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EKD-Newsletter Nr. 362, 16. August 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Ökumene

Aus den Landeskirchen und Werken

Medien

Kultur

Worte zum Tag

Ökumene

Weit im Nordwesten des Irak liegt das Flüchtlingsdorf Hawaresk. Alle 115 Familien des Ortes haben sich versammelt. Auch der armenisch-apostolische Bischof des Irak reist zur Grundsteinlegung der Dorfkirche an. Hawaresk ist ein Flüchtlingsdorf – und es erlebt seine zweite Entstehung. Anfang des vergangenen Jahrhunderts war es von Überlebenden des Genozids der Türken an den Armeniern in ihrem Reich gegründet worden. Eine kleine Gruppe hatte sich in den Irak retten können. Die armenischen Christen bilden seitdem die kleinste der Minderheitengruppen im Zweistromland. Im Rahmen seiner Arabisierungspolitik löste das Baath-Regime 1975 die Christendörfer auf und zerstreute die Armenier über das Land bis hinab nach Basra. Doch diesen gelang es, ihre Identität zu bewahren.

Bericht aus dem Flüchtlingsdorf Hawaresk

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Erstmals begehen die christlichen Kirchen in Deutschland ausdrücklich einen bundesweiten „Tag der Schöpfung“. Er wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) am 3. September veranstaltet und soll künftig immer am ersten Freitag im September stattfinden. Der Impuls zu einem solchen Schöpfungstag kommt aus der orthodoxen Kirche. In diesem Jahr findet die zentrale Feier im rheinischen Brühl statt.

News: Kirchen in Deutschland begehen erstmals Tag der Schöpfung

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Aus den Landeskirchen und Werken

In Pakistan bleibt die Lage für die Flutopfer weiterhin dramatisch. Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stockten am Wochenende ihre Hilfszusagen auf. Bisher sind nach offiziellen Angaben 14 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen, das ist jeder elfte Einwohner Pakistans. Rund 1.600 Menschen starben, die Zahl könnte aber höher liegen, da Tausende von Dörfern ausgelöscht wurden. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat eine umfassende Hilfsaktion gestartet. Was wird jetzt dringend gebraucht? Und ist sichergestellt, dass die Hilfe auch ankommt?

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Pakistan

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Warum gibt es eine Sendung „Bauer sucht Frau“, aber nicht „Bäcker oder Lehrer oder Polizist sucht Frau“? Das fragt sich Clemens Dirscherl, der Beauftragte für agrarsoziale Fragen des Rates der EKD. In einem Aufsatz für das Magazin der Deutschen Landwirtschaftszeitung erklärt er außerdem, warum es für die Öffentlichkeit so faszinierend ist, sich mit der Partnersuche einer bestimmten Berufsgruppe zu befassen.

Editorial "Bauer ohne Frau?"

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Medien

Jeder fünfte Jugendliche hat Erfahrungen mit Mobbing im Internet – als Opfer oder als Täter. "Immer mehr Jugendliche erleben auch die negativen Seiten der sozialen Netzwerke", hat auch Andreas von Hören beobachtet. Der Medienpädagoge dreht seit 1992 mit Jugendlichen Filme beim Medienprojekt Wuppertal. Und er sieht ein großes Interesse an dem Thema Cybermobbing. Zahlreiche DVDs seien bereits von Schulen und Jugendzentren bestellt worden. Die jugendlichen Filmproduzenten hoffen, mit Ihrer Videodokumentation über Mobbing im Internet möglichst viele andere Online-Nutzer zu erreichen.

Editorial "Cybermobbing"

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"Riesenauftritt mit Grundsatzprogramm" - so lässt sich die Bergpredigt Jesu in lockeren Worten beschreiben, vom Vaterunser bis zur Feindesliebe sind grundlegende Dinge fürs Leben enthalten. Im neuen Video-Clip aus der Reihe E-wie-evangelisch erklärt Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, wie Jesus die zentralen Gebote des Christentums in der Bergpredigt auf den Punkt gebracht hat. Als Handlungsanweisung und Herausforderung sieht Schneider die Kernsätze an, nach denen es sich zu leben lohnt.

Video-Clip "Die Bergpredigt"

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Abraham wird immer wieder zum Ausgangspunkt für die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Christentum und Islam gemacht. Wieweit das trägt, beleuchtet der Text Nr. 209der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW). Die christlichen und muslimischen Autorinnen und Autoren nähern sich den aufgeworfenen Fragen aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Unter dem Titel „Religionsdifferenzen und Religionsdialog“ analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer weiteren Publikation (Nr. 210) die religiöse Gegenwartskultur aus der Perspektive des christlichen Glaubens. Sie thematisieren u. a. den neuen Atheismus, gehen auf Herausforderungen des christlich-muslimischen Dialoges ein und skizzieren Veränderungsprozesse der religiösen Landschaft.

Publikationen der EZW

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Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird in diesem Jahr zum siebten Mal in den Kategorien „Profi“, „Amateur“, „Filmhochschulen“ sowie „Kurzfilme/Magazinbeiträge“ vergeben. Eingereicht werden können Produktionen aus den Jahren 2008 bis 2010. Vor zwei Jahren wurde erstmals ein Bildungspreis verliehen für Filme, die sich in besonderer Weise für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung eignen. Einsendeschluss ist der 15. September 2010. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird von 17 Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Kultur-, Bildungs- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen.

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

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Kultur

Bis zum 12. September stehen sie auf dem Wittenberger Marktplatz: 800 hüfthohe Lutherfiguren direkt neben ihrem Vorbild. Ottmar Hörl hat die Nachbildungen des von Johann Gottfried Schadow 1821 geschaffenen Wittenberger Lutherdenkmals gestaltet. In Purpurrot, Moosgrün, Kobaltblau und Schwarz. Die umstrittene Kunstinstallation ist am Samstag offiziell eröffnet worden. Für den Beauftragten des Rates der EKD für die Lutherdekade, Stephan Dorgerloh, ist das Kunstwerk Anlass, sich mit Luther zu beschäftigen: "Mit der Installation bleibt Martin Luther auch ohne Denkmal präsent und Hörls moderne Kunst führt Luther zugleich in das 21. Jahrhundert." Die Aktion geht auf eine Anregung der Geschäftsstelle "Luther 2017" zurück. Die sogenannten "Luther-Botschafter" sollen die Lehre des Reformators "in alle Welt tragen".

Fotostrecke: 800 Lutherfiguren in Wittenberg

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Das diesjährige Grenzgänger-Festival bietet bis zum 31. Oktober eine Fülle verschiedener Veranstaltungen im Bereich der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Schauplätze der Kulturreihe von August bis Ende Oktober 2010 sind überwiegend Kirchen und Pfarrhäuser im ländlichen Raum. Das Programm reicht von Jazz über klassische Musik bis hin zu Pantomime und Lesungen. Rund 60 Veranstaltungen in 40 Orten sind geplant.

Pressemitteilung der der EKM zum Festival

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Worte zum Tag

Bewundern kann der Mensch allein, und alles Bewunderung Erregende ist ein Bote Gottes.

Clemens von Brentano (1778 – 1842), deutscher Schriftsteller

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