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EKD-Newsletter Nr. 422, 25. April 2012

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Bildung

Medien

Diakonie

Stiftungen

Ökumene

International

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Mit Vorträgen, Gottesdiensten und Gesprächen soll sie den reformatorischen Glauben und den Beitrag der Reformation zur Entwicklung von Kirche, Staat und Kultur veranschaulichen. Als Botschafterin des Rates der EKD wird Margot Käßmann am Freitag offiziell durch den Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider, eingeführt. Auf dem Weg der Lutherdekade zum Reformationsjubiläum 2017 soll die ehemalige Landesbischöfin und Ratsvorsitzende "tatkräftige Impulse geben und gute Vernetzungsarbeit leisten".

Lutherbotschafterin

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Anlässlich der Konstituierung des saarländischen Landtags hat der rheinische Präses und EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider vor einem übersteigerten Hunger nach Wahlerfolgen und parteipolitischen Siegen gewarnt. Der aus Fußballstadien bekannte Ruf 'Wir wollen Sieger sehen' setze auch Politiker gewaltig unter Druck, sagte Schneider laut Predigttext in Saarbrücken im Ökumenischen Gottesdienst. Auch wer "diesmal oder wieder nicht" zu den Siegern gehöre, muss laut Schneider nicht verzagen und verbittern. Gottes Wort öffne den Blick für das Unsichtbare und relativiere die "Logik des sichtbaren Erfolgs", auch in der Politik.

Predigt über 2. Korinther 4, 16 - 18

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Bildung

Eine größere Anerkennung der Bildungsleistungen von Kirchen und Sportvereinen haben die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei einer gemeinsamen Konferenz in Berlin gefordert. Die in Kirche und Sport erworbenen Qualifikationen wie Teamgeist, Führungsverantwortung und soziale Kompetenz würden bisher in Wirtschaft und Beruf nur unzureichend berücksichtigt. Dies schlage sich auch in der bedauerlichen Praxis nieder, dass diese „nonformalen“ Bildungsleistungen nicht im Bildungsbericht der Bundesregierung erwähnt würden. Zu der Veranstaltung hatten die Deutsche Bischofskonferenz, die EKD und der DOSB erstmals gemeinsam nach Berlin eingeladen.

EKD-Pressemitteilung

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Medien

Der Greifswalder Theologe Roland Rosenstock hat an die Kirchen appelliert, "Social-Media-fähig" zu werden. Die Kirche müsse sich fragen, wie sie sich in soziale Netzwerke einbringen könne. Der Kommunikationsexperte der Hamburger Agentur achtung!, Wolfgang Lünenburger-Reidenbach, betonte bei der der 46. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit: "Einen Computer einzuschalten und online zu sein, ist heute völlig normal." Die Kirche müsse lernen, die "kulturellen Codes" in den sozialen Netzwerken zu entschlüsseln. Rund 90 Teilnehmer diskutierten im westfälischen Villigst darüber, wie Kirche sich im Internet und sozialen Netzwerken präsentieren kann. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Netzwerk für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations und Marketing in Kirche und Diakonie.

epd-Meldung

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Diakonie

„Brot für die Welt“ hat seine Aktion „Wir säen Zukunft – säen Sie mit!“ bis 2012 verlängert. Die Aktion zeigt Alternativen im alltäglichen Umgang mit den Ressourcen der Erde auf. Es wird appelliert an die christliche Verantwortung angesichts eines Lebens im Überfluss auf Kosten der Mitmenschen in den armen Ländern der Erde. Nachdenken über den Umgang mit der Schöpfung und die Gestaltung eines fairen Zusammenlebens stehen im Zentrum der Mitmachaktion: Ob Engagierte in Gemeindeleitungen oder Kindergärten, ob unter Konfirmanden oder Senioren – alle sind aufgerufen zu „Gärtnern der Hoffnung“ zu werden und mit eigenen Ideen die Aktion zu unterstützen.

Wir säen Zukunft – säen Sie mit!

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Mit einem neuen Namen stärken die „Berliner Bibelwochen“ ihr Profil: 1953 wurden sie als Reaktion auf die Teilung Deutschlands eingerichtet – doch seit der Wende 1989 ist die europäische Ausprägung immer deutlicher geworden. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmer aus anderen Ländern. Damit sind die Bibeldialoge zu einer Art europäischer Denkwerkstatt für Gemeinden geworden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden. Der erste Europäische Bibeldialog findet vom 11. - 15. Juli zum Thema „Heimat – Home: Wohin ich gehöre – Where I belong“ in der Bundesakademie für Kirche und Diakonie in Berlin-Pankow statt.

UEK-Pressemitteilung

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Stiftungen

Drei Gemeinden werden am Pfingstmonat in der Fernsehsendung "Eine himmlische halbe Million" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in einen spannenden und unterhaltsamen Wettstreit treten. Sie spielen um einen „großen Topf“ für ihre Kirche: Großwirschleben (Gemeinde Plötzkau) in Sachsen-Anhalt, Burkhardswalde in Sachsen und Lohma (Gemeinde Nöbdenitz) in Thüringen. Verdient haben sie es alle: die Kirchen und die Menschen unterm Kirchturm. Und das Schöne ist: Leer ausgehen wird niemand. 300.000 Euro stellt die Stiftung KiBa für die Restaurierung der Gewinnerkirche zur Verfügung, 150.000 Euro erhalten die Zweitplatzierten und die dritten Sieger nehmen noch 50.000 Euro mit nach Hause.

EKD-Pressemitteilung

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Ökumene

Die ökumenische Aktion "chrismon-Gemeinde 2012" hat ihre Gewinner bekanntgegeben. Drei evangelische Kirchengemeinden belegten die mit insgesamt 8.500 Euro dotierten Podiumsplätze, wie das evangelische Magazin "chrismon" mitteilte. 196 Gemeinden aus ganz Deutschland beteiligten sich den Angaben zufolge an dem Wettbewerb, mehr als 400.000 Menschen haben abgestimmt. Der erste Platz mit 5.000 Euro geht an die Evangelisch-lutherische St.-Sixti-Kirchengemeinde im südniedersächsischen Northeim, die mit einer besonderen Veranstaltungsreihe auf den Rückgang von Gemeindemitgliedern reagiert. Auf den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Platz kommt die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neufahrn/Hallbergmoos in Oberbayern. Mit dem dritten Platz und 1.000 Euro zeichnete die Jury die Evangelische Christuskirchengemeinde Bad Vilbel in Hessen aus. Mit je 500 Euro dotierte Sonderpreise gehen an bundesweit elf Gemeinden.

Gemeinden an der Basis unterstützen

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International

Der Lutherische Weltbund (LWB) lädt Kirchenleitende und Gemeindeglieder in der lutherischen Kirchengemeinschaft sowie ökumenische Partner zu einer virtuellen Konferenz über ökologische Gerechtigkeit ein, die am 12. Mai 2012 unter dem Thema „ökologisch&gerecht“ stattfinden wird. Die Konferenz beginnt 11 Uhr GMT und endet um 19 Uhr GMT. Teilnehmende in anderen Zeitzonen müssen die jeweilige Zeitverschiebung berücksichtigen. Mit der virtuellen Konferenz wird Neuland betreten, so LWB-Generalsekretär Pfarrer Martin Junge, da mit einem kleinen ökologischen Fußabdruck einer größeren Anzahl von Menschen die Möglichkeit zum Lernen und zu Gesprächen gegeben werde.

Informationen über Teilnahme und Anmeldung zur Konferenz

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Der berühmt gewordene Tahrir-Platz mit den Protestcamps der Demonstranten liegt ganz in der Nähe – dadurch ist es manchmal schwer, durch den Verkehr in die evangelische Kirche von Kairo zu gelangen. Sie liegt an einer der lautesten und staubigsten Kreuzungen der Megastadt. Doch in der Kirche scheint eine andere Welt zu liegen – erhabene Stille und leise Orgelklänge empfangen den staunenden Besucher. Es sieht auch ein bisschen nach Zeitreise aus, denn die Kirche stammt aus einer Epoche, in der Deutschland noch plante, eine Großmacht zu werden. Ein wenig von der längst vergangenen Kaiserzeit ist noch zu spüren. Jetzt hat man das hundertjährige Jubiläum begangen, Altbischof Wolfgang Huber reiste aus Deutschland an und feierliche Gottesdienste wurden abgehalten.

Jubiläum in Kairo

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Worte zum Tag

Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Und zuletzt wurde ich ganz still.

Sören Kierkegaard (1813-1855), dän. Philosoph und Theologe

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