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EKD-Newsletter Nr. 383, 08. März 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Medien

Diakonie

Ausland

Stiftungen

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Unter dem Motto „Ich war´s! Sieben Wochen ohne Ausreden“ steht die diesjährige Fastenaktion der evangelischen Kirche. „Ausreden helfen auf Dauer nicht weiter,“ betont auch der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, in seiner Fastenbotschaft. Irgendwann gehe die Fähigkeit verloren, „ehrlich gegenüber sich selbst zu sein.“ Die Fastenaktion lade daher auch dazu ein, sich einmal selbst zu prüfen und sich selbst, anderen Menschen und auch Gott gegenüber Fehler und Schwächen einzugestehen. Am 13. März 2011 wird der Auftaktgottesdienst von „Sieben Wochen ohne“ in Hamburg-Eimsbüttel mit dem Ratsvorsitzenden gefeiert und live im ZDF übertragen.

Fastenbotschaft von Präses Schneider

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Der Ratsvorsitzende der EKD hat das Flüchtlingslager "Marsa Open Center" auf Malta besucht. Danach zeigte er sich erschüttert über die Lebensbedingungen und die Perspektivlosigkeit vieler Flüchtlinge. Angesichts der aktuellen Lage in Nordafrika warnte Schneider vor einer humanitären Katastrophe. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann erste Flüchtlinge aus Libyen oder Tunesien Malta erreichten. Schneider forderte: "Europa muss auf den Ernstfall vorbereitet sein und schnell unkomplizierte Hilfe leisten."

EKD-Pressemitteilung

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Auch nach der geplanten Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes zum 1. Juli 2011 ist die kirchliche Arbeit für Kiregsdienstverweigerer wichtig. Diese Auffassung vertritt Pfarrer Jens Haupt. Er ist Leiter des Zentrums für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Schließlich gebe es das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung weiterhin. Zwar sei sie nicht mehr die "Eintrittskarte zum Zivildienst, sondern eine persönliche Entscheidung", so Haupt, aber trotzdem sei es wichtig, dass die evangelische Kirche die Gewissensbildung in bezug auf den Dienst mit der Waffe schärfe.

epd-Meldung

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Nach Ansicht der Kirchen in Baden-Württemberg (Evangelische Landeskirchen in Baden und Württemberg, Erzdiözese Freiburg, Diözese Rottenburg-Stuttgart) gehört es zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen, Kinder religionssensibel zu begleiten, ihnen die christliche Prägung der europäischen Kultur und zugleich die Vielfalt von Religionen zu erschließen. Die Kirchen und ihre Trägerverbände haben zur didacta 2011 zur Umsetzung ihres Anliegens die am baden-württembergischen Orientierungsplan für Erziehung und Bildung ausgerichtete Handreichung „Sinn, Werte und Religion“ vorgelegt. Die Handreichung zeige auf, so Wolfgang Kalmbach vom Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart, „dass Kinder in einer pluralen Gesellschaft schon früh die Normalität der Verschiedenheit erfahren und mit ihren Fragen nach Gott und Welt nicht alleine gelassen werden dürfen“. Angesprochen werden ausdrücklich auch Einrichtungen in nicht kirchlicher Trägerschaft, die sich in der Praxis mit folgenden Fragen konfrontiert sehen: Sollen auch in nicht kirchlichen Kitas die biblische Weihnachtsgeschichte erzählt und die christlichen Feste gefeiert werden? Wie gehen Erzieherinnen mit religiöser Vielfalt in den Einrichtungen um? Welche Bedeutung haben religiöse Traditionen für eine wertorientierte Erziehung?

Weitere Informationen

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Medien

Die badische Landeskirche bietet jeden Tag zur Mittagszeit ein Gebet oder einen Impuls als sogenanntes „Twittagsgebet“. Die Texte werden unter www.twittagsgebet.de eröffentlicht. Außerdem können sie über das Internetangebot Twitter abonniert werden. Sechzehn Autorinnen und Autoren - von der Seelsorge-Kirchenrätin bis zum Rundfunkpfarrer - schreiben die bis zu 140 Zeichen kurzen Gebete und Impulse im Wechsel.

twitter.com/twittagsgebet

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Gute Tradition ist es in vielen Kirchengemeinden, während der Passionszeit regelmäßig Andacht zu feiern. Zum zweiten Mal bietet evangelisch.de dies auch online an. Jeweils am Donnerstag um 21:30 Uhr wird ab dem 10. März 2011 bis zum Gründonnerstag jede Woche eine Chat-Passionsandacht auf evangelisch.de angeboten. Die Andachtsreihe steht unter dem Motto: "Ich war's (nicht)... Von Adam & Eva bis Petrus: Biblische Geschichten vom Scheitern... - und wie es weitergeht“. Die Andacht findet als Chat statt. Sie wird mit einer kurzen Eingangsliturgie eröffnet, danach bedenken die Andachtsteilnehmer gemeinsam einen Bibeltext. Es folgen Fürbitte, Vaterunser und Segen im Chat. Am 10.3. stehen Adam und Eva im Mittelpunkt der gemeinsamen Bibellese, die Andachtsreihe endet am Gründonnerstag mit der Figur des Petrus.

Kreis "Passionsandachten"

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Diakonie

Manche Verletzungen müssten eigentlich in einer Klink behandelt werden, aber das ist für viele der Besucher von „Luthers Waschsalon“ ein ferner Wunschtraum. Seit es die Gebühr für Arztpraxen gibt und viele Medikamente kostenpflichtig sind, kommen immer mehr Menschen in die Räume in der Nähe des Hagener Bahnhofs. Medizinstudenten, pensionierte Ärzte und Sozialarbeiter sind im „Waschsalon“ tätig, der 1997 von der Bahnhofsmission Hagen ins Leben gerufen wurde. Damals war der Name übrigens Programm, denn die Räume hat die benachbarte Lutherkirchengemeinde zur Verfügung gestellt. Jetzt ist die Diakonie mit als Träger involviert und 25 ehrenamtliche Mitarbeiter sind im Einsatz. Für viele Menschen sind Projekte dieser Art eine der ganz wenigen Chancen auf Teilhabe in der Gesellschaft – und sei es nur die reine ärztliche Behandlung oder das Gespräch mit einem Mediziner.

Editorial zu "Luthers Waschsalon"

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Ausland

Von Süddeutschland nach Norwegen: vor viereinhalb Jahren kam Friedbert Baur nach Oslo und heute lebt er ausgesprochen gerne dort. Besonders angetan hat es ihm der lockere Pragmatismus der Norweger und so ist der Satz „Det ordner seg – Das ordnet sich“ ein oft gehörter. Überhaupt ist man im Norden bemüht, gut miteinander auszukommen. Nett sein, loben, sich bedanken oder Konflikte auch mal offen ansprechen ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen gehört einfach zum Lebensalltag dazu. Das ist schon wichtig in einem Land mit monatelangem klirrend kalten Winter, wo es überall spezielle Omega-3-Kapseln und Vitaminpräparate gegen Winterdepressionen zu kaufen gibt.

Brief aus Oslo

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Stiftungen

Eigentlich ist sie ein bisschen zu groß, die aus Feldstein errichtete evangelische Kirche in dem beschaulichen Ort Buckau im brandenburgischen Kirchenkreis Elbe-Fläming. Aber sie versprüht einen ganz eigenen Charme – und der wunderschöne Taufengel am Schnitzaltar und die romantische Boettcher-Orgel aus dem Jahre 1864 sind echte Highlights. Derzeit prägen jedoch zahlreiche Wassereimer und Plastikfolien das Bild im Inneren: das Dach ist undicht geworden und Regenwasser dringt ein. Die Feuchtigkeit ist paradiesisch für den Hausschwamm, der Braunfäule verursacht und letztendlich die hölzerne Deckenkonstruktion gefährdet. Anfang März beginnen die Sanierungsarbeiten, die von der Stiftung KiBa mit 15.000 Euro gefördert werden. Schon im Mai soll der erste Abschnitt beendet sein, denn dann brüten die geschützten Fledermäuse, die im Dachstuhl leben. Denn der Taufengel ist nicht das einzige Wesen mit Flügeln in Buckau...

EKD-Pressemitteilung

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Worte zum Tag

Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe.

Mark Twain (1835-1910), amerikan. Schriftsteller

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