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EKD-Newsletter Nr. 369, 25. Oktober 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Synode

Religion

Aus den Landeskirchen und Werken

Diakonie

Medien

Worte zum Tag

Synode

In der Zeit vom 4. bis 10. November 2010 tagen am Flughafen in Hannover die Synode der EKD sowie die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen und die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche. Verhandelt wird unter anderem das Thema Bildungsgerechtigkeit. Außerdem soll ein neues Kirchengesetz zur Regelung der Pfarrdienstverhältnisse beschlossen werden. Für die Nachwahl in den Rat der EKD sind zwei Frauen nominiert: Edeltraud Glänzer, Mitglied des Hauptvorstandes der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), und Dr. Christiane Tietz, Professorin für Systematische Theologie an der Universität Mainz.

3. Tagung der 11. Synode der EKD

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Religion

Am Reformationstag nur Süßes oder Saures? Die „ChurchNight“-Kampagne hält kreativ, jugendlich und witzig dagegen. „Junge Menschen erleben bei ChurchNight eine Kirche, die Spaß macht und begeistert,“ sagt Angela Schwarz, Projektleiterin im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw). Rund eintausend „ChurchNight“-Veranstaltungen sind am Abend des Reformationstages, 31. Oktober, geplant. Auch in diesem Jahr werden wieder mehr als 100.000 Besucher erwartet. Das Programm reicht von Jugendgottesdiensten über Abseilaktionen vom Kirchturm bis zum „Futtern wie bei Luthern“. Mit der Kampagne unter dem Motto „Hell.wach.evangelisch“ wollen die Veranstalter den Reformationstag neu in das Bewusstsein rücken und Martin Luthers unerschütterliches Gottvertrauen feiern.

www.reformationstag.de und Veranstaltungen auf ChurchNight

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Der Präsident des Kirchenamtes der EKD, Hermann Barth, hat Johann Peter Hebel gewürdigt. In seinen biblischen Geschichten habe sich der alemannische Dichter und Theologe bewusst an Luthers Bibelübersetzung angelehnt. Auf diese Weise habe Hebel dazu beigetragen, dass diese Bibelübersetzung die „Leitwährung der evangelischen Kirchen- und Glaubenssprache“ geblieben sei. In der Vorlesung anlässlich seiner Ehrenpromotion in Münster betrachtete Hermann Barth die drei grundlegenden Textgattungen des 1760 in Basel geborenen und 1826 in Schwetzingen gestorbenen Schriftstellers und Theologen. Dabei nahm Barth Hebel gegen die zuweilen geäußerte Kritik in Schutz, bei seinen Texten und Spruchweisheiten handele es sich nicht um spezifisch christliche, sondern lediglich um im allgemein Weisheitlichen angesiedelte Gedanken: „Was im Vorhof des Glaubens erfahren und gedacht wird, darf nicht leichthin diskreditiert werden als ,Verdünnung‘ des Glaubens, es ist vielmehr der wichtige Versuch, Berührungsflächen mit dem Glauben zu erhalten oder neu zu schaffen.“

Hermann Barth zum Ehrendoktor in Münster ernannt

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Aus den Landeskirchen und Werken

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) starten anlässlich des Buß- und Bettags am 17. November 2010 die Aktion „busstag.de“. Das Motto in diesem Jahr lautet „Auf was wartest du?“. Zentrales Element der Aktion ist die Webseite, die umfangreiche Informationen zum Buß- und Bettag und zum Jahresmotto bietet, darüber hinaus Materialien mit Anregungen für Gebete und Gottesdienste sowie interaktive Möglichkeiten wie Chat, Online-Seelsorge und Beratung. Anfang November wird die Seite freigeschaltet. Seit 1996 gibt es die Aktion der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck zum Buß- und Bettag, seit 2008 beteiligt sich die bayerische Landeskirche an der Aktion.

Aktion Busstag.de

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Diakonie

Neun Monate nach dem schweren Erdbeben ist die Cholera in Haiti ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben hat die Epidemie bislang 200 Tote gefordert. Mehr als 2.000 Menschen sind infiziert und benötigen dringend Medikamente. Mit großer Sorge beobachtet die Diakonie Katastrophenhilfe die Entwicklung in Haiti. „Die Krankenhäuser sind mit der Situation vollkommen überfordert“, schildert die Leiterin des Diakonie Katastrophenhilfe-Büros in Port-au-Prince, Astrid Nissen, die Lage. Dringend benötigt werden Antibiotika, Salzlösungen, Wasserreinigungs-Tabletten und Handseife, so Nissen weiter. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat deshalb damit begonnen, Medikamente und Chlortabletten zur Wasserreinigung in die betroffenen Gebiete zu bringen. "Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Situation außer Kontrolle gerät.“

Haiti: Hilfswerk bringt Medikamente zu Cholera-Kranken

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Viele Menschen haben Sorge, durch Krankheit, Unfall oder im Alter die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren, abhängig von anderen Menschen zu werden oder nicht mehr selbst bestimmen zu können, was mit ihnen geschieht. Der vorliegende Ratgeber der Diakonie informiert aus christlicher Sicht über Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen. Er enthält Hinweise für Betroffene und ihre Angehörigen sowie für Träger und Mitarbeitende diakonischer Einrichtungen.

Der Ratgeber für Patientenverfügungen

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Medien

2009 sind rund zehn Millionen Menschen den Hungertod gestorben. Um die unfassbare Zahl begreiflich zu machen, haben der Filmemacher Marcus Vetter und die SZ-Journalistin Karin Steinberger den Dokumentarfilm "Hunger" gedreht. TV-Premiere des Films ist am Montag, 25. Oktober um 22.45 Uhr in der ARD. Jeweils ab 20.15 Uhr wird er am 25. Oktober bei Phoenix und am 27. Oktober bei EinsPlus wiederholt. Zusätzlich zu dem Dokumentarfilm wurde eine Bildungs-DVD produziert. „Der Film ist für uns alle ein Ansporn, mehr für die Hungernden der Welt zu tun. Das bisherige Engagement reicht nicht aus“, zieht Rudolf Ficker, Vorstand des EED, sein Fazit. Der EED erhoffe sich von der Dokumentation und der Bildungs-DVD eine stärkere Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit zum Thema Hunger. „Jeder kann etwas dagegen tun, jeder von uns hat die Möglichkeit einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass der Hunger in der Welt besiegt wird."

TV-Tipp: Hunger (ARD-Themenwoche „Essen ist Leben“)

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Religionen sind für die einen die Motoren internationaler Konflikte und Inbegriff von Verblendung. Für die anderen sind sie die Quellen eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen und ein Hort der Aufklärung. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden veranstaltet das Kulturbüro der EKD Streitgespräche zur aktuellen Sonderausstellung „Kraftwerk Religion. Über Gott und die Menschen“. Bei der ersten Diskussion streiten am 27. Oktober Prof. Dr. Hans G. Kippenberg, Religionswissenschaftler an der Jacobs-Universität Bremen und Christof Ziemer, Berliner Theologe und enagagiert in der Friedensbewegung (Dresden) und interreligiöser Versöhnungsarbeit (Sarajevo), um die Frage: „Wieviel Gewalt steckt in der Religion?“.

EKD-Kulturbüro organisiert Streitgespräche in Dresden

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Unethisches Verhalten von Unternehmen sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Doch wie sieht im Kontrast dazu "gelebte Unternehmensethik" aus? Spielt Ethik überhaupt eine Rolle im Unternehmensalltag und wenn ja: was leistet sie? Veronika Drews-Galle hat hierzu Entscheider in großen deutschen Unternehmen befragt. Die Soziologin untersuchte, mit welchen ethischen Problemen Führungskräfte im Alltag konfrontiert sind und wie sie diese erfolgreich lösen."Das Gute im Geschäft - Wie Unternehmen Ethik treiben" aus der Reihe SI konkret 3 ist im LIT-Verlag Münster erschienen.

Gelebte Unternehmensethik

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Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) hat ein positives Fazit der 11. Vollversammlung des LWB gezogen und ein Heft zur Nacharbeit in den Gemeinden vorgelegt. Der Vorsitzende des DNK/LWB, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), sagte, die Vollversammlung habe gezeigt, „dass der LWB als Communio der lutherischen Kirchen weltweit seine Verantwortung sieht, indem er die Themen angesprochen und angeschnitten hat, die die Welt bewegen und innerkirchlichen Klärungsbedarf an die zweite Priorität gesetzt hat, wo dies auch hingehört. Durch die Wahl eines palästinensischen Bischofs zum neuen Präsidenten des LWB, der klar für eine friedliche Lösung des Nahostkonfliktes in einer Zweistaatenlösung eintritt, hat der LWB auch deutlich gemacht, dass der Friede in diesem Erdteil für ihn ganz wichtig ist.“ Am meisten beeindruckt habe ihn bei der Vollversammlung die Vergebungsbitte an die Mennoniten und wie diese von ihnen angenommen worden sei. Es sei zu fragen, ob der LWB nicht etwas Ähnliches auch gegenüber den Juden initiieren solle.

Pressemitteilung der VELKD: Deutsche Lutheraner bewerten LWB-Vollversammlung positiv

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Worte zum Tag

Alles Lieben ist ein Dank-Abstatten dafür, dass wir selber geliebt und im Lieben geheilt worden sind.

Helmut Thielicke (1908 – 1986), deutscher Theologe

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