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EKD-Newsletter Nr. 409, 06. Dezember 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Advent

Kirchenpolitik

Aus den Landeskirchen und Werken

Medien

Worte zum Tag

Advent

Das Wortspiel liegt ja auf der Hand, wenn sich der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, Gedanken zum 6. Dezember macht. Was hat es eigentlich auf sich mit diesem bärtigen Mann, der heute vor allem für die Kinder Süßigkeiten und kleine Geschenke bringt? Gelegentlich hat Nikolaus Schneider den Nikolaus in Kindergruppen sogar selbst gespielt. „Mir ist die sympathische Figur dieses Heiligen in meiner Arbeit als Gemeindepfarrer sehr wichtig geworden“, erinnert sich der EKD-Ratsvorsitzende. Jetzt im Advent ist eine wunderbare Zeit, um Geschichten zu erzählen – und natürlich auch die vom Nikolaus.

Editorial

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Kirchenpolitik

Der Rat der EKD ist in Berlin mit dem Präsidium der SPD zusammengetroffen. Es war die erste Begegnung seit fast drei Jahren. Zahlreiche Themen standen auf der Agenda des lebhaften Gespräches, das gut zwei Stunden dauerte. Einig war man sich darin, dass ein entschiedenes Vorgehen gegen den Rechtsextremismus und rechte Gewalt nötig sei. Allerdings bedürfe ein NPD-Verbot einer guten Vorbereitung und dürfe die politische Auseinandersetzung nicht ersetzen. Weitere Hauptthemen des Gespräches waren die Rechtslage von Flüchtlingen, die beabsichtigte gesetzliche Neuregelung der Organspende sowie Fragen des Staatskirchenrechtes und des kirchlichen Arbeitsrechtes.

Pressemitteilung

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Vor 150 Jahren wurde in Istanbul die evangelische Kreuzkirche eingeweiht. Aus diesem Anlass war der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, zu Besuch in der Türkei. Sowohl der Besuch der Auslandsgemeinde wie auch die Begegnung mit dem Ehrenoberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., sollten ein Zeichen der Solidarität mit der christlichen Minderheit in der Türkei setzen. Nikolaus Schneider appellierte an die türkische Regierung, das im Sommer diesen Jahres erlassene Restitutionsdekret zügig umzusetzen. Er freue sich über die hoffnungsvollen Signale, die er von Vertretern verschiedener Konfessionen in der Türkei gehört habe. „Ich hoffe, dass dieser Weg der Religionsfreiheit und des konstruktiven Miteinanders zum Wohl der türkischen Gesellschaft sich fortsetzt.“

Pressemitteilung

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Die Entscheidung im Rechtsstreit über Beten in der Schule verdient nach Ansicht des Staatsrechtlers Hans Michael Heinig grundsätzliche Zustimmung. Das Bundeswaltungsgericht habe zutreffend hervorgehoben, dass ein Verbot religiöser Handlungen von Schülern nur bei einer Gefährdung des Schulfriedens in Betracht komme. Als Grundrechtsträger sei ein Schüler auch in der Schule berechtigt, seine Lebensführung an der eigenen religiösen Lehre auszurichten.

epd-News

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Aus den Landeskirchen und Werken

Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) fordert vom Weltklimagipfel in Südafrika mehr Engagement für Klimaschutz und globale Gerechtigkeit. Eine Delegation des EED beteiligt sich gemeinsam mit kirchlichen Partnern aktiv an den Verhandlungen beim 17. UN-Klimagipfel in Durban. „Unsere Erde ist das einzige Zuhause, das wir haben“, unterstrich auch der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu die zentrale Bedeutung des Klimaschutzes bei einer interreligiösen Kundgebung in Durban.

Editorial

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Im Streit über die freien Schulen in Brandenburg hat der evangelische Bischof Markus Dröge trotz Nachbesserungen der rot-roten Koalition einen Verzicht auf die geplanten staatlichen Kürzungen gefordert. Dröge regte einen runden Tisch von Land und freien Schulen an, um eine vernünftige Finanzierung abzusichern. Der Landtag will den Haushalt 2012 und die im Haushaltsbegleitgesetz geregelten Kürzungen Mitte Dezember verabschieden. „Die sogenannten Nachbesserungen ändern nichts an dem Grundproblem“, sagte Dröge. Auch bei den abgemilderten Kürzungsplänen werde die Existenz bestehender Schulen gefährdet.

epd-News

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Ein arbeitsloses Handy liegt entweder nutzlos in der Gegend herum oder es wandert in den Müll. Das muss nicht sein, finden die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und das Land Thüringen – vielmehr sollten diese Geräte sinnvoll eingesetzt werden. Zum Beispiel zur Rohstoffrückgewinnung und zum Recycling. Der Erlös fließt direkt in den Arbeitslosenfonds „1+1“ der EKM und der Diakonie. Damit werden Projekte unterstützt, die Arbeitslosen Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz geben. Und aus jedem Euro, der in diesen Fonds wandert, macht die Kirche zwei. Denn „1+1“ heißt, dass jede Spende bis zu einer jährlichen Maximalsumme von 40.000 Euro durch die EKM verdoppelt wird.

www.arbeitslosenfonds.de

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Zahlreiche Friedensgruppen, darunter auch viele kirchliche Organisationen, haben sich zum Bündnis „Aktion Aufschrei- Stoppt den Waffenhandel“ zusammengeschlossen. Das Bündnis will gegen den weltweiten Waffenhandel agieren und auf die massiv wachsenden Rüstungsexporte hinweisen. So steht die Bundesrepublik Deutschland auf der Liste der waffenexportierenden Staaten auf Platz 3. Zu dem Bündnis gehören auch die evangelischen Hilfsorganisationen Brot für die Welt und Evangelischer Entwicklungsdienst (EED).

Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!

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Medien

Ursachen und Folgen der Barmer Theologischen Erklärung untersuchen Schüler in der neuen Film-Produktion „Du sollst nicht Angst haben. Barmen 1934“. Konfrontiert mit Orten ihrer Stadt versuchen jugendliche Laienschauspieler herauszufinden und nachzuvollziehen, was an der Barmer Erklärung so besonders ist. Der Film dokumentiert dazu Originalstücke, ergänzt durch szenische Umsetzungen.

DVD für Schule und Gemeinde bei Matthiasfilm

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Eine neue Debatte über das Kriterium des Hirntodes als Voraussetzung für eine Organentnahme fordert Peter Dabrock, Professor für Systematische Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, in der Dezemberausgabe des in Berlin erscheinenden Monatsmagazins zeitzeichen. Dabrock plädiert dafür, den Status des „unumkehrbar Sterbenden“ neben dem des „Toten“ und des „Lebendigen“ anzuerkennen. Nur so könne das Kriterium des Hirntodes beibehalten werden. Der Hirntod bedeute nämlich keineswegs die schnelle, umfassende Desintegration des Körpers. Vielmehr ließe sich nur sagen, dass mit dem Hirntod der Sterbeprozess unumkehrbar geworden ist: „Es gibt unumkehrbar Sterbende zwischen Leben und Tod. Eine Organentnahme bei unumkehrbar Sterbenden ist keine Tötung auf Verlangen.“

www.zeitzeichen.net

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Worte zum Tag

Gott ist Mr. Lover. Auf den kann ich mich verlassen und – man!, was ich schon alles mit ihm erlebt hab. Gott ist wie eine Naturgewalt. Boah! Mit Gott gehen ist, wie durch alle Elemente der Natur zu gehen, aber sicher. Gerechtigkeit pur. Leben pur. Licht pur. Gott ist mein Airbag.

Psalm 18,1–15
(Quelle: Und Gott chillte. Die Bibel in Kurznachrichten, Edition chrismon)

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