulicherweise für die gesamte Dauer der Gebetsreihe konstant. Die Initiative versteht sich als Beitrag zu dem Ziel „Gemeinsam Kirche sein“ und mit der Feier des Stundengebets als ,kleinen Gottesdienst zwischendurch‘ praktisch zeigen, wie dies im ökumenischen Miteinander verwirklicht werden kann.
http://www.velkd.de/OEKT_2010.php Diakon Peter Hepp: Halleluja mit Herz und Händen
Peter Hepp ist von Geburt an taub und als Erwachsener aufgrund der Augenkrankheit "Usher-Syndrom" fast erblindet. Im Bereich des Gehörlosen- und Blindenwesens ist er durch ehrenamtliche Tätigkeiten für andere Betroffene bekannt. Er hält Vorträge bei Kommunikationsforen, in Fachhochschulen und Einrichtungen und veröffentlicht Artikel in Fachzeitschriften. Viele Betroffene, die ihn kennen, schätzen seinen Rat, seine Seelsorge und Hilfe. Menschen, die durch Hör- und Sehbehinderung betroffen sind, sowie ihre Angehörigen können seinen seelsorgerlichen Dienst und seine lebenspraktische Begleitung in Anspruch nehmen. Peter Hepp beherrscht Kommunikationsformen zum direkten Kommunizieren mit Betroffenen. Seit September 2002 ist der Diakon hauptamtlich als Seelsorger für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit in der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München hat er am vergangenen Samstag eine Bibelarbeit gehalten.
http://www.ekd.de/aktuell/70381.html MedienEvangelischer Internetpreis „WebFish“ verliehen
Die Präses der Synode der EKD, Katrin Göring-Eckardt, hat bei der Verleihung des EKD-Internet-Preises "WebFish" zu einer stärkeren Präsenz der evangelischen Kirche im Internet aufgerufen. "Für immer mehr Menschen ist das Internet das Medium, das den ersten Kontakt mit der Kirche herstellt", sagte die Bundestagsvizepräsidentin auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München. Das Evangelium müsse im Internet jedoch entsprechend aufbereitet sein. Einfach lange Texte auf Internetseiten zu präsentieren, reiche nicht, sagte Göring-Eckardt. Stattdessen halte sie interaktive Websites für geeignet. "Es sollte jede Kirchgemeinde einen ansprechenden Internetauftritt haben", sagte sie. Es müsse aber auch klar sein, dass das eigentliche Leben nicht im Internet stattfinde.
http://www.ekd.de/vortraege/goering-eckardt/100514_kge_oekt_webfish_verleihung.html Aus der VELKDPublikation zur Ökumene-Arbeit der VELKD
Unter dem Titel „Begegnung und Dialog“ hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) eine zweisprachige Broschüre (deutsch/englisch) herausgegeben, die die ökumenischen Grundlagen und Ziele ihrer Arbeit beschreibt. Diese werden in drei Kapiteln – Theologische Grundlagen und Ziele, Gemeinschaft und Dialoge, Strukturen und Aufgabenbereiche – ausgeführt. Die VELKD pflegt über ihre Unit Ökumene den interkonfessionellen Dialog und die Beziehungen zu den lutherischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Lateinamerika. Hinzu kommen die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) sowie die Förderung von ökumenischen Projekten auf nationaler und internationaler Ebene.
http://www.velkd.de/downloads/Begegnung.pdf KulturEvangelischer Buchpreis für Marlene Röder
Die 27-Jährige Jugendbuch-Autorin Marlene Röder erhält für ihr Buch "Zebraland" am 19. Mai in Wuppertal den mit 5.000 € dotierten Evangelischen Buchpreis. In "Zebraland" erzählt sie eine vordergründig spannende Geschichte, die voller Symbolik steckt, mit Anspielungen auf die Zehn Gebote und biblische Geschichten. Es geht es um vier Jugendliche, die in einen tödlichen Autounfall verwickelt werden. Das Buch durchzieht die Frage, wie sie mit der Schuld umgehen. Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 in unterschiedlichen Sparten verliehen, seit 1998 im Wechsel für Kinder- oder Jugendliteratur und Prosa für Erwachsene. Er ist ein Leserpreis, dessen Auswahl ausschließlich auf Vorschlägen von Leserinnen und Lesern beruht.
http://www.ekd.de/aktuell/70540.html ReformprozessPfingstwerkstatt ist Projekt des Monats Mai bei „Kirche im Aufbruch“
Nur die Hälfte der Deutschen weiß über die pfingstliche Verwandlung der Jünger Auskunft zu geben. „Die Ausgießung des Heiligen Geistes“, sagen mehr als 40 Prozent der Befragten. Aber was heißt das eigentlich? Wie macht sich dieser Geist in unserem Leben bemerkbar? Die Jugendkirche Stuttgart hat einen ganz eigenen, ungewöhnlichen Zugang zu dieser Frage gefunden. Sie fragt: „Wie können wir mit den Energien der Geistkraft in einen kreativen Prozess gelangen?“ Zur Beschäftigung mit dieser Frage findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal eine Pfingstwerkstatt in der Stuttgarter Jugendkirche statt. Drei Tage lang ist das „Atelier Kirchenraum“ geöffnet.
http://www.ekd.de/aktuell/70530.html Stiftungen
Ettersburger Peternell-Orgel:
"Was nun den Ton der sämmtlichen Stimmen anlangt, so wird von jedem Orgelspieler nur das günstigste Urtheil darüber gefällt werden können. Vor allem ist die Wirkung der sanften Stimmen reizend zu nennen." Dieses schwärmerische "Urtheil" aus der Feder des Orgelsachverständigen J.G.Töpfer stammt aus dem Jahr 1865; Objekt der Begeisterung ist das Instrument, das die Stiftung Orgelklang zur "Orgel des Monats Mai" gewählt hat: die Ettersburger Peternell-Orgel. Seit März erhält die Ettersburger Orgel die dringend notwendige Sanierung; die Stiftung Orgelklang unterstützt dies mit 8000 Euro. Sobald das Instrument seine ursprüngliche Klangfülle zurückerhalten hat, steht es auch für Konzerte zur Verfügung sowie für Unterricht und Prüfungen der Musikhochschule Weimar. Am 3. Juli 2011 wird die Einweihung erfolgen.
http://www.ekd.de/presse/pm102_2010_orgel_des_monats_mai.html Worte zum TagWorte zum Tag Die höchste Freude: sie ist unabhängig von äußeren Verhältnissen, denn sie hat ihre unversiegbare Quelle in Gott.
Eva von Tiele-Winckler (1866 – 1930), Diakonisse und Angehörige der Inneren Mission Feedback
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