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EKD-Newsletter Nr. 364, 06. September 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Medien

Aus den Landeskirchen und Werken

Kultur

Ausland

Stiftungen

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Der EKD-Ratsvorsitzende hat dazu aufgefordert, an der Intergrationspolitik festzuhalten. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt warf er dem Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin vor, eine rote Linie überschritten zu haben. „Dagegen müssen wir uns mit aller Macht verwahren.“ Bereits in der vergangenen Woche lehnte es Schneider gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ ab, Ansichten aus der Genetik einfach ins Soziale zu übersetzen. „Das geht meines Erachtens gar nicht.“ In jüngster Zeit sei die Politik aber aufgewacht, es gebe einen Aufbruch zu vernünftiger Integrationspolitik.

epd-Meldung

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Medien

Wie wird der Reformationstag im „Halloween-Land“ Irland gefeiert? Diese und andere Fragen beantwortet ein neu erschienenes Themenheft der „Kirche im Aufbruch“. Zudem bietet es Praxisbeispiele für Schule und Gemeinde. Das Heft hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf dem ökumenischen Erfahrungsaustausch mit evangelischen Kirchen anderer Länder. Mitgewirkt haben an der Entstehung des Heftes auch das Evangelische Missionswerk (EMW) und die für Ökumene und Auslandsarbeit zuständige Hauptabteilung im Kirchenamt der EKD. Erstmals wird das Heft auch in den Niederlanden, der Schweiz und in Österreich verteilt.

Editorial zum Heft „Kirche im Aufbruch – auch weltweit“

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Was ist Freiheit? „Das Einzige, was zählt“ – wie es die Spatzen und Rockstars von den Dächern pfeifen? „Freiheit ist die Grundvoraussetzung des Lebens“, sagt Bischof Gerhard Ulrich im neuen Video-Clip der Reihe e-wie-evangelisch. Für den Bischof der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Sprengel Schleswig und Holstein heißt das aber auch: Ich kann nicht tun und lassen was ich will. Ganz in der Tradition Martin Luthers.

Video-Clip „Die Freiheit“

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„Liturgie und Kultur“ heißt die neue Zeitschrift der Liturgischen Konferenz für Gottesdienst, Musik und Kultur. Sie steht in der Tradition der Zeitschrift der „Gemeinsamen Arbeitstelle für gottesdienstliche Fragen der EKD (GAGF)“ und erscheint dreimal jährlich. Das erste Heft widmet sich dem Singen im Gottesdienst und enthält thematische Aufsätze, Impulse aus und für die Praxis sowie Rezensionen. Die Zeitschrift kann über die Geschäftsstelle der Liturgischen Konferenz kostenlos bezogen werden.

Zeitschrift „Liturgie und Kultur“ der Liturgischen Konferenz

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Drei Monate nachdem die neue Praxis-Plattform der EKD www.geistreich.de gestartet ist, hat sich am 31. August die 1000. Teilnehmerin angemeldet: Pfarrerin Kerstin Krause (48) aus der Evangelischen Kirchengemeinde in Lorsbach. „Als Pfarrerin auf einer Einzelpfarrstelle ist man manchmal Einzelkämpferin“, sagt sie. „Dagegen ist ‚geistreich‘ ein gutes Mittel. Wenn ich Ideen zu Taufe oder einem besonderen Gottesdienst suche, schaue ich dort nach. So muss ich nicht im eigene Saft schmoren.“ Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, gratulierte „geistreich“ zum 1000. Teilnehmer: „Mit der Praxis-Plattform ‚geistreich‘ hat die evangelische Kirche erstmalig die Möglichkeit, bundesweit Projekte zu präsentieren, zu diskutieren und gemeinsam weiter zu entwickeln. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Kirche hin zu einer lernenden Organisation. So wird ‚geistreich‘ dem Reformprozess eine größere Breite auf gemeindlicher Ebene geben.“

Pressemitteilung „Praxis-Plattform ‚geistreich‘ knackt die 1000er-Marke“

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Das auch in Deutschland stark wachsende Interesse am Buddhismus und seiner Meditationspraxis verändert das Christentum von innen heraus, meint der Münchner Professor für Religionswissenschaften Michael von Brück. Im Interview mit der in Berlin erscheinenden evangelischen Monatszeitschrift „zeitzeichen“ erläutert der lutherische Pfarrer, Zen-Meister und Yoga-Lehrer, dass sich durch den Einfluss der fernöstlichen Spiritualität auch das christliche Menschenbild oder der Sündenbegriff gewandelt hätten. Beide Religionen, so der 61-Jährige, könnten viel voneinander lernen und formuliert zugespitzt: „Werde Christ durch eine klug geführte buddhistische Meditationspraxis.“ Der Themenschwerpunkt der Septemberausgabe der „zeitzeichen“ widmet sich dem Buddhismus in Deutschland einer unterschätzen Herausforderung des Christentums.

zeitzeichen - die evangelische Monatszeitschrift

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Aus den Landeskirchen und Werken

Passend zum Weltkindertag am 20. September hat Kira, die Kirchenelster auch in diesem Jahr auf www.kirche-entdecken.de wieder ein Quiz für die kleinen Ratefüchse vorbereitet. „Unser Quiz gefällt mir echt gut, einige Fragen sind ganz schön knifflig“, so die freche Elster. Eine Frage ist zum Beispiel „Wer ist ein Kind?“ und die ist nicht so einfach zu beantworten, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Kira erwartet die jungen Quiz-Teilnehmer in ihrer Kirche. Der Hauptpreis ist das Spiel „Kleine Haie“, das sich ausführlich mit den Kinderrechten beschäftigt.

Die Seite der evangelischen Kirche für Kinder

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Ein neues Themenheft mit Buchempfehlungen zum Thema „Abschied, Trauer und Tod“ legt das Evangelische Literaturportal vor. Von den 25 vorgestellten Büchern werden 14 erstmalig besprochen, 11 Titel sind so bemerkenswert, dass sie erneut in das Empfehlungsheft aufgenommen worden sind. Die Bilderbücher richten sich an eine breite Zielgruppe vom Kindergartenkind über Grundschüler bis zu Erwachsenen und Jugendlichen. Sie werden in der Broschüre vorgestellt unter den Überschriften „Tiergeschichten vom Abschied nehmen“, „Abschied von alten Menschen“ „Kinderfragen nach Leben und Tod“, „Bücher mit dem personifizierten Tod“ und „Bücher für Erwachsene“. Das 36-seitige Heft wendet sich an alle, die mit Kindern zum Thema Tod und Trauer ins Gespräch kommen wollen.

Evangelisches Literaturportal

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Kultur

Der „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kultur in Bewegung“. Er widmet sich insbesondere den Themen Reisen, Handel und Verkehr. Im Mittelpunkt stehen historische Verkehrsmittel, Straßen, Kanäle und Schienenstrecken oder alte Lagerräume und Kaufmannshäuser. In ganz Deutschland öffnen rund 7.500 historische Bauten und archäologische Stätten ihre Tore. Und auch die Kirchen sind mit dabei. Die bundesweite Eröffnung ist auf dem Marktplatz im niedersächsischen Lüneburg geplant. Im vergangenen Jahr nutzten bundesweit rund 4,5 Millionen Besucher die Gelegenheit, Kulturdenkmäler zu besichtigen, die oft nur an diesem Tag öffentlich zugänglich sind. Der „Tag des offenen Denkmals“ ist seit 1993 der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“ unter der Schirmherrschaft des Europarats. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Aktuell-Beitrag zum Tag des offenen Denkmals

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Ausland

Das religiöse Leben San Franciscos ist vielfältig. 800.000 Menschen leben in der Stadt. Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus, und, und, und - fast jede Religion und Glaubensrichtung ist vertreten. Und sie stehen in Konkurrenz zueinander. Es gibt so etwas wie einen „religiösen Markt“, den Angebot und Nachfrage regeln. Jede Gemeinde muss sich behaupten, um überleben zu können. Anders als in Europa fühlen sich die Amerikaner kaum der Konfession verbunden, in die sie geboren werden. Auch in religiöser Hinsicht herrscht eine „Einkaufsmentalität“. Die Leute suchen sich eine Religion oder Gemeinde, die zu ihrem Lebensabschnitt passt: Gefällt mir die Musik? Finde ich das seelsorgerliche Angebot gut? Entsprechen Moral und Ideologie meiner Wellenlänge? Man probiert dies und das aus, bis man die richtige Gemeinschaft für sich findet. Pastor Andreas Pielhoop ist Pfarrer der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde St. Matthäus in San Francisco und berichtet in seinem „Brief aus San Francisco“ über Land, Leute und seine Arbeit und darüber, warum die Gemeinde einen Exotenstatus hat.

Brief aus der Gemeinde St. Matthäus in San Francisco

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Stiftungen

„Unsere Kirche ist die Mitte des Ortes - im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Pfarrer Thomas Erler. „Seine“ Kirche im sächsischen Sosa trägt keinen Namen, sie ist weder besonders auffällig, noch hat sie außergewöhnliche Kunstschätze im Inneren, die sie von anderen Kirchen abheben würden - aber sie wird „genutzt“, betont der Pfarrer. Das zeigt sich beispielsweise beim Erntedankfest, zu dem die knapp 1.600 Gemeindeglieder ihre Kirche schmücken, „und zwar die ganze Kirche. Das ist wirklich einzigartig in Sachsen“. In diesem Jahr wird die Kirche, die die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) zu ihrer „KiBa-Kirche des Monats“ September bestimmt hat, vermutlich nicht ganz so prächtig herausgeputzt werden können: Seit März sind Bauarbeiten an der Dachkonstruktion des Kirchenschiffs im Gange. Denn die sanierungsbedürftige Kirche ist eine hoch betagte Dame: Genau 100 Jahre nach der Reformation, im Jahr 1617, war sie in dem kleinen Erzgebirgsdorf geweiht worden. Die Stiftung KiBa unterstützt die Sanierung mit 20.000 Euro.

„Wiederherstellung einer hochbetagten Dame“

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Worte zum Tag

In schwarzer Nacht auf schwarzem Stein eine schwarze Ameise. Gott sieht sie.

Afrikanisches Sprichwort

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