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EKD-Newsletter Nr. 374, 06. Dezember 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Medien

Ausland

Aus der VELKD

Stiftungen

Gesellschaft

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

In einem festlichen Gottesdienst in Hannover wurde der Theologe Hermann Barth als Präsident des Kirchenamtes der EKD verabschiedet und sein Nachfolger, der Jurist Hans Ulrich Anke, eingeführt. Außerdem führte der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, auch noch Thies Gundlach als neuen theologischen Vizepräsidenten und Christoph Thiele als Leiter der Rechtsabteilung des Kirchenamtes ein. An den Gottesdienst, der einen Generationenwechsel markierte, schloss sich ein Empfang mit mehreren hundert Gästen im Kirchenamt an der Herrenhäuser Straße an.

Editorial "Generationenwechsel"

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Der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, hat Vorbehalte gegen den geplanten Bundesfreiwilligendienst geäußert, der den Zivildienst ablösen soll. Aus Sicht der EKD könne dies nur eine "Übergangslösung" darstellen, sagte Schneider auf einer Tagung über Freiwilligendienste in Berlin. "Keinesfalls dürfen dadurch die bestehenden Jugendfreiwilligendienste gefährdet werden", fügte er hinzu. Vielmehr sollten Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale und Ökologische Jahr in ihrer Vielfalt und Eigenart gestärkt werden. Schneider sprach sich dafür aus, dass es hinsichtlich der evangelischen Freiwilligendienste im In- und Ausland eine Gesamtstrategie geben müsse. Der neue Bundesfreiwilligendienst soll zum 1. Juli 2011 eingeführt werden. Er soll den Zivildienst ablösen, wenn Mitte 2011 die Wehrpflicht ausgesetzt wird.

Pressemitteilung zur Tagung „Freiwilligendienste in Europa“

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Der Präsident des Kirchenamtes der EKD, Hans Ulrich Anke, hat in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd),angekündigt, dass im Reformprozess der EKD neue Akzente gesetzt werden sollen. Außerdem forderte der oberste Jurist der EKD von allen Religionen die konsequente Einhaltung der deutschen Rechtsordnung. Dies, so Anke, gelte auch für die Gleichberechtigung der Geschlechter Außerdem will der Präsident des Kirchenamte die inhaltliche Arbeit der EKD auf das 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 ausrichten. Um die verschiedenen Aktivitäten besser abzustimmen, solle eine Koordinationsrunde eingerichtet werden.

epd-Newsmeldung

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Für ihre Verdienste um die demokratische Gesellschaft und die deutsche Einheit hat die Präses der EKD-Synode, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, die höchste Auszeichnung des Landes Hessen erhalten. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) überreichte der 44-jährigen Thüringer Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen am 1. Dezember die Wilhelm-Leuschner-Medaille. Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, erklärte in seinem Gratulationsschreiben, Göring-Eckardt habe Außergewöhnliches in unterschiedlichen Ämtern und Funktionen geleistet. Dazu zählten besonders ihre Verdienste für die Friedliche Revolution in der DDR. Aufgewachsen im Widerstand gegen das SED-Regime sei Göring-Eckardt ein "lebendiges Symbol für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung".

Nikolaus Schneider gratuliert Katrin Göring-Eckardt

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Medien

Es sind noch ein paar Rollen zu besetzen im virtuellen Krippenspiel auf "Weihnachten - Der Film" und das Beste ist: jeder kann mitmachen. Mit wenigen Mausklicks lassen sich Portraitfotos hochladen und schon ist man in der Weihnachtsgeschichte dabei. Liebevoll animiert und mit einem zwinkernden Auge umgesetzt entsteht so in Minuten ein Film, den man anschliessend sogar per E-Mail an Freunde schicken kann. Das Weihnachtsfilmprojekt wird von mehreren Landeskirchen, der Diakonie, der Deutschen Bibelgesellschaft und dem Internetportal evangelisch.de unterstützt.

www.weihnachten-der-film.de

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"Er war Bischof - wie ich - nur etwa 1500 Jahre vor mir", sagt Gerhard Ulrich aus Nordelbien. Die Rede ist natürlich von Nikolaus von Myra, um den sich viele Legenden ranken. Was ist dran an dieser Lichtgestalt und was hat das mit den heutigen Schokoladenmännern zu tun? Die aktuelle Folge aus der Videoreihe "So gesehen" dreht sich um genau dieses Thema. Und Bischof Ulrich hat Antworten parat, will mit seiner Sendung zum Nachdenken anregen und zeigen, wie lebensnah der christliche Glaube ist. "So gesehen" läuft immer sonnabends um 16.59h auf SAT.1, ein Archiv verganger Beiträge gibt es auf ekd.de

Videoclip zum Nikolaustag aus der Reihe "So gesehen"

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Wenn sich das Jahr allmählich dem Ende zuneigt, dann läuft auch die Frist für den Webfish ab. Noch bis zum 31. Dezember können sich interessierte Webmaster mit ihrem Internetangebot zum EKD Internet Award bewerben. Der fröhlich gelbe Fisch wird mittlerweile zum fünfzehnten Mal ausgelobt und soll besonders gelungene christliche Angebote auszeichnen. Verliehen er von der EKD und dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP). Der goldene Fisch ist mit 1.500 Euro dotiert, der silberne Fisch ist 1.000 Euro wert und der bronzene bringt seinem Gewinner 500 Euro.

www.webfish.de

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„Gott steht als Schöpfer jenseits der Polarität der Geschlechter“. Diese Ansicht vertritt der Alttestamentler Frank Crüsemann (Bielefeld) in einem Interview mit der evangelischen Monatszeitschrift zeitzeichen. In der Dezemberausgabe der Zeitschrift spricht der emeritierte Professor über die Gottesbilder in der Bibel, ihre Herkunft und Entwicklung. Er erklärt, dass die patriarchale Vorstellung von Gott mit der jahrhundertelangen Entwicklung zum Monotheismus einhergeht und keineswegs immer so war. Außerdem betont Crüsemann, dass Gott nicht identisch sei mit dem, „was wir sagen und denken.“ Gängige Vorstellungen über Gott, die ausschließlich von „Herr“ oder gar einem „alten Mann mit Rauschebart“ sprechen, müssten korrigiert werden. Freiheit, Befreiung und Beziehung – die Gott bereits in den Zehn Geboten kennzeichnen – müssten wieder in das Zentrum der Vorstellung von Gott gerückt werden, forderte der Alttestamentler.

www.zeitzeichen.net

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Ausland

Angesichts der gespannten Lage in Korea hat der Auslandsbischof der EKD, Martin Schindehütte, das Seemanöver von Südkorea und US-Streitkräften kritisiert. Auch die evangelischen Kirchen Südkoreas haben sich gegen die Durchführung gemeinsamer Seemanöver vor der Küste Nordkoreas gewandt. In der Erklärung des Nationalen Rates der Kirchen in Korea (NCCK) warnten die Kirchen vor einer militärischen Eskalation und riefen die Regierungen dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Krise mit diplomatischen Mitteln zu überwinden. Die Erklärung fordert eine Rückkehr der südkoreanischen Regierung zur Entspannungspolitik. Die harte Linie der gegenwärtigen Regierung gegenüber Nordkorea habe die Gefahr eines Krieges erhöht.

Nationaler Rat der Kirchen warnt vor militärischer Eskalation

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Die Anfänge der kleinen Gemeinde in La Paz gehen auf eine Reihe Unternehmer zurück, die in den 1950er Jahren eine eigene Gemeinde in Bolivien gründeten - ihre Familien lebten teilweise seit Generationen in Südamerika. Aber die kleine Gemeinschaft schrumpft; längst kann man sich keine eigenen Pfarrer mehr leisten. Seit einigen Jahren beauftragt die EKD Ruhestandspfarrer jeweils für ein Jahr. Vielleicht nicht gerade ideal, aber ein wichtiges Signal für die Christen, die dort regelmässig zum Gottesdienst kommen. 2010 hat Pfarrer i. R. Claus von Criegern diese Aufgabe übernommen. In der aktuellen Ausgabe von "Brief aus..." im Magazin Chrismon berichtet er von den besonderen Herausforderungen und der einzigartigen Schönheit Boliviens.

Brief aus... Bolivien

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Aus der VELKD

2017, der 500. Jahrestag der Reformation, soll ein Jubiläum „in globaler Weite und ökumenischer Offenheit“ werden, „in dem wir nicht die Macht von Institutionen in das Zentrum stellen, sondern die Zuwendung Gottes zu uns Menschen – gerade zu denen, die es am meisten brauchen“. Darauf hat der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfarrer Martin Junge (Genf), bei einem Besuch des Deutschen Nationalkomitees des LWB aufmerksam gemacht. Die vergangenen Jahrzehnte hätten global ein nie gekanntes Maß an Ungleichheit gebracht. Junge wörtlich: „Das aktuelle Weltwirtschaftssystem macht immer noch Menschen zu Verlierern und zerstört die Lebensgrundlagen der nächsten Generationen. Grundsätzlich scheint eines der Grundübel heute darin zu bestehen, dass wir von Ressourcen leben wollen, die es in dieser Form gar nicht gibt. Das gilt für die Finanzkrise, das gilt aber auch für die ökologische Krise. Beide sind Ausdruck einer ähnlichen Maßlosigkeit. Religionen – nicht nur die christliche – gehören nach meiner Auffassung zu einer ungeahnten Ressource, um dieser Maßlosigkeit zu begegnen.“ Die Kirchen müssten für die Schwächsten einstehen und neue Ideen entwickeln, wie sie dieser Verantwortung gerecht werden könnten.

Pressemitteilung zum Besuch des LWB-Generalsekretärs

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Stiftungen

Unübersehbar ist der St. Petri Dom in Bremen. Gar nicht weit von den berühmten Stadtmusikanten der Hansestadt erhebt er sich auf einem einstigen Dünenzug rechts der Weser, seine beiden Türme überragen die nebenan gelegenen Gebäude von Rathaus und Bürgerschaft. Bis vor wenigen Wochen war der Anblick des imposanten Kirchengebäudes, der "KiBa-Kirche des Monats Dezember", von einem Baugerüst beeinträchtigt. Der St. Petri Dom ist die älteste Kirche in Bremen. Schon 789 errichtete der von Karl dem Großen geweihte Bischof Willehad auf dem Dünenzug eine kleine, hölzerne Kirche, die allerdings kurz darauf im Zuge des letzten Sachsenaufstands vollkommen zerstört, und 805 durch einen ersten steinernen Dom ersetzt wurde.

Pressemitteilung zur "KiBa-Kirche"

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Gesellschaft

Gerhard Ding ist Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Mannheim und verrichtet seine Arbeit im Schatten von Stahltüren, Gittern und Sicherheitsschlössern. Von Gerechtigkeit und Nächstenliebe kann er hier nicht so einfach sprechen, wie "draußen" vor einer normalen Gemeinde. "Das bekommt hier eine ganz andere Dimension", sagt er. Und ungeschehen könne er eine Missetat auch nicht machen - manchmal entsteht da schon ein wenig das Bild vom "hilflosen Helfer". Aber viele Häftlinge bauen auf seine Arbeit, seine offene Art und seine menschliche Nähe.

"Herr Pfarrer, ich weiß nicht, warum ich das gemacht habe"

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Manchmal sind sie die einzigen Garanten für die Nahversorgung abgelegener Dörfer: von Bürgern geführte Dorfläden haben derzeit Hochkjunktur, bundesweit gibt es schon rund 200 von ihnen und es werden immer mehr. Viele Discounter haben sich bereits aus dem ländlichen Raum zurückgezogen und die Dorfläden füllen eine Lücke. Dabei sind sie mehr als nur Einkaufsmöglichkeiten - sie fungieren als Anlaufstelle für die Dorfbewohner und dienen dem sozialen Miteinander.

Editorial zu Dorfläden-Initiativen

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Worte zum Tag

Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Und zuletzt wurde ich ganz still.

Sören Kierkegaard (1813-1855), dän. Philosoph und Theologe

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