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EKD-Newsletter Nr. 358, 05. Juli 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Ausland

Medien

Bildung

Diakonie

Aus der VELKD

Kultur

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

"Sehnsucht nach Kontinuität, Orientierung und Gerechtigkeit"
EKD-Ratsvorsitzender gratuliert Christian Wulff

EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider

Der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, hat Christian Wulff nach dessen Wahl zum neuen Bundespräsidenten gratuliert. In seinem Schreiben wünschte Schneider dem neuen Staatsoberhaupt Gottes Segen und übermittelte die Glückwünsche des Rates der EKD. Außerdem verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich Wulff in seiner Amtsführung stets von Gottes Wort getragen wisse. Vor der Bundesversammlung hatte es am Morgen in Berlin einen ökumenischen Gottesdienst gegeben, in dem Prälat Bernhard Felmberg, der Bevollmächtigte des Rates der EKD, eine vielbeachtete Predigt gehalten hatte.

http://www.ekd.de/presse/71216.html
http://www.ekd.de/presse/pm139_2010_gottesdienst_bundesversammlung.html
http://www.ekd.de/aktuell/71176.html

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Viel Prominenz beim EKD-Johannisempfang

Gendarmenmarkt, Berlin

Das politische Berlin traf sich am 1. Juli 2010 zum traditionellen Johannisempfang der EKD am Berliner Gendarmenmarkt.
Der EKD-Ratsvorsitzende ging in seinem Vortrag der Frage „Wie lernen Gesellschaften“ nach. Darin skizzierte Nikolaus Schneider die großen Herausforderungen der Zeit und identifizierte fünf Merkmale lernender Gesellschaften. Am Ende kam, aus aktuellem Anlass, auch Johannes Calvin zur Geltung: Schneider bezog ein Zitat des Reformators auf Maradona und die Hand Gottes.

http://www.ekd.de/fotostrecken/71209.html
http://www.ekd.de/presse/pm143_2010_rv_johannisempfang.html
http://www.ekd.de/aktuell/71204.html
http://www.ekd.de/vortraege/2010/100701_schneider_johannisempfang.html

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Stellungnahme der EKD zum BGH-Urteil zur Sterbehilfe
"Stärkung des Patientenwillens und größere Rechtssicherheit"

Sonnenblume, Kreuz, Kerze

Die EKD begrüßt in einer Stellungnahme zum Sterbehilfe-Urteil des Bundesgerichtshofs die Entscheidung. Dadurch werde das Recht des Patienten und die Rechtssicherheit für Ärzte, Pflegepersonal und Angehörige gestärkt. „Nach Auffassung der christlichen Ethik gibt es keine Verpflichtung des Menschen zur Lebensverlängerung um jeden Preis und auch kein ethisches Gebot, die therapeutischen Möglichkeiten der Medizin bis zum Letzten auszuschöpfen“, teilte die EKD in Hannover mit. Zugleich stellte sie aber klar, dass die gezielte Tötung eines Menschen in der letzten Lebensphase aus christlicher Sicht nicht vertretbar ist, auch wenn sie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin erfolgt.

http://www.ekd.de/presse/pm134_2010_bgh_urteil_sterbehilfe.html

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Gipfel der Weltreligionen: Lücke zwischen Reich und Arm schließen

World Religion Summit

Mehr als 70 Vertreter der Weltreligionen haben die Staats- und Regierungschefs der G-8- und G-20-Staaten aufgerufen, sich mehr im Kampf gegen die weltweite Armut zu engagieren. Nötig seien strukturelle Veränderungen, "damit die wachsende Lücke zwischen Reich und Arm geschlossen werden kann", heißt es im Abschlussdokument des dreitägigen "World Religions Summit 2010" im kanadischen Winnipeg. Das Papier wurde von der EKD verbreitet. Weiter wurde ein mutiger Einsatz für den globalen Klimaschutz und die nukleare Abrüstung gefordert. Führende Persönlichkeiten der Religionsgemeinschaften plädierten für zukunftsorientierte politische Entscheidungen, die das globale Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen. Sie forderten die Regierungschefs auf, "die ökologische Nachhaltigkeit vorrangig zu behandeln, das bedrohliche Fortschreiten des Klimawandels zu stoppen, das durch uns verursacht ist, aber die stärksten Auswirkungen auf die Armen hat." Zudem sollen sie in den Frieden investieren und Faktoren beseitigen, die den Kreislauf von Gewalt und einen "kostspieligen Militarismus" fördern.

http://www.ekd.de/presse/71141.html
http://www.ekd.de/aktuell/71139.html
http://www.faithchallengeg8.com/

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Ausland

EKD plant Engagement für pakistanische Christen

Bishof Samuel R. Azariah, Pakistan

Der pakistanische Bischof Samuel Robert Azariah hat die westlichen Kirchen und Regierungen um Unterstützung gebeten. Christen und andere religiöse Minderheiten seien in seiner Heimat massiver Diskriminierung ausgesetzt, beklagte der leitende Geistliche der protestantischen und anglikanischen Kirchen in Pakistan. Zu schaffen mache den Christen unter anderem ein mehrfach verschärftes Gesetz zur Gotteslästerung. "Muslime missbrauchen das Gesetz zu ihrem Vorteil, um Leute auszuschalten." In Hannover sprach Azariah mit Bischof Martin Schindehütte. Der Leiter der EKD-Auslandsabteilung kündigte an, dass die EKD sich zukünftig in einem Unterstützer-Netzwerk für die pakistanischen Christen engagieren will.

http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2010_06_30_2_pakistan.html

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Medien

Debatte über das "Maß des Menschlichen" im Internet

Kinder surfen im Internet

Der amtierende Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, mahnte in einer Debatte beim medienforum.nrw, auch im Internet müsse „das Maß des Menschlichen“ gewahrt bleiben. Dies aber sei bei vielen Inhalten und Plattformen des World Wide Web nicht der Fall. Insbesondere fehlten Schutzräume für Kinder und Jugendliche, in denen sie lernen könnten, sich sicher und frei zu entfalten. Schneider kritisierte Gewalt, Pornografie, Selbst-Anonymisierung sowie Ausgrenzung im Internet. Umso energischer forderte er Respekt und die Wahrung der Menschenwürde ein. Eine Zivilgesellschaft müsse entsprechende Regeln schaffen, lautete Schneiders kategorischer Imperativ. Es reiche nicht aus, sich auf Selbstregulierung zu verlassen.

http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2010_07_01_3_rv_medienforum.html
http://www.medienforum.nrw.de

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Evangelische Kirchen im Norden – Gemeinsam auf dem Weg

Nordkirche

Zu Pfingsten 2012 ist die Fusion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Evangelisch-Lutherischen Kirche Nordelbiens und der Pommerschen Evangelischen Kirche vorgesehen, in dessen Rahmen zum Reformationswochenende 2010 die erste verfassunggebende Synode in Lübeck-Travemünde stattfinden wird. Danach beginnt ein Beteiligungsprozeß in den drei Kirchen über die künftige Verfassung. Hierfür wurde eine neue Internetseite gestaltet. Sie bietet eine Dokumentation über den bisherigen Weg zu einer gemeinsamen Kirche. Außerdem stehen Beiträge und Bilder für Gemeindebriefe, sowie ein Diskussionsforum bereit.

http://www.kirche-im-norden.de/

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"zeitzeichen" im Juli

„In der Ökumene mit Rom herrscht zurzeit Stillstand.“ Diese Auffassung hat der emeritierte Neuendettelsauer Theologieprofessor Joachim Track in einem Interview vertreten, das die evangelische Monatszeitschrift „zeitzeichen“ in ihrer Juliausgabe veröffentlicht. Der 69-Jährige, der seit dreizehn Jahren dem Rat und dem Exekutivkomitee des LWB angehört, äußerte die Befürchtung, „dass die römisch-katholische Kirche immer fundamentalistischer“ werde, „sollten sich die Reformkräfte nicht durchsetzen“. Die Befürchtung, der LWB könne sich wegen der unterschiedlichen Haltung seiner Mitgliedskirchen zur Homosexualität spalten, teilt Track nicht. Er rechne mit einem langen Gesprächsprozess, an dessen Ende die Mitgliedskirchen des LWB erklären würden, „dass die unterschiedlichen Auffassungen und Vorgehensweisen in dieser ethischen Frage nicht kirchentrennend sind“, sagte Track.

http://www.zeitzeichen.net

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Bildung

Mit Melanchthon für Bildungsgerechtigkeit

Philipp Melanchthon

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, hat an den Reformator Philipp Melanchthon erinnert. In einem Festvortrag anlässlich des Jahrestages der Einführung der Reformation in Magdeburg im Jahre 1524 betonte Schneider in der Johanneskirche in der sächsisch-anhaltinischen Landeshauptstadt den Zusammenhang zwischen Reformation und Bildung. Beide Größen, so der Ratsvorsitzende, gehörten untrennbar zusammen, denn: „Menschen zu bilden, war elementares Anliegen der Reformation.“ Erst als Bildungsbewegung habe die Reformation ihre geistliche Kraft gewonnen und ihre kulturelle Wirkung entfalten können.

http://www.ekd.de/presse/pm135_2010_rv_magdeburg.html
http://www.ekd.de/kultur/presse/100626_schneider_melanchthon.html
http://www.ekd.de/melanchthon2010/

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rpi-virtuell
Medienbildung: Kurse und Fortbildungen 2010/2011

rpi_Logo

Medienkompetenz in Aus-, Fort- und Weiterbildung: Im Herbst starten neue Fortbildungskurse. Speziell für Lehrkräfte ist das neue Online-Seminar "Online in der Schule". Das Katholisch-soziale Institut der Erzdiözese Köln bietet eine Fortbildung zum Medientutor mit Präsenzanteilen. Weiterhin kann eine Ausbildung zur Online-Moderation abgelegt werden.

http://www.rpi-virtuell.de
http://www.evangelisch.de/themen/blogs/luther-blog

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Diakonie

Europäischer Diakonie-Kongress in Heidelberg vom 23. bis 25. September
Diakonie gegen Armut und Ausgrenzung: Zukünftige Herausforderungen und Kontexte in Europa

Logo Diakonie

Armut und Ausgrenzung sind wachsende Herausforderungen in allen europäischen Ländern. Armut ist nicht nur eine Frage mangelnder Geldmittel, sondern im Kern eine Frage fehlender Teilhabe an der Gesellschaft und zieht oftmals soziale Exklusion nach sich. Diakonische Organisationen zeichnen sich schon seit langem durch den Kampf gegen Armut und Marginalisierung aus. Nicht immer gelingt dabei eine strukturelle Veränderung der Lebenssituation armer Menschen. Welche Ansätze sollen in der Arbeit gegen Armut und Ausgrenzung verfolgt werden? Gibt es neue Perspektiven, um Menschen am Rande der Gesellschaft besser zu befähigen? Welche Innovationen sind in Diakonie und Zivilgesellschaft notwendig, um den künftigen Herausforderungen begegnen zu können? Diese und weitere Fragen werden auf dem Heidelberger Kongress aufgegriffen.

http://www.dwi.uni-heidelberg.de/
http://www.dwi.uni-heidelberg.de/conference2010/
http://www.diakonie.de/diakonie-news-188-diakonie-spot-armut-trifft-vor-allem-kinder-6847.htm

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Ausbildungsprojekt "carpo"

Logo Projekt Carpo

Wenn junge Menschen sich jahrelang erfolglos um einen Ausbildungsplatz bemühen, kann das viele Gründe haben – zum Beispiel einen Migrationshintergrund, die soziale Problemlage oder das Interesse an einem geschlechtsuntypischen Beruf. Mit dem Projekt carpo, einem Modell assistierter Ausbildung, bietet die Evangelische Gesellschaft (eva) individuelle Begleitung und Hilfe an, auf dem Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz zu finden und die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Während im vergangenen Jahr das Land Baden- Württemberg und der Europäische Sozialfonds (ESF) die Kosten für das Projekt getragen haben, sorgt jetzt eine Stuttgarter Initiative für die Fortsetzung: Das JobCenter U25 und die Arbeitsagentur, wiederum unterstützt durch den Europäischen Sozialfonds, ermöglichen weiteren 30 chancenarmen Ausbildungsbewerbern eine Vorbereitungsphase und ab September 2010 eine Ausbildung.

http://www.carpo-esf.de/index.php?id=8

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Aus der VELKD

LWB-Treffen in Dresden und Stuttgart

Logo LWB

Mehr als 120 junge Menschen aus den 140 Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) kommen vom 11. bis 17. Juli in Dresden zusammen, um sich auf die Elfte Vollversammlung des LWB vorzubereiten. Diese findet mit rund 500 Delegierten vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart statt. Die Jugendvorkonferenz greift das Vollversammlungsthema „Unser tägliches Brot gib uns heute“ auf. Dabei geht es nicht nur um Nahrungssicherheit, sondern auch um weitreichende gesellschaftliche und religiöse Themen, wie die Bekämpfung von HIV und Aids, illegitime Schulden oder den Klimawandel. Als „zentrale Aufgabe aller Christen“ hat der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, den Einsatz für Nahrungssicherheit bezeichnet. Im Interview der „VELKD Informationen“ wies er darauf hin, dass man sich nicht mit der Zustandsbeschreibung, dass viele Menschen nach wie vor hungerten, abfinden dürfe. In diesem Zusammenhang würdigte er die Arbeit des LWB, der über seinen Weltdienst und die Menschenrechtsarbeit sowohl an der konkreten Armutsbekämpfung als auch an der gesellschaftspolitischen Arbeit zur Bekämpfung von Armut beteiligt sei.

http://www.velkd.de/pressemitteilung-vom-28-06-2010.php
http://www.velkd.de/downloads/100628_Presse_DNK_LWB_VI-Interview_mit_LB_Friedrich_komplett.pdf
http://www.lutheranworld.org
http://www.lwb-vollversammlung.org

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Kultur

Kultur-Tipps für die Ferienzeit

Endlich mal Zeit für andere Dinge zu haben als im Alltag. Das wünschen sich viele Menschen für die Urlaubszeit. Für alle Kulturinteressierten, die ihren Urlaub in Deutschland verbringen, gibt es hier bundesweit Anregungen für Ausstellungen, Literatur- und Musikveranstaltungen, Rad- und Pilgerwege und vieles mehr.

http://www.ekd.de/aktuell/edi_2010_07_02_kulturtipps_ferienzeit.html

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Philipp Melanchthon – eine Spurensuche

Philipp Melanchthon

Am 19. April jährte sich der Todestag des Reformators und Humanisten Philipp Melanchthon zum 450. Mal. Zwar würdigte ihn ein großer Festakt in der Wittenberger Schlosskirche, dennoch ist Melanchthon im öffentlichen Bewusstsein eine vage Größe geblieben, jedenfalls im Vergleich zu seinem Zeitgenossen Martin Luther. Das evangelische Fernsehen München geht mit seiner Dokumentation auf Spurensuche: Filmemacherin Monika Manoutschehri besucht unter anderem Bretten, Heidelberg, Tübingen und Wittenberg, wo der „Praeceptor Germaniae“, der Lehrer Deutschlands gelebt und gewirkt hat: … Was erinnert an ihn und wie erinnert man sich seiner? Welche Bedeutung hat er für uns heute?

http://www.lebensformen-tv.de/uebersicht/218-philipp-melanchthon-ene-spurensuche.html

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Worte zum Tag

Worte zum Tag

Jeder Krieg beginnt im Kopf eines Menschen. Und jeder Krieg lässt sich durch Versöhnung stoppen. Es ist leicht, anderen die Hand zu reichen. Es braucht nur einen ersten Schritt.

Ute Schlemmer (geb. 1965), Fernsehpastorin

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