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EKD-Newsletter Nr. 372, 16. November 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Synode

VELKD / UEK

Reformprozess

Religion

Worte zum Tag

Synode

Für die nächsten fünf Jahre steht der rheinische Präses Nikolaus Schneider an der Spitze der EKD. Synode und Kirchenkonferenz wählten den 63-Jährigen am Dienstag in Hannover zum neuen Ratsvorsitzenden. Schneider erhielt im ersten Wahlgang 135 von 143 gültigen Stimmen und damit die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. "Es ist ein gutes Gefühl, dass die Probezeit jetzt zu Ende ist", sagte Schneider nach seiner Wahl. Er sei nun mit dem nötigen Mandat ausgestattet, um öffentlich auftreten zu können.

Neuer Ratsvorsitzender der EKD

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Die EKD verlangt grundlegende Schulreformen, damit alle Kinder gleiche Chancen erhalten. Mehr Bildungsgerechtigkeit sei überfällig, hieß es in einem auf der EKD-Synode in Hannover beschlossenen Diskussionspapier. In der Kundgebung werden mehr Ganztagsangebote an Schulen sowie bessere Möglichkeiten zur Integration von Behinderten und Migranten gefordert. Unter dem Thema "Niemand darf verloren gehen! – Evangelisches Plädoyer für mehr Bildungsgerechtigkeit" hatten die Synodalen unter anderem Referate der Professoren Christoph Markschies und Thomas Rautenbach gehört.

Kundgebung, Referate und Informationen zum Schwerpunktthema

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Die Synodaltagung ist beendet. In einem festlichen Gottesdienst in Langenhagen wurden die neuen Ratsmitglieder, der Ratsvorsitzende und sein Stellvertreter in ihre Ämter eingeführt. Aber auch an den vorausgegangenen Synoden-Tagen nahmen sich die Synodalen Zeit für Andachten und Bibelarbeiten. www.ekd.de hat diese dokumentiert.

Predigten und Bibelarbeiten auf der Synode

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Ein „wahrhaft epochales Werk“ sei das neue Pfarrdienstgesetz der EKD, sagte Landesbischof Ulrich Fischer und EKD-Ratsmitglied, als er den Entwurf für das Gesetz der EKD-Synode zur Abstimmung vorlegte. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Pfarrerberuf, der zu Recht als Schlüsselberuf der evangelischen Kirchen bezeichnet wird, werden auf eine einheitliche und verlässliche Grundlage gestellt.“ Nicht weniger als elf unterschiedliche Pfarrdienstgesetze gebe es bisher in den 22 Gliedkirchen der EKD, so Landesbischof Fischer.

Pressemitteilung und Beschluss Pfarrdienstgesetz

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Vor „weiteren sozialen Verwerfungen“ durch die aktuelle Gesetzesinitiative zur Gesundheitsreform hat die Synode der EKD gewarnt. Durch die geplante Gesundheitsreform würden Menschen mit geringem Einkommen, aber auch solche mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen zusätzlich belastet, heißt es in einem „Beschluss für eine solidarische Gesundheitsversorgung“, der am Mittwoch, 10. November in Hannover verabschiedet wurde.

Pressemitteilung: Synodenbeschluss zur Gesundheitsreform

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Die Folgen der Finanz-, Wirtschafts- und Klimakrise in Entwicklungsländern sollen durch die Erträge einer Finanztransaktionssteuer gemindert werden. Das beschloss die EKD-Synode auf ihrer Tagung in Hannover. In ihrem Beschluss zu den UN-Milleniumsentwicklungszielen fordern die Synodalen die Bundesregierung auf, einen Aktionsplan mit konkreten und messbaren Schritten zu entwickeln.

Beschluss zu den Millenniumsentwicklungszielen

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VELKD / UEK

Eine Konzentration auf biblisch-theologische Grundaussagen im Hinblick auf das Amt der Verkündigung und auf die sich daraus ergebenden praktischen Konsequenzen, fordern die die Mitglieder der VELKD-Generalsynode mit Blick auf den Pfarrdienst. In ihrer einstimmig gefassten Entschließung betonen sie zudem die Verantwortung der Kirchen- und Gemeindeleitungen für die Rahmenbedingungen. „Dazu gehört es, dass Pfarrerinnen und Pfarrer über Freiräume für Fortbildung und persönliches Selbststudium, geistliche Einkehr und gelebte Spiritualität verfügen.“ Ein geregelter Austausch in der Gemeinschaft der Ordinierten sowie Begleitung und Beratung sollten jederzeit möglich sein. Zugleich erklärten die Synodalen: „Es ist und bleibt eine wichtige Aufgabe für die Zukunft, daran zu arbeiten, dass das eine Amt der Verkündigung des Evangeliums von Gemeindegliedern und ordnungsgemäß berufenen Amtsträgern gemeinsam wahrgenommen und verantwortet wird.“

Der Text der Entschließung

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Ein theologisches Thema stand im Mittelpunkt der diesjährigen Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) in Hannover: Die Delegierten beschäftigen sich im Plenum und in Gesprächsgruppen mit einem Votum des Theologischen Ausschusses zum christlichen Gottesverständnis. Anhand zahlreicher Beispiele aus der biblischen Überlieferung zeigt das Votum des Theologischen Ausschusses, dass Gott zwar vielfach durch menschliche Züge charakterisiert wird, dass die Bibel dabei gleichwohl die Unverfügbarkeit Gottes und die Unantastbarkeit seines Geheimnisses wahrt.

Nachdenken über das christliche Gottesverständnis

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Reformprozess

Engelsgleich durch eine Kirche fliegen und ganz neue Eindrücke aus ungewohnten Blickwinkeln gewinnen: das "Kirchenschiff", ein ferngesteuerter Mini-Zeppelin mit Videokamera macht's möglich. Bereitgestellt wird das Ganze von einer Gruppe Studierender der Düsseldorfer Universität. Unter dem Namen "Windreiter" lenken sie den Zeppeling und erstellen aus den Luftaufnahmen einen ruhigen musikalisch unterlegten Film mit viel Atmosphäre. Im Kirchenkreis Düsseldorf will man damit die evangelischen Kirchen bekannter machen - und mit den ungewöhnlichen Ansichten von ganz oben ist man damit bestimmt auf dem richtigen Weg.

Editorial: Kirchen im Fluge

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Religion

Mit einer Themenkampagne unter dem Motto "Auf was wartest Du?" rückt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck auch in diesem Jahr den Buß- und Bettag (17. November) in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Mit Plakaten, einem Internetauftritt und weiteren Materialien will die Landeskirche Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema geben und auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam machen.

www.busstag.de

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Die siebenjährige Naemi Wanner hat ein Bild gemalt. Sehr kreativ und eigenständig denkt sie über Gott nach. Sogar Kinder, die in einem atheistischen Umfeld aufgewachsen sind, haben eine Vorstellung von Gott. Jungen betonen vor allem die Größe Gottes, seine Mächtigkeit und Kraft. Den Mädchen ist vor allem wichtig, Gottes Nähe, seine Fürsorge und seinen Schutz in ihren Zeichnungen darzustellen.

Editorial zu den Gottesbildern von Kindern

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Im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag gedenken Christen ihrer Verstorbenen. Unter der Überschrift "Gott kennt alle unsere Namen" findet am Ewigkeitssonntag, dem 21. November, um 18.00 Uhr eine Chatandacht auf evangelisch.de statt, bei der die Namen Verstorbener nacheinander eingeblendet werden. Dazu ist ein Trauerbuch freigeschaltet, in welches bis zum Ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eingetragen werden können.

Weitere Informationen auf trauernetz.de

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Worte zum Tag

Millionen Jahre waren, ehe es mich gab. Jahrmillionen werden vielleicht nach mir sein. Irgendwo in ihrer Mitte sind ein paar Sommer, in denen für mich Tag ist auf dieser Erde. Für diese Spanne Zeit danke ich dir.

Jörg Zink, ev. Theologe

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