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EKD-Newsletter Nr. 366, 24. September 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Bildung

Diakonie

Medien

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Von 1990 bis 2015 sollte die Müttersterblichkeit um drei Viertel gesenkt werden. Davon ist Afrika weit entfernt. Zu viele Frauen sterben während der Geburten. Nun wurde erneut über die Millenniumsziele in New York beraten. Doch Hilfsorganisationen in Deutschland haben sich enttäuscht über die Ergebnisse des UN-Millenniumsgipfels gezeigt. Die Regierungsvertreter hätten nur vage bekräftigt, die Millenniumsziele umzusetzen, aber keinen verbindlichen Aktionsplan beschlossen, kritisierten "Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst (eed). Der Gipfel sei eine "vertane Chance". Rund 140 Staats- und Regierungschefs hatten in New York über Maßnahmen im Kampf gegen Armut beraten.

Stellungnahmen und ein Editorial aus Afrika zu den Millenniumszielen

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Die EKD befürwortet die angestrebte Aussetzung der Wehrpflicht. Ein freiwilliger Wehrdienst würde die Prinzipien der Freiwilligkeit und der Gleichberechtigung von Männern und Frauen stärken, heißt es in einem Papier der EKD, das am 17. September veröffentlicht wurde. Skeptisch äußert sich die EKD darin zu den Plänen für einen freiwilligen Zivildienst. Die Stellungnahme zur geplanten Reform der Bundeswehr ist unterzeichnet vom amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider, Militärbischof Martin Dutzmann, dem EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms und Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik. Die Unterzeichnenden betonen, dass die Frage der Wehrpflicht, die eng mit den Reformplänen für die Bundeswehr zusammenhängt, keine "Bekenntnisfrage" darstelle.

EKD-Pressemitteilung: „Die Stunde des Freiwilligendienstes“

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Noch bis Ende dieser Woche wird bundesweit die sechste Woche des bürgerschaftlichen Engagements begangen. Mit mehr als 1500 Aktionen ist das Projekt in diesem Jahr rekordverdächtig. Religiöse Motivation und kirchliche Bindung bleiben dabei für zivilgesellschaftliches Engagement ein entscheidender Faktor. Das zeigen die Ergebnisse des "Freiwilligensurveys" in Deutschland genauso wie eine Studie aus den weitgehend säkularisierten Niederlanden. Während dort nur noch 29 Prozent der Befragten meinen, wenn Menschen nicht mehr an Gott glauben, sei die Moral gefährdet, sagen immerhin 41 Prozent, ohne Kirchen würden sich weniger Menschen freiwillig für andere einsetzen. 40 Prozent meinen, schwache Gruppen in der Gesellschaft blieben dann ihrem Schicksal überlassen.

Editorial zur 6. Woche des bürgerschaftlichen Engagements

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Die Evangelische Akademie Wittenberg stellt dieses Thema in den Fokus einer Tagung, die vom 22. bis 24. Oktober stattfindet. Der Armut in ländlichen Regionen sei lange Zeit kaum Beachtung geschenkt worden. Auf dem Land sei die Welt noch in Ordnung, so das Klischee. Mittlerweile mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass Armut auf dem Land zunimmt und sich in ihren Ursachen, Formen und Wirkungen von städtischer Armut unterscheidet. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirchen und Verbänden diskutieren über Ideen und Projekte im ländlichen Bereich. Die Kooperationspartner dieser Veranstaltung - wie das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD - leisten mit der Tagung einen Beitrag zum Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Anmeldungen sind noch bis zum 15. Oktober möglich.

Sozialwissenschafltiches Institut der EKD

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Ein Jahr nach der Zukunftswerkstatt in Kassel haben sich die Präses der EKD-Synode und der Ratsvorsitzende zum EKD-Reformprozess geäußert. Katrin Göring-Eckardt, die gleichzeitg Vorsitzende der Steuerungsgruppe für den Reformprozess ist und Präses Nikolaus Schneider betonten: Viel sei in diesem Jahr geschehen, zum Beispiel die Einrichtung der drei Reformzentren der EKD. In Zukunft werde verstärkt die "Kirche in der Fläche" in den Blick genommen. Wichtig sei auch aus der Perspektive der Reform der Blick auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

„Seit Kassel ist viel passiert“

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Bildung

Für eine "generationenübergreifende Wahrnehmung von Verantwortung" sprach sich der Präsident des Kirchenamtes der EKD, Hermann Barth, auf dem 71. Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag aus. In Rostock trafen sich 400 Theologinnen und Theologen, um über soziale Probleme in der Gesellschaft und Herausforderungen für den eigenen Berufsstand zu beraten. "Zu den Stummen gehören auch die Mitgeschöpfe des Menschen, vor allem die Tiere", betonte Barth in seinem Grußwort. Stumm seien aber auch die nachfolgenden Generationen. "Sie sind ja, wenn man von den Generationen der Kinder und Enkel absieht, noch gar nicht geboren – ganz zu schweigen davon, dass sie auf ihre Bedrohung selbst aufmerksam machen könnten." Bereits im Vorfeld hatte sich der Kirchenamts-Präsident erfreut darüber geäußert, dass wieder mehr junge Menschen Theologie studieren: "Für Alarmismus anlässlich eines sich angeblich abzeichnenden dramatischen Mangels an Pfarrerinnen und Pfarrern sehe ich derzeit keinen Grund."

Pressemitteilung und Grußwort zum 71. Deutsche Pfarrerinnen- und Pfarrertag

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Diakonie

Beratung gesucht? Von Adoptions- bis Suchtberatung informiert die Plattform www.evangelische-beratung.info über die vielfältigen Beratungsangebote von Diakonie und evangelischer Kirche. Rund 2000 Beratungsstellen bundesweit unterstützen Menschen bei den verschiedensten Problemen und Lebenskrisen. Über eine Postleitzahlensuche findet man schnell und einfach einen Ansprechpartner in der Nähe. Viele Beratungsstellen bieten auch vertrauliche und anonyme Online-Beratung an. Das Portal ist ein Angebot des Diakonischen Werkes der EKD.

Das evangelische Beratungsportal der Diakonie

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Medien

Den Weltgebetstag der Frauen 2011, der am Freitag, 4. März 2011 gefeiert wird, bereiten Frauen aus Chile vor. Als Vorlage für die Literaturarbeitshilfe wurde der Roman "Die Frau unseres Lebens" der chilenischen Autorin Carla Guelfenbein ausgewählt, der das Schicksal von Exilchilenen in der Zeit der Militärjunta unter Augusto Pinochet zum Thema hat. Die Arbeitshilfe (Nr. 46) ist mit geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergrundinformationen versehen, die es jeder Literaturinteressierten auch ohne Vorkenntnisse möglicht, erfolgreich eine Veranstaltung damit durchzuführen. Sie gibt Anregungen für die Beschäftigung mit Büchern in Gruppen innerhalb und außerhalb der Gemeinde. Sie können in unterschiedlichen Kreisen eingesetzt werden, z. B. Weltgebetstags-Gruppen, Frauenarbeit, Gesprächskreise Konfirmandenarbeit, Literaturkreise, Eine-Welt-Gruppen.

Das evangelische Literaturportal

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Die diesjährige Ökumenische Friedensdekade steht vom 7. bis 17. November 2010 unter dem Motto "Es ist Krieg. Entrüstet euch!". Der Anstoß für die seit 30 Jahren stattfindende Friedensdekade kam aus den Niederlanden. 1980 wurde sie in Ostdeutschland erstmalig begangen. Zeitgleich entstanden in Westdeutschland die so genannten Friedenswochen. Seit 1993 wird die Friedensdekade in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gemeinsam fortgeführt. Das Heft richtet sich an Kirchengemeinden und ökumenische Friedensgruppen zur Vorbereitung der diesjährigen Dekade und des Gottesdienstes.

Materialheft zur Ökumenischen Friedendekade

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In der 51. Folge der Serie "E wie evangelisch" dreht sich alles um den Frieden, denn Frieden ist etwas, wonach sich die Menschen schon seit Urzeiten sehnen, sagt Renke Brahms. Er ist der erste Friedensbeauftragte der EKD und macht deutlich, dass Frieden viel mehr bedeutet als nur die "Abwesenheit von Krieg". Im biblische "Shalom" zum Beispiel klingen auch Begriffe wie Gesundheit, Wohlergehen und Gerechtigkeit mit. Frieden ist etwas, das man tut – nicht nur ein Zustand. Auch, oder gerade dann, wenn es einmal schwierig wird.

Video "Der Frieden"

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Das neue Serviceportal hält Informationen rund ums Fundraising für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen vor. Entwickelt und betreut wird die Website von der Fundraising Akademie in Frankfurt am Main im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP). "Auf die Besucher der Website warten kompakte Informationen zur Planung und Umsetzung von Fundraising", beschreibt Udo Hahn, Fundraising-Referent im Kirchenamt der EKD, das Angebot. Beispiele für gelungene Spendenaktionen aus Kirchengemeinden, zahlreiche Arbeitshilfen und Checklisten, Hintergrundwissen, Links, Literaturempfehlungen und aktuelle Fortbildungstermine rundeten das Portal ab.

Fundraising evangelisch - Service rund ums kirchliche Fundraising

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Worte zum Tag

Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden als mit Liebe und Humor?
Charles Dickens (1812 – 1870), englischer Schriftsteller

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Das neue Service-Telefon der evangelischen Kirche ist bundesweit kostenlos aus dem Fest- und Mobilnetz erreichbar. Unter der Rufnummer 0800-50 40 60 2 sind wir Montag bis Freitag (außer an bundesweiten Feiertagen) von 09:00 bis 18:00 Uhr für Sie da.

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