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EKD-Newsletter Nr. 393, 27. Juni 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Sport

Kirchenpolitik

Medien

Reformprozess

Aus den Landeskirchen und Werken

Stiftungen

Ausland

In eigener Sache

Worte zum Tag

Sport

Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben die evangelische und katholische Kirche am Sonntag in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche die Eröffnung der Frauen-Fußballweltmeisterschaft gefeiert. Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, sagte im Gottesdienst, die Frauen-Fußballweltmeisterschaft sei das sportliche Großereignis des Jahres und ein Grund, sich gemeinsam zu freuen: „Zu freuen darüber, dass die Frauenteams 16 Nationen vertreten und darüber, dass wir in den Genuss guten Fußballs kommen werden. Auch darüber, dass der Frauenfußball immer mehr die Anerkennung erfährt, die er verdient.“ Am Tag zuvor hatten bereits Konfirmandinnen und Konfirmanden den 1. EKD-KonfiCup ausgetragen. Gemischte Teams aus 13 Landeskirchen traten gegeneinander an. Nach einem bunten, fröhlichen und fairen Tag durften sich die Jugendlichen der St. Martini-Gemeinde Estebrügge (hannoversche Landeskirche) über den Turniersieg freuen. Zweiter wurde das Team aus Bremen, auf den dritten Platz kam die Mannschaft aus Nordelbien. Gemeinden, die die Frauen-Fußball-WM mitfeiern wollen, können sich noch zum Public Viewing anmelden. Das Materialheft „Gemeinsam fiebern, freuen, feiern“ bietet Tipps für Gemeindeveranstaltungen.

Pressemitteilung

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Kirchenpolitik

Äußerst besorgt hat sich der Sudanbeauftragte des Rates der EKD, Volker Faigle, angesichts der jüngsten blutigen Auseinandersetzungen in der Region Süd Kordofan (Sudan) geäußert. „Die sich gegenwärtig vollziehenden militärischen Auseinandersetzungen und die damit verbundene Flucht und Vertreibung in dieser Region sind alarmierende Zeichen für einen möglichen eskalierenden Konflikt zwischen der dortigen Bevölkerung und der nordsudanesischen Regierung mit schlimmen Folgen“, erklärte Faigle. Berichte aus kirchlichen Kreisen im Sudan bestätigten den hohen Blutzoll und das große menschliche Leid, das die jüngsten Auseinandersetzungen mit sich brachten, so Faigle weiter. Auch seien Kirchen, darunter die anglikanische Kathedrale von Kadugli, in Flammen aufgegangen. UN-Personal halte sich aus Sicherheitsgründen in den Kasernen auf und schütze die Zivilbevölkerung nicht. Um einem dauerhaften Frieden zwischen den beiden in wenigen Tagen souveränen Staaten Nord-Sudan und Süd-Sudan eine solide Chance zu geben, sei es dringend geboten, die noch offenen Fragen bezüglich der Grenzregionen so aufzugreifen: Der im allgemeinen Friedensabkommen vorgesehene Plan zur Klärung der Zukunft dieser Regionen müsse unverzüglich umgesetzt werden.

Pressemitteilung: Heftige militärische Auseinandersetzungen bedrohen erneut den Frieden im Sudan

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Medien

Das neue Themenheft der EKD zum Reformationstag ist fertig! Bereits zum vierten Mal seit 2008 stellt die EKD ein Themenheft zum 31. Oktober, dem Reformationstag, zur Verfügung. Auf Wunsch vieler Gemeinden liegt es 2011 erstmals sogar schon vor der Sommerpause vor. Das Heft bietet in den Rubriken „Angesagt – Nachgedacht – Ausprobiert – Notiert“ viele Anregungen rund um diesen wichtigen Feiertag, der in den vergangenen Jahren und vor dem Hintergrund des Reformationsjubiläums 2017 an Bedeutung gewonnen hat. Die Publikation enthält Predigtentwürfe, Vertiefungen und Aktionen, wie zum Beispiel den deutschlandweiten „Segensflieger“ am 31. Oktober um 15:17 Uhr.

Pressemitteilung zum neuen Themenheft

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Etwa 4 Millionen Menschen, die sich zum Islam bekennen, leben in Deutschland. Sie sind Teil unserer Gesellschaft – als Arbeit- und Unternehmer, als Schüler, als Nachbarn, als Freunde. Fremd geblieben ist uns oft ihr Glaube. Die religiösen und theologischen Grundlagen des Islam und deren Bedeutung für die soziale und kulturelle Integration. Wie ist der Islam in Wirklichkeit einzuschätzen? Welches Bild entspricht der Wirklichkeit, welches ist Vorurteil, verzerrt oder nur ein Teil der Wahrheit? Und gibt es überhaupt den Islam? „Was jeder vom Islam wissen muss“ lautet der Titel eines Handbuchs, das VELKD und EKD soeben gemeinsam veröffentlicht haben und bei der Beantwortung dieser und andere Fragen hilft.

Pressemitteilung VELKD

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Reformprozess

Vom 14. bis 16. Juni fand die 1. Land-Kirchen-Konferenz der EKD in Gotha statt. Rund 70 Teilnehmende aus allen 22 Landeskirchen arbeiteten an der Herausforderung, wie kirchliche Präsenz in sich zunehmend ausdünnenden ländlichen Räumen zukünftig aussehen kann. „Wir haben drei inhaltliche Schwerpunkte ausgemacht, an denen weitergearbeitet werden soll“, berichtet Katrin Göring-Eckardt, Präses der EKD-Synode und Vorsitzende der Steuerungsgruppe für den Reformprozess „Kirche im Aufbruch“ der EKD. „Erstens darf die Region nicht nur als strukturelle Verwaltungseinheit wahrgenommen werden, sondern als inhaltliche Gestaltungsgröße. Zweitens brauchen wir Mut zum Loslassen: Bei welchen Aufgaben sagen wir Nein, um dafür andere, zukunftsweisende Aufgaben angehen zu können. Und drittens stellt sich die Frage, was die Veränderungen für das Selbstbild der Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch für ihr Gemeinde- oder Kirchenbild bedeuten.“ An diesen Fragen rings um die „Kirche in der Fläche“ solle als zentrales Zukunftsthema im Reformprozess der EKD und in den Landeskirchen weiter gearbeitet werden. Eine weitere Land-Kirchen-Konferenz der EKD in Zusammenarbeit mit den Fachleuten vor Ort in einer Region sei dazu sehr erwünscht.

Pressemitteilung

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Nachdem 1996 bei einer Auswertung der Telefonseelsorge in der Region Krefeld festgestellt worden war, dass nur wenige Jugendliche anriefen, wurde nach Gründen dafür gesucht. Bei einer Umfrage in Krefelder Schulen stellte sich heraus, dass Jugendliche sich lieber von Gleichaltrigen beraten lassen würden. So entstand die Idee, junge Menschen so zu qualifizieren, dass sie für andere Jugendliche am Telefon da sein können.

Jugendtelefon Krefeld

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Aus den Landeskirchen und Werken

Am 3. Juli 2011 ist der „Tag der Autobahnkirchen“. In fast allen deutschen Autobahnkirchen wird an diesem Tag um 14 Uhr eine Kurzandacht mit Reisesegen angeboten. Bei dieser Gelegenheit wird das Heft mit Gebeten und Liedern für unterwegs, ein mehrsprachiger Reisesegen, ein Autoaufkleber „Notfallseelsorge“ sowie das Verzeichnis der Autobahnkirchen in Deutschland kostenlos verteilt. Die Übersicht aller Autobahnkirchen in Deutschland kann kostenlos bestellt werden bei: Die Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge, Tel. 05 61 / 7 03 41 - 30 11, Fax: 05 61 / 7 03 41 - 30 70, E-Mail: die.akademie@bruderhilfe.de

Informationen zu den Autobahnkirchen

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Mit einem Gottesdienst in der Rostocker Nikolaikirche ging am Samstagabend der 27. Evangelische Kirchbautag zu Ende. Mehr als 450 Architekten, Stadtplaner, Theologen und Künstler aus Deutschland und mehreren europäischen Ländern nahmen daran teil. Unter dem Motto "Kirchenraum - Freiheitsraum - Hoffnungsraum" ging es dabei auch um die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf Land und Kirche sowie um neue Nutzungen für Kirchen.

epd-Meldung

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Stiftungen

Keine Frage: Ein Gottesdienst ohne Orgelmusik ist wie Erdbeerkuchen ohne Schlagsahne. Die Orgel ist das klingende Herz jeder Kirche. Ihre Verkündigung erreicht direkt die Herzen der Menschen. Deutschland ist reich an Orgeln: So vielfältig wie seine Landstriche sind auch seine Orgellandschaften. Diesen unschätzbaren Reichtum zu erhalten und zu fördern - das ist das Ziel der Stiftung Orgelklang, die in jedem Monat eine „Orgel des Monats“ präsentiert. Im Monat Juni ist dies die Orgel in der St. Johannis-Kirche im fränkischen Aufkirchen, die zum ältesten Orgelbestand Süddeutschlands gehört und an deren Sanierung sich die Stiftung mit 20.000 Euro beteiligt.

Pressemitteilung

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Ausland

Das 180 Kilometer lange und 80 Kilometer breite Gebiet der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Bozen reicht vom Brenner bis zum Gardasee und ist von drei unterschiedlichen Lebensräumen geprägt: der Stadt Bozen, der umliegenden Berglandschaft der Dolomiten und der Region Trentino. Die deutsch- und italienischsprachige Stadt Bozen, Hauptstadt der nördlichen Provinz in Südtirol, liegt in der Mitte. Hier stehen auch die rund 100 Jahre alte evangelische Christuskirche und das Pfarrhaus, Mittelpunkte des gemeindlichen Lebens. Als Hauptstadt der freiheitsliebenden Südtiroler versucht Bozen, im europäischen Polit- und Kulturkarussell mitzumischen. Einmal hat sie es immerhin zu einem handfesten Skandal geschafft. 2008 wühlte ein gekreuzigter Plastikfrosch, eine Skulptur, die Bevölkerung auf und brachte das Museion, das Museum für zeitgenössische Kunst, über Nacht auf die Titelseiten europäischer Zeitungen. Freilich ein zweifelhafter Triumph!

Weitere Informationen

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In eigener Sache

Unser Team hat Verstärkung bekommen. Antje Ernst übernimmt Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und der speziellen Publizistik. Besonders wichtig ist für sie eine gute Kommunikation nach innen und nach außen. „Tritt frisch auf! Tu’s Maul auf! Hör bald auf!“ Dieses Lutherwort gilt nicht nur für Predigten, sondern auch für gute Öffentlichkeitsarbeit oder Lebensläufe, so ihr Statement.

Antje Ernst

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Worte zum Tag

Wir brauchen Spielräume, in denen wir uns angstfrei erproben. Wir brauchen Orte mit verlässlichen Regeln. Wir brauchen die Gemeinschaft der Menschen als einen Ort, an dem wir uns friedlich messen.

Gerhard Ulrich (*1951), Bischof der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche

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