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EKD-Newsletter Nr. 399, 06. September 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Medien

Ausland

Kultur

Aus den Landeskirchen und Werken

Stiftungen

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Der Friedensbeauftragte der EKD, Renke Brahms, hat zehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vor einem Generalverdacht gegenüber Muslimen gewarnt: „Muslime werden schnell mit einem gewalttätigen Islam in Verbindung gebracht.“ Doch nur ein verschwindend kleiner Teil von ihnen sei zur Gewalt bereit. „Wir müssen auf Differenzierung drängen“, appellierte der leitende Theologe der Bremischen Evangelischen Kirche. „Viele Muslime leben bei uns als friedliche Menschen“, betonte Brahms. Zu den Lektionen, die es nach dem 11. September zu lernen gebe, gehöre es, sie vor einem Generalverdacht zu schützen.

epd-Meldung

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Mit den Eigenschaften „Klarheit des Denkens, Freiheit des Glaubens und Verbundenheit mit der Kirche“ fasste der EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider das wissenschaftliche Lebenswerk Wilfried Härles zusammen. Der Heidelberger Theologe feiert seinen 70. Geburtstag. Härle bekleidete den Vorsitz in der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD von 1997 - 2010 und war Mitglied in der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Ethik und Recht der modernen Medizin“ von 2002 bis 2005.

EKD-Pressemitteilung

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Der EKD-Ratsvorsitzende und rheinische Präses Nikolaus Schneider referierte bei der Sommeruniversität des Evangelischen Studienwerks Villigst zum Thema „Glaube und Weltverantwortung: Brücken bauen zwischen Gott und Welt“. Er griff damit das Jahresthema der Sommeruniversität „überBrücken“ des Studienwerks auf. „Ein Glaube, der Weltverantwortung wahrnehmen will, ist ein Glaube, der immer wieder neu Brücken bauen muss“, erklärte Schneider. Er thematisierte verschiedene Brückenformen und -möglichkeiten im Kontext der Gesellschaft, der Kirche und des persönlichen Glaubens. Dabei ging er auf drei Bereiche ein: Glaube und Vernunft, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung sowie die Verbindung zwischen dem Studienwerk und der auf Glaube und Vernunft beruhenden Weltverantwortung.

EKD-Ratsvorsitzender bei der Sommeruniversität

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Medien

Der Evangelische Pressedienst (epd) präsentiert sich mit einem neuen Auftritt im Internet. Auf der Homepage "www.epd.de" lässt sich über einen Schlagzeilenticker verfolgen, welche Themen die große protestantische Nachrichtenagentur tagesaktuell aufgreift. Dazu präsentiert die Agentur eine Auswahl vertiefender Texte zu ihren Schwerpunktthemen: Kirche, Soziales, Ethik, Entwicklung und Medien. Eine Galerie mit Fotos von epd bild zeigt die bunte Vielfalt des Angebots. Weiterhin finden sich auf "www.epd.de" die Kontakte zu den mehr als 35 Redaktionsstandorten und Korrespondentenbüros im In- und Ausland. Der 1910 gegründete epd ist die älteste noch bestehende deutsche Nachrichtenagentur.

Evangelischer Pressedienst

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Ausland

Erst vor zwei Monaten ist Martin Quaas zusammen mit seiner Frau von der griechischen Ferieninsel nach Deutschland zurückgekommen. Längst ist ihnen Rhodos auch in geistlicher Hinsicht ein Stück Heimat geworden. Das hat geholfen, denn anfangs war das Schreckgespenst des drohenden Staatsbankrotts stets gegenwärtig. Denn auf Rhodos dreht sich alles um den Tourismus: blieben die Urlauber aus, hätte das fatale Folgen – natürlich auch für die kleine deutschsprachige Kirchengemeinde. Doch mit viel Vertrauen und Zuversicht ist die schwere Zeit überstanden und die schlimmsten Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Eine guten Gelegenheit für Pastor Quaas, Bilanz zu ziehen.

Brief aus Rhodos

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Der Arbeitsplatz von Gerhard Walcker-Mayer hat es in sich: in brütender Hitze, mitten in der lärmenden Metropole Kairo hockt er in einem schier unlösbaren Puzzle aus Orgelpfeife, Verstrebungen und Halteringen. Rund um den Kirchbau tobt der Autoverkehr auf sechs Spuren. Doch wenn die Kirchentür ins Schloss fällt, wird die Kirche zu einer anderen Welt. Einzelne Sonnenstrahlen bohren sich durch die Bleiglasscheiben und ziehen den Blick in Richtung Kuppel. "Wenn ich mir vorstelle, dass in diesem Raum ein Orgelkonzert von Bach aufgeführt würde...", sinniert Gemeindepastor Axel Matyba und spricht den Satz nicht zu Ende. Lange wird er darauf nicht mehr warten müssen: pünktlich zum 100. Geburtstag der Kirche im April 2012 soll die Orgel wieder erklingen.

Orgelklänge am Nil

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Kultur

Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Berlin zum ersten Kirchen-Kultur-Kongress erwartet. Die Auseinandersetzung mit Künsten und Kulturfragen werde zwar gerne unter dem Begriff „Schöner wohnen“ geführt, aber das sei viel zu kurz gegriffen, erklärt Petra Bahr, die Kulturbeauftragte der EKD; Vielmehr werde dort, wo die Künste sich selbst ernst nehmen, die Frage nach der Existenz zum Thema der Kunst. Damit stehe es der evangelischen Kirche gut zu Gesicht, dass „die, die in ihr leben die Auseinandersetzung mit den Künsten suchen und selbst künstlerisch produktiv“ seien.

www.ekd-kkk.de

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Insgesamt sechs Hörfunk- und Fernseh-Produktionen werden mit dem Robert Geisendörfer Preis 2011 ausgezeichnet. Außerdem würdigt die evangelische Kirche exemplarische publizistische und künstlerische Leistungen mit einem Sonderpreis. Öffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Bei der Verleihung am 13. September in Baden-Baden werden Sendungen aus allen Programmsparten ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Produktionen stärken aus Sicht der Jury das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein und tragen zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter bei.

Robert Geisendörfer Preis 2011

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Aus den Landeskirchen und Werken

Gospelchöre werden nach sozialwissenschaftlichen Kriterien befragt. Merkmale attraktiver Kirchengemeinden werden erforscht. Von Studien zur Armut in ländlichen Räumen bis zu Expertisen zur Regulierung der Finanzmärkte reichen die Projekte des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (SI). Das Institut stellt sozialwissenschaftliche und theologische Kompetenz für Kirche und Diakonie bereit und ist als wissenschaftlicher Dienst für die EKD und die Landeskirchen tätig. Die Grundlagen hierfür wurden bereits vor 40 Jahren gelegt.

Pressemitteilung: Sozialwissenschaften im kirchlichen Auftrag

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Stiftungen

Die Mauern vieler mittelalterliche Kirchen sind von Grünalgen befallen – das ist auch in St. Marien im pommerschen Poseritz der Fall. In einem Pilotprojekt werden nun klimatische Belastung und Reaktion des Mauerwerkes untersucht. Die Studie wird von der Bundesstiftung Umwelt und der Stiftung KiBa unterstützt. Für St. Marien stehen bereits erste Ergebnisse fest: eine Efeubepflanzung soll den Niederschlag von den Außenmauern abhalten. Im nächsten Schritt kann eine Dachentwässerung erfolgen. Die Kirche sei nicht nur das Wahrzeichen des Dorfes, erklärt Pfarrer Tilman Reinecke, sondern habe auch eine historische und vor allem missionarische Funktion.

EKD-Pressemitteilung

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Worte zum Tag

Sorge nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in dir zu tragen.

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, ev. Theologe und Philosoph

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