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EKD-Newsletter Nr. 392, 11. Juni 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Religion

Kirchenpolitik

Medien

Reformprozess

Stiftungen

Worte zum Tag

Religion

Zum diesjährigen Pfingstfest hat der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, dazu aufgerufen in „entscheidenden Fragen unseres Lebens“ Partei zu ergreifen und Stellung zu beziehen. Das heiße für den Frieden und gegen „Gewalt und Krieg auf allen Seiten“ einzutreten. Außerdem sollten gerade zu Pfingsten Christinnen und Christen offen sagen „an wen wir glauben und auf wen wir hoffen“. Gott habe zu Pfingsten den Heiligen Geist gesandt, „damit wir nicht für uns selbst leben, sondern Zeugen Jesu Christi werden“.

Pfingsten öffnet Augen für Gerechtigkeit

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Kirchenpolitik

„Es ist sehr irritierend, dass die Rechte einer Minderheit eingeschränkt werden, von der in keiner Weise eine Bedrohung ausgeht“, kritisiert der Vorsitzende der Evangelischen Mittelost-Kommission, Landesbischof Johannes Friedrich, die jüngsten Einschränkungen für Christen in Algerien. Nach einer kurzen Phase der religionspolitischen Liberalität gehe der algerische Staat seit 2006 restriktiv gegen Nicht-Muslime vor.

EKD-Pressemitteilung

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Am Rande des Kirchentages trafen Vertreter des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats und der EKD zusammen. Der Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, dankte Metropolit Hilarion von Volokolamsk für das offene und fruchtbare Gespräch und begrüßte die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Diese soll die gegenseitigen Besorgnisse, Themen und Zielsetzungen des Dialogs in die Beratungen einbringen und die gegenseitigen Schwierigkeiten und Fragen dabei offen berücksichtigen. Detailliert besprachen Metropolit Hilarion und EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte unterschiedliche Perspektiven des Dialogs zwischen beiden Kirchen und brachten beiderseits ihr großes Interesse an dessen Fortsetzung zum Ausdruck.

EKD-Pressemitteilung

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Medien

„Dresden hat den Kirchentag verzaubert, der Kirchentag hat aber auch Dresden verzaubert“, freute sich Katrin Göring-Eckardt, Kirchentagspräsidentin und Synodenpräses der EKD. Beim evangelischen Kirchentag in Dresden hatte sich der deutsche Protestantismus Anfang Juni fünf Tage lang in seiner ganzen Breite präsentiert: 118.000 Dauerteilnehmer und Zehntausende Tagesgäste haben ein Fest des Glaubens gefeiert: fröhlich, fromm und zugleich sehr politisch. Einige Diskussionen, Predigten und Impressionen hat www.ekd.de dokumentiert.

www.ekd.de/kirchentag

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Können Kirchen und Religionsgemeinschaften im 21. Jahrhundert mit ihren Wertvorstellungen und Traditionen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen? Das ist das Thema des aktuellen Frageforums des Bundesinnenministeriums. Noch bis zum 19. Juni können Bürgerinnen und Bürger dort Fragen stellen. Bei einer anschließenden Abstimmung entscheiden die Nutzer, welche drei Fragen der Bundesinnenminister in einem Videopodcast beantworten soll.

Fragen stellen

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Damit sozial-diakonische Themen in Schule und Gemeinde aufgegriffen werden können, gibt das Diakonische Werk der EKD Unterrichtsmaterial zu verschiedenen sozialen Themen heraus. Es richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Aktive in der Kinder- und Jugendarbeit und hilft bei der Vorbereitung von Unterrichtsstunden oder Projekten. Das Material enthält Hintergrundinformationen für Unterrichtende und Arbeitsblätter für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die erste Einheit trägt den Titel „Diakonie sein“ und ist für die drei Schulstufen Primarstufe, Sek I und Sek II aufbereitet. Das Material steht in der Datenbank und als kostenloses, druckfähiges Download im Internet zur Verfügung.

Diakonie-Unterrichtsmaterial

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Mit zwei ADC-Nägeln in Silber hat der „Art Directors Club für Deutschland“ (ADC) das Neue Testament der BasisBibel in den Kategorien Buchumschläge und -titel sowie Produktdesign prämiert. Die BasisBibel wird von der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) herausgegeben. Als Agentur zeichnete „gobasil“ (Hamburg/Hannover) für das Produkt verantwortlich. Die „ADC-Nägel“ gelten als wichtigste Preise der deutschsprachigen Kreativbranche. In unterschiedlichen Medien-, Grafik- und Design-Kategorien vergab eine Jury 219 Nägel in Gold, Silber und Bronze sowie 237 weitere Auszeichnungen. Zusätzlich erhielt die BasisBibel eine Auszeichnung beim ADC Junior-Award für die Arbeit des „gobasil“-Mitarbeiters Oliver Popke. Die Deutsche Bibelgesellschaft gehörte mit zwei Nägeln in Silber zu den Top-30-Unternehmen bei der Vergabe Anfang Mai in Frankfurt am Main.

Zwei Nägel in Silber für die BasisBibel

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Im Stadtgebiet von Oldenburg hatten sich während der Passionszeit 28 Kirchen, Gemeinden und andere Einrichtungen zusammengeschlossen, um in einem ökumenischen Projekt mit dem Titel „Licht des Glaubens“ Kunstwerke von Ludger Hinse auszustellen. Mit über 140 Begleitveranstaltungen gehörte es zu den größten Projekten von Kunst und Kirche in Niedersachsen. Das von vielen Menschen begeistert aufgenommene „große Lichtkreuz" des Künstlers in der St. Lambertikirche bewegte den Gemeindekirchenrat, das Kreuz zu erwerben. Da der Gemeinde dafür keine Geldmittel zu Verfügung stehen, hofft man nun auf Spenden der Menschen in Oldenburg, die sich so zahlreich für den Verbleib des Kreuzes in der Kirche ausgesprochen haben.

www.licht-des-glaubens.de

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Reformprozess

Die „LichtKirche“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist am 24. Mai 2011 in Wiesbaden ausgezeichnet worden: Ihr wurde die vom Land Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer ausgelobte „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Hessen 2011“ zugesprochen. Der Preis, der seit 1954 verliehen wird, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Qualitätsvolle Lösungen für Tourismus, Freizeit und Erholung“. Von 84 eingereichten Arbeiten erhielten sechs eine Auszeichnung, unter ihnen die „LichtKirche“, und neun weitere eine „Besondere Anerkennung“. Die „LichtKirche“ ist ein mobiles Gebäude, das an verschiedenen Orten aufgestellt werden kann (Newsletter 12/10). Ihr nächster Standort wird auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) sein, die vom 15. bis 25. September 2011 in Frankfurt am Main stattfindet.

www.lichtkirche.de

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Stiftungen

Zum zweiten Mal hat die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) innovative Modelle der Nutzungserweiterung von Kirchengebäuden ausgezeichnet. Den ersten Preis in der Kategorie „Gemeindepreis“ erhalten in diesem Jahr die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Hamburg-Altona und das Architekturbüro Garbe aus Hamburg. In dieser Kirche werden ein Kindergarten in freier Trägerschaft, eine Jugend-Lounge sowie eine Kletteroase im Kirchturm eingerichtet. Eine kreative Illumination akzentuiert das Kirchengebäude neu. Mit diesem „qualitätsvollen Vorhaben der Nutzungserweiterung mit Vorbildcharakter im großstädtischen Bereich“ sei es gelungen, das „Konzept einer offenen Kirche für den Stadtteil zu erarbeiten“, so die Begründung der Jury. Der Preis ist mit einer Förderung durch die Stiftung KiBa von bis zu 25.000 Euro dotiert. Informationen zu den Plätzen zwei und drei des „Gemeindepreises“ sowie zum nicht dotierten „Ehrenpreis“ stehen auf der Website. Um die Auszeichnung hatten sich mehr als 40 Gemeinden aus dem Bundesgebiet beworben. Schirmherr des Preises ist in diesem Jahr Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Die Preise werden am 23. Juni 2011 im Rahmen des Evangelischen Kirchbautages in Rostock verliehen.

www.stiftung-kiba.de

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Worte zum Tag

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.

Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945), dt. evangelischer Theologe, im KZ ermordet

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