Logo der Evangelische Kirche in Deutschland


EKD-Newsletter Nr. 368, 15. Oktober 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Synode

Medien

Reformprozess

Ausland

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Der Auslandsbischof der EKD, Martin Schindelhütte, hat die Forderung von Kirchen und Menschenrechtsorganisationen nach einem weltweiten Ende der Todesstrafe bekräftigt.
Im Rahmen des „Internationalen Tages zur Abschaffung der Todesstrafe“ am vergangenen Sonntag sagte er, dass die fundamentalen Menschenrechte, zu denen das Recht auf Unversehrtheit des Lebens und die Wahrung der Menschenwürde gehören, nicht mit dem Instrument der Todesstrafe zu vereinbaren sind. Nach christlicher Überzeugung müsse Leben und Würde schwerer wiegen als das Bedürfnis nach Vergeltung.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr weltweit mehr als 2000 Todesurteile verhängt.

EKD-Auslandsbischof fordert Ende der Todesstrafe

nach oben

Erstmals dürfen sich in diesem Jahr gleich drei Frauen über die Martin-Luther-Medaille der EKD freuen. Astrid Hahn, Rektorin der Albertville-Realschule in Winnenden, habe nach dem Amoklauf an ihrer Schule „Außerordentliches geleistet und ist so auch der Öffentlichkeit bekannt geworden als eine Lehrkraft, die sich engagiert für das Wohl der einzelnen Schüler und der Schule als Ganzer einsetzt“, so die Jury. Die Unternehmerin Barbara Lambrecht-Schadeberg hat aus privatem Vermögen eine Stiftung errichtet, die das Ziel verfolgt, im Evangelium begründete Bildung und Erziehung zu fördern. Cornelia Schäfer hat als Schulleiterin einer Grundschule in Gotha eine evangelische Schule aufgebaut, „die vorbildhaft zeigt, dass ein hoher Leistungsanspruch an begabte Kinder gut vereinbar ist mit der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung.“ Die Verleihung der Medaillen durch den EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider, findet am Sonntag, dem 31. Oktober 2010 um 20 Uhr im Rahmen der Reformationstagsfeier in der Nürnberger St. Lorenz-Kirche statt.

Pressemitteilung zur Luthermedaille

nach oben

Synode

In diesem Jahr „landet“ die 11. Synode der EKD in Hannover. Vom 7. bis 10. November tagen die 126 Synodalen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen. Neben ranghohen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft werden auch Gäste aus der weltweiten Ökumene erwartet. Die diesjährige Synode widmet sich dem Thema „Bildungsgerechtigkeit“. Ein weiterer Höhepunkt sind die Wahlen neuer Mitglieder für den Rat der EKD, sowie des oder der Ratsvorsitzenden. Bereits ab 4. November kommen auch die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und die Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) in Hannover zusammen.

Pressemitteilung zur EKD-Synode

nach oben

Medien

Bereits ab dem 18. Oktober können Zuschauer erste Einblicke in die Welt von „Chi Rho – Das Geheimnis“ in der dazugehörigen Onlinewelt gewinnen. Mit der Zeichentrick-Serie im Fernsehsender Kika werden Kinder ab 1. November auf eine spannende Abenteuerreise ins Alte und Neue Testament eingeladen. Die Animationsserie entsteht als deutsche Koproduktion für den Kinderkanal von ARD und ZDF und mit Unterstützung der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland. „‘Chi Rho – Das Geheimnis‘ ist das derzeit innovativste Vorhaben, Kinder mit der Bibel bekannt zu machen,“ freut sich Udo Hahn, Leiter des Referates „Medien und Publizistik“ der EKD. Die einzelnen Folgen weckten didaktisch gekonnt die Neugierde auf die Botschaft der Bibel. „Die Vermittlung des christlichen Glaubens an die nächste Generation ist die wohl größte Herausforderung, vor der die Kirchen stehen. Es ist gut, dass sie diese mit Chi Rho in ökumenischer Verbundenheit in Angriff nehmen.“

Weitere Informationen zur Serie im Fernsehsender KiKa

nach oben

Das Neue Testament der „BasisBibel“ kommt früher in den Buchhandel als erwartet. „Nah am Urtext, prägnant in der Sprache und crossmedial zugänglich“ orientiere sich die neue Übersetzung an den Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts, so die Deutsche Bibelgesellschaft. „Am Inhalt kann man scheitern, an der Sprache nicht.“ Das Design- und Farbkonzept mache neugierig und begeistere viele, berichtet Vertriebsleiter Wolfgang Schweigert von seinen Gesprächen auf der Frankfurter Buchmesse. „Die Rückmeldungen der Besucher waren durchweg positiv.“ Die Auslieferung an den Buchhandel werde bereits in dieser Woche beginnen.

BasisBibel - die neue Generation der Bibelübersetzung

nach oben

Das neue Portal bietet bundesweit eine Übersicht evangelischer Tagungshäuser an. Es erleichtert zum einen Gemeinden und Gruppen die Suche nach dem geeigneten Haus für Tagungen, Freizeit, Sport oder Meditation; zum anderen zielt die Webseite auch darauf ab, eine hohe und flächendeckende Auslastung der evangelischen Häuser zu erreichen. Das Angebot richtet sich an landeskirchliche und freikirchliche Einrichtungen. Auf der Startseite gibt es zwei Sucharten: Einmal die Suche anhand von Kriterien entsprechend der Präferenzen der Nutzer; zum anderen ist die Suche über eine Landkartenstruktur möglich, die nach Bundesländern und touristischen Regionen aufgeteilt ist. Tagungshäuser können ab sofort eingestellt werden. Bis Oktober 2012 ist die Mitgliedschaft kostenlos. Für Redaktion und Marketing ist das Portal „evangelisch.de“ zuständig.

Evangelische Tagungshäuser im Internet

nach oben

Reformprozess

Rund vier Prozent aller Protestanten gehen Statistiken zufolge regelmäßig zum sonntäglichen Gottesdienst. Nicht viel anders sieht es im Kirchenbezirk in Mosbach aus. Doch die haupt- und nebenamtliche Kirchenmitarbeiter im Neckar-Odenwald-Kreis suchen nach Wegen, dies zu ändern. Bei der ersten „MitarbeiterUni“ widmen sie sich einem neuen Gottesdienstprofil. Der badische Kirchenbezirk ist "Modellregion zur Entwicklung gottesdienstlicher Arbeit" als Teil des EKD-Reformprozesses. "Wir wollen die Qualität der Gottesdienste steigern und uns untereinander vernetzen", beschreibt der Mosbacher Dekan Dirk Keller das Projekt. Und Folkert Fendler, der Leiter des EKD-Zentrums für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst in Hildesheim, lobt das Vorhaben: Mosbach sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich Haupt- und Ehrenamtliche in der evangelischen Kirche auf den Weg machen, "das gottesdienstliche Leben ihrer Gemeinde wertzuschätzen und mit Augenmaß weiterzuentwickeln".

Modellregion Mosbach

nach oben

Ein bißchen klingt es so, als sei dem Buss- und Bettag ein kleines "s" abhanden gekommen - oder was macht der Linienbus vor der Kirche? Ungewöhnliche Wege ging der Kirchenkreis Unna im letzten Jahr, als man in Kooperation mit dem lokalen Radiosender und den Verkehrsbetrieben die Kirche auf Fahrt schickte. Mit großem Erfolg: unzählige Gespräche zwischen Fahrgästen und Pfarrern, Segenskarten, kleine Predigten oder auch Posaunen- und Gospelchor an Haltestellen - die Aktion hat viele Menschen erreicht, die mit der Kirche und ihrer Gemeinde sonst nicht in Berührung kommen. "Wir müssten eigentlich immer Bus fahren!" zieht einer der Pfarrer begeistert Resümee. In Unna jedenfalls ist der Buss- und Bettag wieder oder erstmalig ins Bewußtsein gerückt.

Die Bus-Aktion bei "Kirche im Aufbruch"

nach oben

Ausland

Die Christuskirche der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Windhoek ist eines der Wahrzeichen der namibischen Hauptstadt. Menschen aus der ganzen Welt kommen hierher, um für einen Moment innezuhalten und Kraft zu tanken. Bereits im Jahre 1896 wurde die Kirchengemeinde gegründet. Einige Jahre später, im Jahr 1910, wurde das Gotteshaus eingeweiht. Die Kirche überstand die Kolonialzeit bis in die heutige Unabhängigkeit des Landes. Inzwischen haben sich verschiedene Einrichtungen und Museen in direkter Nachbarschaft angesiedelt.

Pfarrer Rudolf Schmid gibt einen Rückblick auf das vergangene Jahrhundert.

nach oben

Worte zum Tag

Der Gott, den ich anbete, ist kein Gott der Finsternis; er hat mich nicht darum mit einem Verstand begabt, um mir dessen Gebrauch zu untersagen.

Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Philosoph und Pädagoge

nach oben

Uns interessiert Ihre Meinung zum Newsletter.
Schreiben Sie an: newsletter@ekd.de

Das neue Service-Telefon der evangelischen Kirche ist bundesweit kostenlos aus dem Fest- und Mobilnetz erreichbar. Unter der Rufnummer 0800-50 40 60 2 sind wir Montag bis Freitag (außer an bundesweiten Feiertagen) von 09:00 bis 18:00 Uhr für Sie da.

EKD-Newsletter

herausgegeben von:

Evangelische Kirche in Deutschland
- Internet-Arbeit -
- Pressestelle -
Postfach 21 02 20
30402 Hannover
Tel.: + 49 - 511 - 2796 - 0
Fax: + 49 - 511 - 2796 - 777
E-Mail: internet@ekd.de
Impressum

WWW-Adresse des Newsletter:
(Bestellen/Austragen)
http://www.ekd-newsletter.de
Sie erhalten diesen Newsletter an Ihre Mailadresse: !email.



!remove
Copyright 2010 © Die Texte aus dem Newsletter dürfen mit Quellenangabe in elektronischen und gedruckten Medien im Bereich der evangelischen Kirche veröffentlicht werden. Bitte senden Sie Belege an die im Impressum genannten Herausgeber des EKD-Newsletters.





!tracklink