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EKD-Newsletter Nr. 376, 23. Dezember 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Weihnachten

Aus den Landeskirchen und Werken

Kirchenpolitik

Aus der VELKD

Jugend

Stiftungen

Worte zum Tag

Weihnachten

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, hat in seiner Weihnachtsbotschaft das Kommen Jesu in die Welt als Zeichen für „Zuversicht und Stärke“ gedeutet. Jesu Licht scheine auch in „schwarzer Finsternis“. Er äußerte die Sorge, dass in Deutschland gerade in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwunges, Menschen in Abseits geraten könnten, die nicht davon profitieren. Außerdem sandte er „Fürbitte“ und „gute Gedanken“ zu den deutschen Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan. Er bekräftigte aber auch, dass eine realistische Abzugsperspektive der Bundeswehr nötig sei.

Weihnachtsbotschaft von Nikolaus Schneider

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"Weihnachten ist fertig", sagt Halligpastor Matthias Krämer (46). Er hat seine Planungen und Vorbereitungen für die Gottesdienste an Heiligabend und an den Weihnachtstagen abgeschlossen. Ob er aber pünktlich auf Oland, Gröde und Langeneß erscheinen kann, ist auf den nordfriesischen Halligen nicht sicher. "Es darf keine Eisschollen geben", sagt Krämer mit Blick auf das winterliche Wetter. Denn dann könnte Postschiffer Fiede Nissen nicht mit dem Postboot kommen, und der Zeitplan für Heiligabend und womöglich auch für die Weihnachtsfeiertage könnte kippen.

Editorial zu den Halliggottesdiensten

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Aus den Landeskirchen und Werken

Aus Anlass des Weihnachtsfestes wirbt der EKD-Ratsvorsitzende und rheinische Präses, Nikolaus Schneider, um Unterstützung für die 52. Aktion „Brot für die Welt“. An Weihnachten stehe die Geburt eines Kindes im Mittelpunkt. „Was damals in einem unscheinbaren Stall in Bethlehem geschah, ist bis heute ein Grund zum Feiern“, so der Ratsvorsitzende in einer Kanzelabkündigung zum Heiligen Abend. „Aber nicht überall auf dieser Welt ist eine Geburt in gleicher Weise ein Freudenfest.“ Oft seien die hygienischen Zustände bei der Geburt so schlecht, dass Mutter und Kind sterben, so Schneider. Andere Mütter seien ungewollt schwanger und verheimlichten voller Angst die Geburt vor ihrer Umgebung. „Viele Eltern verzweifeln, weil sie nicht wissen, wie sie ihr Kind ernähren sollen. Gerade Eltern mit behinderten Kindern stehen vor großen Schwierigkeiten.“ Die diesjährige Spendenaktion steht unter dem Motto: „Es ist genug für alle da“. Ein bewusst provokant gewählter Slogan angesichts der Tatsache, dass momentan fast eine Milliarde Menschen auf der Welt Hunger leidet, obwohl weltweit genügend Nahrungsmittel für alle Menschen produziert werden.

www.brotfuerdiewelt.de

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Kirchenpolitik

Der Bericht der Bundesregierung zu Afghanistan verdeutlicht für Renke Brahms, den Friedensbeauftragten des Rates der EKD und Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche, ein "eklatantes Missverhältnis" zwischen Militär und zivilen Hilfen. Er wünsche sich, "dass das Land stabil ist, die Afghanen in einigermaßen gesicherten Verhältnissen leben und die deutschen Soldaten mit Blick auf ihre Familien baldmöglichst zurückkehren können." Brahms lobte zwar, dass neun Jahre nach dem Start des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan erstmals eine Zwischenbilanz vorgelegt wurde, schränkte aber ein: "Das wurde auch Zeit." Kirchen und Friedensinitiativen hätten diese Bilanz schon vor Jahren gefordert, sagte der leitende Bremer Theologe.

Newsmeldung zum Afghanistanbericht

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Die neu erschienene Broschüre des Sozialwissenschaftlichen Institutes (SI) der EKD macht Mut: Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen stellen ihre Projekte vor, die sich an diejenigen richten, die keine Teilhabe an der Gesellschaft besitzen und die am Rande stehen. "Einladen statt abhängen" lautet denn auch der Leitspruch, der über den vielen guten Beispielen steht. Vieles ist bereits geleistet worden, doch es gibt noch eine Menge Spielraum. Die Broschüre steht zum Download bereit, kann aber auch in Printform bestellt werden.

Aktuell aus dem SI

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Aus der VELKD

Anlässlich der Einrichtung der deutschlandweit ersten Professur für das Fach „Spiritual Care“ am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin am Klinikum der Universität München hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, auf Berührungspunkte und Überschneidungen zwischen Theologie und Medizin hingewiesen. Besonders beim Umgang mit Sterben und Tod sei das Miteinander von Theologie und Medizin unabdingbar. Über einen mancherorts noch bestehenden Graben werde mit der Stiftungsprofessur jetzt eine Brücke geschlagen. Die beiden Professoren, der evangelische Theologe Dr. Traugott Roser und Dr. Eckhard Frick SJ hätten die Aufgabe, als Brückenbauer, angehenden Ärztinnen und Ärzten einen Zugang zu theologischen Fragestellungen am Ende des Lebens, beim Sterben eines Menschen zu vermitteln. „Spiritual Care“ – „Sorge um die Seele“ finde er als Begriff „sehr passend, drückt er doch die Nähe zur Seelsorge aus und ist zugleich davon deutlich unterschieden“. Denn Ärztinnen und Ärzte sollten ja nicht in erster Linie Seelsorger sein, sondern lediglich kompetent mit den seelischen Bedürfnissen ihrer Patientinnen und Patienten umgehen können.

Pressemitteilung der VELKD

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„Säkularisierung – Eine ökumenische Herausforderung für die Kirchen“ (128 Seiten) - so lautet der Titel der neuesten Veröffentlichung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Die Studie des Ökumenischen Studienausschusses der VELKD und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) wird herausgegeben vom Vorsitzenden des Ausschusses, Prof. Dr. Joachim Track, sowie von Oberkirchenrat Dr. Oliver Schuegraf, Referent für Ökumenische Grundsatzfragen und Catholica der VELKD.
Im Vorwort heißt es: „Pauschalthesen wie die Be­hauptung, dass die Säkularisierung das Ende der Religion und Religionen heraufführe, haben sich ebenso als unzutreffend erwiesen wie Thesen vom Ende des Säkularisierungsprozesses durch die ,Revitalisierung‘ der Religion und der Religionen.“ Wie der Untertitel der Studie deutlich mache, wurde der Blick immer wieder auch auf die Diskussion in den anderen Kirchen – Orthodoxe Kirchen, Römisch-Katholische Kirchen, evangelische Freikirchen – ausgeweitet.

Pressemitteilung der VELKD

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Jugend

Zum diesjährigen europäischen Taizé-Jugendtreffen in Rotterdam ab dem 28. Dezember werden mehr als 30.000 Jugendliche erwartet. Die fünftägige Begegnung soll Jugendliche auf ihrer Suche nach Versöhnung und Frieden unter den Christen und zwischen den Völkern unterstützen. Gespräche zu gesellschaftlichen Themen sowie gemeinsame Gebete stehen auf dem Programm. Das teilte die ökumenische Bruderschaft in Taizé mit. – Seit 1978 organisieren die Brüder der Gemeinschaft von Taizé die Treffen, zu denen Jugendliche aus ganz Europa kommen. Mit dieser neuen Etappe des „Pilgerweges des Vertrauens auf der Erde“ setzt die Communauté von Taizé den Weg ihres Gründers, Frère Roger, fort und möchte Jugendliche auf ihrer Suche nach Versöhnung und Frieden unter den Christen und zwischen den Völkern unterstützen. Im nächsten Jahr ist der Veranstaltungsort des Jugendtreffens Berlin.

Newsmeldung zum Jugendtreffen

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Stiftungen

In der Barnstädter St. Wenzel-Kirche in Sachsen-Anhalt bleibt es an Weihnachten still, denn die prächtige Barockorgel ist abgebaut, ihre Bestandteile sind auf der Empore gelagert oder in die Orgelbauwerkstatt in Saalfeld gebracht. Mit Hilfe der Stiftung Orgelklang konnte im Oktober die großangelegte Restaurierung des 1754 fertig gestellten Instruments begonnen werden. Und es sind noch gewaltige Aufgaben zu bewältigen: 1.485 Pfeifen, drei Manuale, giftige Rückstände eines Holzschutzmittels, Tünche... die Liste ist lang und ein Ende nicht abzusehen. In Barnstädt nimmt man's gelassen und feiert den Weihnachten in der Nachbargemeinde.

Pressemitteilung zur "Orgel des Monats"

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Worte zum Tag

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Jesaja 9, 1

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