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EKD-Newsletter Nr. 388, 27. April 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Religion

Kirchenpolitik

Reformprozess

Stiftungen

Medien

Ausland

Worte zum Tag

Religion

Ostern ist das Fest der Freude und des Jubels, so der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, in seiner diesjährigen Osterbotschaft. Und diese Freude trägt über die Ostertage hinaus: "Gottes Zusage ermutigt Menschen, ein anderes Leben zu führen." Die Osterbotschaft, die Predigten an Karfreitag und Ostersonntag und weitere Texte rings um das Osterfest finden Sie hier:

www.ekd.de/ostern

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Unter dem Motto "Frei:Mut - Kanzelreden zu Reformation und Freiheit" haben das Kulturbüro der EKD und die Stiftung St. Matthäus am Ostersonntag in Berlin eine Predigtreihe mit Vertretern aus Kirche und Politik gestartet. An acht folgenden Sonntagabenden soll in der St.-Matthäus-Kirche am Kulturforum über die "Kultur der Freiheit" und die prekäre Balance zwischen Freisinn und Verantwortung nachgedacht werden. Den Auftakt bildete am 24. April der Berliner Landesbischof Markus Dröge. Als weitere Prediger werden der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, Volker Kauder, der stellvertretende SPD-Fraktionschef Hubertus Heil, die grüne Europapolitikerin Rebecca Harms und Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms (FDP) angekündigt.

Predigtreihe "Frei:Mut"

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Kirchenpolitik

Im Blick auf die Debatte um den Karfreitag hat der EKD-Ratsvorsitzende vor einem Trugschluss gewarnt: „Wenn man meint, man kann einen Feiertag seines Inhaltes entkleiden, ihn aber trotzdem als Feiertag behalten, dann wird man sich gewaltig irren“, sagte Präses Nikolaus Schneider am Karsamstag im Deutschlandradio Kultur. Inhaltlich definierte Feiertage seien wichtig für die Gesellschaft: „Wir brauchen einen Rhythmus für unser Leben. Wir brauchen Zeiten, wo wir arbeiten. Wir brauchen Zeiten, wo wir frei haben und da nicht nur irgendwie Spaß haben, sondern auch mal über uns und über das Leben zum Nachdenken kommen. Wir brauchen Feste, die jubelnd sind. Wir brauchen aber auch Zeiten, wo wir mal über die dunklen Seiten des Lebens nachdenken, denn jeder von uns macht die Erfahrung des Todes, macht die Erfahrung des Bösen in der Welt.“ Das gelte in besonderer Weise für den Karfreitag: „Das Großartige am Karfreitag ist doch, und deshalb ist er für uns Protestanten wirklich theologisch gesehen der wichtigste Feiertag, selbst im Elend des Todes bist du nicht alleine. Sogar Gott selber in seinem Sohn ist diesen Weg gegangen - in Solidarität mit dir als Mensch. Und du gehst darin nicht verloren. Du wirst darin nicht vernichtet. Es ist nicht das letzte Wort über dich. - Eine großartigere, eine wichtigere Botschaft kann es kaum geben.“

epd-Meldung

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Reformprozess

Für viele Menschen braucht die Trauer um die Verstorbenen einen ganz konkreten Ort – aber was tun, wenn die Gräber von Freunden und Familien in fernen Ländern liegen oder überhaupt nicht bekannt sind? Oftmals verbindet sich mit „Gräbern in der Ferne“ eine ganz besondere Leidensgeschichte von Krieg, Vertreibung und Entwurzelung. Die ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien Lemgo will hier neue Wege beschreiten: im Sommer 2011 soll auf dem Hauptfriedhof der Stadt ein Denkmal errichtet werden, das an genau jene Menschen erinnern soll. Ein Arbeitskreis über die Gemeindegrenzen wurde gegründet und viele neue Kontakte haben sich ergeben. Plötzlich arbeiten Menschen mit, die ihre Kirchengemeinde vorher nie wahrgenommen hatten. Ehemals undenkbare Kooperationen werden möglich, gemeinsame Anliegen und Trauer werden geteilt und bewältigt.

Projektseite "Gräber in der Ferne"

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Stiftungen

Spätestens seit der Erdbebenkatastrophe in Japan haben Spenden über das Internet einen Bekanntheitsgrad errungen, dass über geschickt lancierte Maßnahmen über soziale Netzwerke wie Facebook in kürzester Zeit Millionenbeträge zusammenkommen, die den Betroffenen direkt helfen können. In Deutschland kommen derzeit rund zehn Prozent des Spendenvolumens online zusammen und es werden schnell mehr. Das Netz ermöglicht größere Transparenz und vor allem Interaktivität. Das wissen auch längst die großen Hilfswerke und richten ihre Kampagnen immer stärker auch ganz gezielt auf die Netzcommunity aus – aber diese neue Art des Fundraising braucht viel Aufmerksamkeit und fordert so manches Umdenken.

Onlinespenden liegt im Trend

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Unmittelbar an der vorpommerschen Boddenküsten liegt das kleine Fischerdorf Gristow. Die Kirchengemeinde dort besitzt einen begehbaren Turm mit Aussichtsplattform und ist ein beliebtes Ausflugziels in der Region zwsichen Greifswald und Stralsund. Die romantische Orgel der kleinen Kirche ist ebenfalls etwas ganz besonderes, denn sie wird ganz bewusst in Originalzustand zurückgebaut. Zu Pfingsten soll alles fertig sein - dann wird die "Orgel des Monats April" im Rahmen eines festlichen Orgelkonzertes wieder neu erklingen.

Orgel des Monats

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Medien

Der animierte Zeichentrickfilm „Die Zehn Gebote – Mose und das Geheimnis der steinernen Tafeln“ ist nach der TV-Ausstrahlung auf Super RTL jetzt auch als DVD mit 16-seitigem Booklet im Handel erhältlich. Die Produktion der EKD Media GmbH gemeinsam u. a. mit Promenade Pictures sowie in Verbindung mit der Deutschen Bibelgesellschaft und RTL war im vergangenen Jahr im Verleih der FARBFILM im Kino gezeigt worden. Der US-amerikanische Film für Kinder ab 6 Jahren wurde in der deutschen Fassung mit den Stimmen u. a. von Ben Becker, Otto Sander, Sky Du Mont, Leon Boden, Judy Winter und Heinrich Schafmeister synchronisiert. Die nichtgewerblichen Rechte zur Vorführung des Films im Unterricht und in der Gemeindearbeit liegen bei der Matthias-Film, die auch didaktische Materialien wie Unterrichtsvorschläge, Infoblätter, Filmmaterial von den Aufnahmen sowie Statements der Synchronsprecher bereit hält.

Pressemitteilung der EKD

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Wie gestaltet man Aktionen und Gottesdienste zur Tauferinnerung in der Gemeinde? Wie kann der Glaube nach der Taufe das Kind durch Leben tragen und das Familienleben inspirieren? Das Tauferinnerungs-Paket enthält neben zwei äußerst erfolgreichen Kinderbibeln eine kleine Handreichung für die Gemeindearbeit und gibt Antworten und praktische Anleitungen. Das Arbeitsheft enthält zwei fertige Entwürfe für die Gottesdienstgestaltung und Ideen für Familienbesuche, bei denen es um die Taufe geht.

Die Handreichung auf bibelonline.de

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Immer mehr junge Menschen werden Opfer von Gewalttaten auf der Straße, in Schulen oder in öffentlichen Nahverkehrsmitteln. Kostenlose Unterstützung bietet „Erste Hilfe bei Gewalt“, ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. und der DASI Berlin gGmbH. Auf www.erste-hilfe-bei-gewalt.de erhalten die Jugendlichen Hilfe durch Beratung, Begleitung durch ehrenamtliche Helfer und Workshops.

www.erste-hilfe-bei-gewalt.de

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Auf dem Kongress des Deutschen Fundraising-Verbands in Fulda wurde die Ehrenamts-Initiative "Help the Oma" des Diakonischen Werks in Frankfurt am Main als beste Kampagne ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Dank der Ehrenamts-Kampagne "Help the Oma" konnte die Frankfurter Diakonie nach eigenen Angaben 50 ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen. Für die Kampagne waren drei alte Damen in Frankfurt unterwegs und provozierten Hilfsbereitschaft bei Passanten, indem sie zum Beispiel ihre Einkaufstasche fallen ließen. Den Helfern übergaben die "Omas" ein Faltblatt der Diakonie mit der Botschaft "Genau Sie haben wir gesucht!".

www.help-the-oma.de

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Ausland

Leben nach der Katastrophe: in der evangelischne Gemeinde deutscher Sprache in Tokio bemüht man sich, wieder einigermassen ins Alltagsleben zurück zu kehren. Doch die Stimmung ist nach wie vor gedrückt, die Nachrichten über zerstörte Städte und Dörfer im Norden Japans und die Meldungen über steigende Strahlungswerte im havarierten Atomkraftwerk Fukushima machen eine Rückkehr in die Normalität manchmal kaum möglich. Pfarrerin Elisabeth Hübler-Umemoto und ihre Gemeinde haben Trost und Halt in der Bibel gefunden - vieles liest sich im Angesicht der Situation plötzlich ganz anders und gewinnt völlig neue Bedeutung. Nach Deutschland berichtet die Pfarrerin regelmässig in ihrem "Tagebuch Tokio".

"Tagebuch Tokio"

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Die fünfundsechzig Kilometer von Nazareth nach Kapernaum haben es in sich: feste Schuhe, Sonnenhut und ein ordentlicher Wasservorrat zählen zur absoluten Grundausrüstung, wenn man sich auf den Spuren Jesu durch die kargen aber faszinierenden Landschaften Galiläas auf den Weg macht. Neben der körperlichen Herausforderung bleibt aber vor allem ein spirituelles Erlebnis. Inzwischen weiß auch das israelische Tourismusministerium den Pilgerweg zu fördern. Noch ist der „Jesustrail“ eher ein Geheimtipp, aber dank des steten Ausbaus mit Wegweisern, Rast- und Picknickplätzen mag die Tour bald immer bekannter werden.

Der "Jesustrail"

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Worte zum Tag

Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Schriftstellerin

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