EKD-Newsletter Nr. 11, Juni 1997
1. Internet Angebot der EKD erneut ausgezeichnet
2. Leipziger Kirchentag im Internet
3. Handwerk als Chance - Neue EKD-Denkschrift am 11. Juni 1997 vorgestellt
4. aej wirft das Netz aus
5. Dürfen wir wie Sie mal was fragen?
1. Internet Angebot der EKD erneut ausgezeichnet
Zum zweiten Mal innerhalb nur eines Jahres wurde dem Informationsangebot der EKD im Internet (World Wide Web) die webTIP - "Top-5-Prozent" - Auszeichnung verliehen. WebTIP ist ein Ranking-Dienst der Computerzeitschrift DOS, der die besten Web-Angebote im deutschsprachigen Raum nach Rubriken geordnet rezensiert, in einer Datenbank erfaßt und die Auszeichnung verleiht. Über ein Wiedervorlagesystem wird die Qualität des Angebotes "hinsichtlich Inhalt, Nutzwert und Gestaltung" alle drei Monate erneut geprüft. Für den "umfangreichen, aktuellen und schnellen Informationsdienst" und für das "inzwischen grafisch stark verbesserte Programm" wurde der EKD-Server erneut prämiert und ist nun weiterhin Mitglied im Club der "Top-5-Prozent".
Seit dem "Startschuß" im Februar 1996 nahmen die Zugriffe auf das Angebot der EKD stetig zu. Im Mai 1997 haben sich die Zahlen gegenüber Mai 1996 mehr als verdoppelt: Am Tag werden vom EKD-Server zwischen 5000 und 6000 Dateien abgerufen, in der Woche ca. 35.000 und im Monat etwa 130.000 bis 140.000, was einem geschätzten Datentransfervolumen von ca. 600 MB (600.000.000 Zeichen) pro Monat entspricht.
Ähnlich erfolgreich verläuft das Wachstum beim EKD-Newsletter, der im August 1996 mit 150 Adressen gestartet wurde und im Mai 1997 einen Verteiler von 900 Adressen erreicht hat. Diese Entwicklung ist auf die zunehmenden Nutzerzahlen, auf den wachsenden Bekanntheitsgrad kirchlicher Angebote im Internet, auf die Ausweitung des Informationsangebotes und die aktuelle Berichterstattung auf dem EKD-Server zurückzuführen.
Eine weitere wichtige Erkenntnis nach über einem Jahr der Online-Präsenz ist, daß das Internet nicht nur Information sondern zunehmend auch Kommunikation bedeutet. Die Präsenz im World Wide Web führt dazu, daß sehr viele Menschen aus dem In- und Ausland den Kontakt über die Foren oder über E-Mail zur Kirche suchen. So erhält die EKD ca. 30-40 Anfragen pro Tag über E-Mail, pro Monat werden etwa 400-500 E-Mails verschickt.
http://www.webtip.de/
2. Leipziger Kirchentag im Internet
Den 27. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Leipzig können Interessierte auch im Internet mitverfolgen. Die Online-Redaktion wird direkt aus dem Pressezentrum des Kirchentages vom 18. bis 22. Juni über das Kirchentagsgeschehen berichten und ausgewählte Nachrichten, Redetexte, Fotos und Originaltöne aus Veranstaltungen anbieten. Neben Pressestimmen, die dort ebenfalls nachzulesen sind, können Internet-Nutzerinnen und -Nutzer in einem World-Wide-Web-Forum eigene Ansichten und Eindrücke zum Kirchentag mitteilen und sich mit anderen darüber austauschen.
Eine zusätzliche Äußerungs- und Gesprächsmöglichkeit wird am Freitag, dem 20. Juni, zum "Forum Medien" auf dem Kirchentag eingerichtet. Aus dem Internet-Café in Halle 1 der Neuen Messe, in der das Forum stattfindet, aber auch von auswärts können Fragen und Meinungen zu den Themen des Forums weitergegeben werden: Am Vormittag geht es um den "geteilten Himmel" der gesamtdeutschen Medienlandschaft, am Nachmittag um die "schöne neue Medienwelt?".
http://www.kirchentag.de/
3. Handwerk als Chance
EKD-Denkschrift am 11. Juni 1997 vorgestellt
Die neue Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht in engem Zusammenhang mit dem gemeinsamen Wort der evangelischen und katholischen Kirche zur wirtschaftlichen und sozialen Lage. Mit der jetzt vorgelegten Publikation konkretisiert und aktualisiert die EKD Aussagen des gemeinsamen Wortes am Beispiel Handwerk. Dies wird u.a. deutlich bei der Frage der Verbesserung der Beschäftigungssituation. Im gemeinsamen Wort der Kirchen heißt es: "Arbeitsplätze wurden und werden überwiegend in den beschäftigungsintensiven kleineren und mittleren Betrieben des Handwerks und Mittelstandes erhalten und geschaffen." (Ziff. 171)
Die Kirche hat das Handwerk aber nicht erst mit dieser Denkschrift entdeckt. Sie kann anknüpfen an Luthers berühmt gewordenes Wort über die Handwerker und ihr "Amt". Es steht in der Schrift "An den christlichen Adel deutscher Nation" aus dem Jahre 1520. Im Kern geht es in diesem Wort Luthers darum, daß Menschen in Wirtschaft und Arbeitswelt ihre besondere Verantwortung erkennen. Luther schreibt: "Ein Schuster, ein Schmied, ein Bauer, ein jeglicher hat seines Handwerks Amt und Werk, und doch sind sie alle gleichermaßen geweihte Priester und Bischöfe, und ein jeglicher soll mit seinem Amt oder Werk den andern nützlich und dienlich sein: damit so vielerlei Werke alle auf eine Gemeinde gerichtet sind, um Leib und Seele zu fördern, wie die Gliedmaßen des Körpers alle eins dem andern dienen."
4. aej wirft das Netz aus
Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (aej) präsentiert sich pünktlich zum Beginn des Kirchentages mit einem eigenen Angebot im Internet. Neben Wissenswertem über Aufbau und Struktur der aej gibt es Informationen aus den einzelnen Arbeitsgebieten, Pressemeldungen, Publikationen sowie Stellungnahmen, Anschriften und ein Diskussionsforum. Mitglieder der aej mit eigenem Internet-Angebot werden über Links mit dem zentralen Angebot verbunden, Mitglieder, die noch keine eigene Homepage haben, können sich auf der aej-Homepage darstellen. Den Einstieg in das World Wide Web will die aej neben ihren originären Arbeitsgebieten auch auf dem Kirchentag in Leipzig im "aej-Bistro international" vorstellen. Eingegliedert ist dann auch ein "Internet-Bistro", in dem die Gäste durch die Welt surfen können.
http://www.evangelische-jugend.de/
5. Dürfen wir Sie mal was fragen?
Betreiber von WWW-Informationssytemen haben immer ein Problem: WWW-Seiten so zu gestalten, dass moeglichst viele Nutzer die Seiten optimal auf ihren Bildschirm bekommen. Verschiedene Computersysteme und Browser-Software, unterschiedliche Aufloesungen und Farbtiefen der Grafikkarten oder Monitore und nicht zuletzt die großen Geschwindigkeitsunterschiede der Internetanbindungen machen es den Produzenten nicht leicht, einen geeigneten Kompromiss zwischen Design, Ladezeiten und Lesbarbarkeit zu finden. Deswegen hat das EKD-Online Team eine kleine (anonyme) Umfrage gestartet, um ein paar Daten über die technische Ausstattung der Online-Nutzer zu bekommen.
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