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EKD-Newsletter Nr. 381, 15. Februar 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Medien

Ökumene

Diakonie

UEK

Reformprozess

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Der Rat der EKD hat eine Erklärung zur Präimplantationsdiagnostik veröffentlicht. Generell hält der Rat der EKD darin daran fest, dass PID verboten werden soll. Eine Gruppe im Rat hält die Zulassung der PID nur in dem besonderen Fall für denkbar, wenn es sich nicht um eine Auswahl zwischen behindertem und nichtbehindertem Leben handelt, sondern um die Wahl zwischen lebensfähig und nicht lebensfähig, also um die grundsätzliche Lebensfähigkeit eines Embryonen. Wichtig war dem Rat zu betonen, dass „ein Leben mit Behinderung in die ganze Bandbreite der Ebenbildlichkeit Gottes“ eingeschlossen sei.

Pessemitteilung und Stellungnahme des Rates

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Aus der Sicht des Beauftragten für Friedensarbeit des Rates der EKD, Renke Brahms, ist Friedensbildung eine Kernaufgabe der Schulen, die es auszubauen gilt. Dieses Ziel verfolgt ein neues Projekt der Aktionsgemeinschaft Dienst für Frieden (AGFD) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK). So sollen Lehrern und Lehrerinnen geeignete Materialien für den Unterricht zur Verfügung gestellt werden und ein Pool qualifizierter Referenten und Referentinnen aufgebaut werden, die von Schulen eingeladen werden können. In der gemeinsamen Geschäftsstelle von AGFD und EAK wird zudem die aktuelle Diskussion zur Rolle der Bundeswehr an Schulen ausgewertet und Interessierten Analysen und Dokumente zur Verfügung gestellt.

EKD-Pressemitteilung

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Medien

Die Abstimmungsphase hat begonnen: Bis zum 14. März können Nutzerinnen und Nutzer mit entscheiden bei der Vergabe des evangelischen Internetpreises „WebFish“ 2011. Zehn christliche Internet-Angebote wurden für den diesjährigen Internetpreis der evangelischen Kirche nominiert. Die mit Medien-Experten aus Kirche und Gesellschaft besetzte Jury unter Vorsitz des Mitglieds des Rates der EKD, Landesbischof Ulrich Fischer, hat aus über 100 eingereichten Internetseiten die Vorauswahl getroffen.

www.webfish.de

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Ökumene

Anlässlich des Besuches von Benedikt XVI. in Deutschland im September dieses Jahres hat die EKD eine Begegnung des Papstes mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen Kirchen angeregt. In einem Schreiben an den Papst regte der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, eine Begegnung im Augustinerkloster Erfurt und möglicherweise auch eine gemeinsame gottesdienstliche Feier an. Schneider bezeichnete es in dem Schreiben als „außerordentlich reizvoll und ergiebig“, sich im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 über die Bedeutung der Reformation „aus unserer jeweiligen Perspektive“ auszutauschen.

epd-Meldung

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Die Notlage der Christen im Nahen Osten, ein ökumenischer Aufruf an die Kirchen zum Engagement für gerechten Frieden und Planungen für die 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Jahr 2013 werden im Mittelpunkt der Tagung des ÖRK-Zentralausschusses vom 16. bis 22. Februar in Genf stehen. Die EKD ist mit fünf Delegierten im Zentralausschuss vertreten. „Einen besonderen Augenmerk werden wir bei den Beratungen auf die schwierige Situation der Christen im Nahen Osten richten“, so Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und einer der EKD-Delegierten. Als weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach der Gewaltüberwindung und einem gerechten Frieden zu erwarten. Der Zentralausschuss wird wichtige Akzente für die vom 18. bis 24. Mai auf Jamaika stattfindende Internationale Ökumenische Friedenskonvokation setzen.

Pressemitteilung der EKD

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Diakonie

Für viele Gefangene sind gerade die ersten Tage in der Untersuchungshaft die schlimmsten. Hier ist auch die Suizidgefahr besonders hoch, mehr als die Hälfte aller Selbstmorde werden in dieser Zeit oder zu Beginn einer Haftstrafe begangen. Mit einem bundesweit einzigartigen Pilotprojekt will das niedersächsische Justizministerium dagegen angehen: ein Telefon stellt anonym die Verbindung zu einem Gefängnisseelsorger her. Die Leitungen sind die ganze Nacht geschaltet. In sehr persönlichen Gesprächen kommt fast alles zur Sprache, es ist der Ausweg aus endlosen Grübeleien, wenn sich die Zellentür geschlossen hat. Und auch diejenigen Insassen, die das Telefon noch nicht genutzt haben, befürworten das Projekt: „Es ist ein beruhigendes Gefühl, nicht allein zu sein."

Telefonseelsorge für Gefangene soll Suizide verhindern

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Nur drei Jahre bleibt Johannes Stockmeier in seinem Amt, doch der 62jährige Theologe gibt sich zuversichtlich: "Hinschauen, dranbleiben und nicht weglaufen" sei stets sein Motto gewesen; von der ersten Pfarrstelle im nordbadischen Wertheim bis zum Vorstandvorsitzenden der badischen Diakonie. Damit bewegt er sich ganz in der Familientradition – beide Großväter waren schon Pfarrer. Der eine ist gar als „Armenpfarrer von Nürnberg“ bekannt geworden. Als neuer Präsident der Diakonie geht Stockmeier diesen Weg nun konsequent weiter voran.

epd-Meldung

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Pflegekräfte für die Altenpflege werden gesucht und ihr Bedarf wächst weiter. Doch wie geht es den Pflegenden? Mit welcher Einstellung und Wertehaltung verrichten sie ihre Arbeit – zuhause oder beruflich? Wie kommen sie mit steigenden Anforderungen klar? Diesen Themen widmet sich eine neue Publikation des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD. Die Autorinnen haben Alten- und Krankenpflegerinnen in ihrem Alltag begleitet und nach ihren Vorstellungen und Erfahrungen guter Pflege befragt. Sie analysieren die gesellschaftlichen, institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen und fragen auch nach der Zukunftsfähigkeit häuslicher Pflegearrangements.

„Unsichtbare Pflegearbeit. Fürsorgliche Praxis auf der Suche nach Anerkennung“

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UEK

Ist die Vorstellung von Gott als „Person“ sach- und zeitgemäß? Oder entspricht es dem Empfinden heutiger Menschen eher, von einer unpersonalen göttlichen „Macht“ zu sprechen? Der Theologische Ausschuss der Union Evangelischer Kirchen (UEK) hat sein Votum unter dem Titel „Gott reden - von Gott reden. Das Personsein des dreieinigen Gottes“ veröffentlicht. Außerdem wird ein didaktischer Leitfaden zur Einführung in das Thema bereitgestellt. „Eine unpersönliche Kraft ist stumm und kennt kein Erbarmen“, so formuliert Michael Beintker, der Vorsitzende des Ausschusses. Im theologischen Zentrum des Votums steht die Darlegung, wie die personale Rede von Gott im Geheimnis seiner Dreieinigkeit gründet.

Informationen zum Votum des Theologischen Ausschusses der UEK

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Reformprozess

Bis zu 70 Personen ziehen an manchen Abenden mit ihren Fackeln durch das malerische Kleinwalsertal. An verschiedenen Stationen machen sie Halt, kurze Texte und Impulse oder ein gemeinsames Lied bilden die einzelnen Etappen der „Andacht unterm Sternenhimmel“, welche die Kirchengemeinde Hirschegg in der Wintersaison alle vierzehn Tage anbietet. Hier finden sich die unterschiedlichsten Menschen zusammen: Alte, Junge, Familien, Touristen, Einheimische oder sogar solche, die der Kirche eigentlich fremd geworden sind. Es verbindet sie die alte Faszination, die Sterne im Nachthimmel zu betrachten. Auf dem Fackelzug können sie miteinander ins Gespräch kommen und das ist es denn auch, was bei dieser Veranstaltung so besonders geschätzt wird. Und wenn die Andacht mit dem Vaterunser und einem Segen ausklingt, dann ist man sich gar nicht mehr so fremd...

Projekt des Monats Februar

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Worte zum Tag

Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: „Wo kämen wir hin“ und niemand ginge, um mal zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.

Kurt Marti, ev. Pfarrer, Dichter und Schriftsteller

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