EKD-Newsletter Nr. 14, September 1997

1. Erbarme, die Hesse komme

2. SELK - Zum "Silbernen" im Internet

3. WebFish - Angel Dir einen!

4. Gott im Internet - Tagung in der Ev. Akademie Bad Segeberg

5. Publizistisches Gesamtkonzept 1997 der EKD

6. Hinweis in eigener Sache

 

1. "Erbarme, die Hesse komme"

So oder aehnlich lautete vor Jahren ein Mundartsong, der in die Hitparaden einzog. Aehnliches versucht jetzt die Propstei Oberhessen, die nach ihren Angaben seit August als erste Propstei ein eigenes Internet-Angebot praesentiert. Witzig und gut gemacht, deshalb sei gleich hier davon berichtet, ist eine Kontaktmoeglichkeit zu Martin K. Reinel, der die Oeffentlichkeitsarbeit Oberhessen gestaltet: Unter der Rubrik "Deftiges aus Oberhessen" kommt man nicht auf eine Rezeptseite, sondern auf urhessische Textteile, bei denen angeboten wird, sich die Uebersetzung von Martin Reinel direkt "abzuholen". Und schon ist der erste Kontakt da! Neben Nachrichten aus Oberhessen und Vorschauen finden sich auf dem Server Hintergrundberichte (u.a. auch gut zu "Kirche und Geld"), statistische Angaben, Adressen, Darstellungen der oekumenischen Verbindungen und zahlreiche Links. Ein Grusswort des oberhessischen Propstes Klaus Eibach mit ergaenzenden biographischen Angaben und der Erlaeuterung "Was ist eigentlich ein Propst" runden das Gesamtbild ab. Vielleicht sollten die Macher ein Gaestebuch einrichten, damit nicht nur der Mailweg angeboten wird. Es bleibt zu wuenschen, dass die Seiten auch ueberregional Zuspruch finden, denn die eingangs gewaehlte Ueberschrift gilt keinesfalls fuer das Angebot!

http://www.dike.de/oberhessen


2. SELK - Zum "Silbernen" im Internet

Zum "Silbernen" ist jetzt auch die Selbstaendige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) 25 Jahre nach ihrer Entstehung im Internet vertreten. Auf der Homepage werden zunaechst vier weiterfuehrende Links (Aktuell - Ueber uns - Glaube konkret - englische Version) angeboten. Zudem erfolgt der Hinweis, dass als Neuerung ein Gaestebuch eingerichtet wurde (das dem Anschein nach noch nicht so frequentiert wird). Im Angebot Auszuege aus den aktuellen SELK-Informationen mit Terminen, Informationen ueber das Selbstverstaendnis der SELK mit einer Gemeindeuebersicht und Geschichte, Links zu Inhalten und Adressen diverser Arbeitsgebiete. Zu hinterfragen bleibt, warum diese Rubrik "Links" nicht auch gleich von der Homepage aus erreichbar ist. Das englischsprachige Angebot ist noch nicht verfuegbar, soll sich aber in Arbeit befinden (ein entsprechender Hinweis auf der Homepage wuerde den Usern den noch unnoetigen Klick zur "Baustelle" ersparen). Ebenfalls schade, dass die von der Ankuendigung verlockende Rubrik "Nettes und Interessantes (sehr subjektiv)" keinerlei Inhalte aufweist. Insgesamt ein interessantes Angebot der SELK, das aber doch noch ausgebaut werden sollte, damit die User nicht sprichwoertlich "ins Leere" surfen.

http://www.selk.de/


3. WebFish - Angel Dir einen!

Der WebFish schwimmt nun schon zum zweiten Mal. Im letzten Jahr haben ueber 150 BewerberInnen rund um den Globus mitgemacht, um die internationale Auszeichnung christlicher Internetangebote zu erhalten, die jaehrlich zum 1. September vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ausgeschrieben wird.

Bis zum 31. Dezember 1997 koennen sich alle AnbieterInnen christlicher Informationen im WWW bewerben. Schicken Sie einfach die Adresse Ihres Angebotes (bitte nur das URL, keine Bilder, Abhandlungen oder Screenshots) an die Adresse

webfish@ekd.de.

Im Januar 1998 wird sich die Jury treffen und die 10 besten Bewerbungen nominieren. In dieser Zeit koennen alle Internet-SurferInnen ihre Stimme fuer den persoenlichen Favoriten abgeben. Mitte Februar werden aus den 10 moeglichen Gewinnern die drei besten endgueltig ausgesucht und der WebFish - ganz wie bei den Olympischen Spielen - in Gold, Silber und Bronze verliehen. Also: Dabeisein ist alles... - oder doch nicht ganz: die Preistraeger erhalten naemlich noch eine kleine finanzielle Zuwendung.


4. Gott im Internet - Tagung in der Ev. Akademie Bad Segeberg

Unter dem Motto "Gott im Internet - Auswirkungen der neuen Informationstechnologien auf Gesellschaft und Religion" findet vom 7. - 9. 11. 1997 eine Tagung der Ev. Akademie Nordelbien in Bad Segeberg statt. Schwerpunktmaessig soll in diesen Tagen den Fragen nachgegangen werden, wie sich die neuen Kommunikationsformen auf den einzelnen Menschen und die Gesellschaft auswirken und wie sich unser Verstaendnis von Religion veraendert, wenn die "Church of Information" waechst und die Rede von Gott in digitale Bahnen geraet. Angesichts der wachsenden Informationsflut stellt sich auch die bedraengende Frage, welche ethischen Masstaebe in einer wuchernden virtuellen Welt gelten sollen. Und wer hilft zu unterscheiden? Wie sich im Durcheinander und Nebeneinander von Werthaftem und Wertlosem zurechtfinden? Dabei ist nicht zuletzt zu pruefen, welche Rolle die Kirche auf dem digitalen Marktplatz spielen und spielen wollen.

Die Ev. Akademie Nordelebien und ihr Freudeskreis laden Fachleute und Interessierte, Einsteiger und Kritiker, junge und aeltere Menschen ein, eigene Einblicke zu nehmen und aus Vorurteilen begruendete Positionen werden zu lassen. Weiter Information zur Tagung finden Sie unter:

http://www.tsh.de/initiative/gott.htm


5. "Mandat und Markt - Perspektiven evangelischer Publizistik"

So lautet der Titel des Publizistischen Gesamtkonzepts 1997 der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das am 24. September 1997 im Auftrag des Rates der EKD veroeffentlicht wird. Das publizistische Gesamtkonzept beschreibt die Vielfalt in der evangelischen Publizistik und benennt offen Defizite und Schwierigkeiten, damit notwendige Schritte der Veraenderung und Erneuerung die publizistische Arbeit der Kirche verbessern und ihr eine groessere Wirkung verschaffen. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Dr. Klaus Engelhardt, betont in seinem Vorwort den Wunsch des Rates, "dass die vielfaeltigen Hinweise, Anregungen und Empfehlungen von den Traegern der evangelischen Publizistik aufgenommen und gemeinsam in die Tat umgesetzt werden. Mit der Buendelung der Kraefte und dem erklaerten Ziel gerade in der heutigen Mediengesellschaft die von der Kirche distanzierten Menschen zu erreichen, wird die evangelische Publizistik dem Leben der Kirche dienen." Der Auftrag zur Erarbeitung dieses neuen publizistischen Gesamtkonzepts geht zurueck auf einen Beschluss der EKD-Synode auf ihrer Tagung 1992 in Suhl. Dort hielt sie es "fuer dringend geboten, ein neues Publizistisches Gesamtkonzept in Fortfuehrung des Publizistischen Gesamtplans der EKD von 1979 und unter Beruecksichtigung der landeskirchlichen Gesamtplaene zu entwickeln." Eine hierfuer eingesetzte ad-hoc-Kommission unter Vorsitz von Prof. Dr. Will Teichert, Hamburg (Direktor der Akademie fuer Publizistik), konnte die Arbeit im Fruehsommer 1997 abschliessen und das Ergebnis dem Rat der EKD uebergeben. Ab 24. September ist das Gesamtkonzept auch auf dem EKD-Server zu finden unter:


6. Hinweis in eigener Sache

Dass der EKD-Server in der zweiten Septemberwoche zeitweise nicht erreichbar war, hatte einen triftigen Grund: Die Festplatte des WWW-Servers hatte ihren Geist aufgegeben und die Sicherungskopie war, wie sich dann heraustellte, beschaedigt. Dadurch sind einige Forumseintraege verloren gegangen, was wir natuerlich sehr bedauern. Um in Zukunft einem moeglichen Datenverlust vorzubeugen, werden wir neben der servereigenen Datensicherung auch noch zusaetzlich eine auf unseren lokalen Festplatten anlegen.

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