EKD-Newsletter 107, 25. November 2003 (Ausgabe Presse)

1. Evangelische Kirche sieht Martin Luther auf Platz 1
Bischoefin Kaessmann als Patin bei "Unsere Besten" im ZDF

2. Gebratene Heuschrecken in suessem Honigdip
Internetspiel der EKD bittet zu Tisch

3. Selbstmordattentate nicht zu rechtfertigen
Koppe: Muslimische Reformer muessen sich deutlicher distanzieren

4. Zeitschrift "zeitzeichen" spricht mit Christa Nickels:
Russland zur Loesung des Tschetschenienkonflikts draengen

5. TV-Tipp: Sendereihe "Stationen"
Ueberlebenskampf in Argentinien

6. Gedanken fuer den Tag


1. Evangelische Kirche sieht Martin Luther auf Platz Eins
Bischoefin Kaessmann als Patin bei "Unsere Besten" im ZDF

"Fuer mich ist Martin Luther ganz klar der wichtigste Deutsche. Er hat unsere Sprache gepraegt, unsere Kultur gepraegt und mit seinen theologischen Erkenntnissen Weltgeschichte geschrieben" sagte Margot Kaessmann, Bischoefin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und Ratsmitglied der EKD
beim Ranking "Unsere Besten" am vergangenen Donnerstag im ZDF. Als "Patin" stellte Kaessmann dem Fernsehpublikum ihren Favoriten vor.

Martin Luther war daraufhin von den Zuschauern prompt auf den zweiten Platz unter den Top 10 von einhundert deutschen Persoenlichkeiten gewaehlt worden. "Ich stehe hier, ich kann nicht anders" - das zeigt Mut, Entschlossenheit, Klarheit, davon koennten wir heute einiges gebrauchen", sagte seine Fuersprecherin Bischoefin Margot Kaessmann. Bis Freitag, 28. November, kann Luthers Position noch gestaerkt werden.

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/
31/0,1872,2051839,00.html



2. Gebratene Heuschrecken in suessem Honigdip
Internetspiel der EKD bittet zu Tisch

Gebratene Heuschrecken in suessem Honigdip - kein Rezept von eigenwilligen Gesundheitsaposteln, sondern Alltagsessen der Wuestenbewohner zur Zeit Jesu? Das neue Internetspiel "Prost-Mahlzeit" der EKD stellt Fragen rund ums Essen und Trinken im Neuen Testament. Am 25. November geht es an den Start und laeuft bis zum 29. Februar naechsten Jahres.

Sechs Szenen aus der Bibel stehen im Mittelpunkt und fordern die Spielerinnen und Spieler nicht zum Reinbeissen, sondern zum Rausknobeln auf. Bunte Zeichnungen, lebendige Texte und eine klare Strukturierung versprechen einen spielend einfachen Zugang zu den biblischen Inhalten.

"Prost-Mahlzeit" steht in der erfolgreichen Tradition der bisherigen acht Internetspiele der EKD. "Unsere Spiele gehoeren zu den meist gefragten Rubriken des Internetauftritts der EKD", sagt Tom O. Brok, Leiter der Internet-Arbeit im Kirchenamt der EKD. Fuer das letzte Spiel "Bibel Expedition" haetten sich 16.000 Menschen interessiert.

http://www.ekd.de/spiele

 

3. Selbstmordattentate nicht zu rechtfertigen
Koppe: Muslimische Reformer muessen sich deutlicher distanzieren

"Angesichts der Terroranschlaege in Istanbul, die offensichtlich von islamistischen Fanatikern begangen worden sind, sollten sich reformorientierte islamische Theologen und Verbaende deutlicher als bisher von religioesen Begruendungen gewaltbereiter Gruppen distanzieren", sagte der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Rolf Koppe, in Hannover. Es sei besorgniserregend, dass junge Maenner, die in westlichen Laendern lebten, ihre Familie verliessen, um sich zum Beispiel den Kaempfern im Irak anzuschliessen.

Im Blick auf die Tuerkei aeusserte Koppe die Hoffnung, dass die Fortschritte, die hinsichtlich der Verbesserung der Religionsfreiheit und der Menschenrechtspraxis in letzter Zeit erreicht worden sind, keine
Rueckschlaege erleiden. Die Zukunft nicht nur der islamischen Welt haenge wesentlich davon ab, ob es gelinge, Demokratie und Menschenrechte in Uebereinstimmung mit der ueberlieferten Tradition zu bringen.

http://www.ekd.de/presse/397_pm247
_2003_koppe_attentate_tuerkei.html

 

4. Zeitschrift "zeitzeichen" spricht mit Christa Nickels:
Russland zur Loesung des Tschetschenienkonflikts draengen

Bundeskanzler Gerhard Schroeder solle „energisch darauf hinwirken“, dass die EU-Staaten Russland zu einer politischen Loesung des Tschetschenienkonflikts draengen. Das hat die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestages, Christa Nickels, gefordert.

In einem Gespraech mit der evangelischen Monatszeitschrift „zeitzeichen“ (Dezemberausgabe) sagte die Gruene, die Regierungschefs der EU muessten Praesident Wladimir Putin „unmissverstaendlich deutlich machen“, dass die Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien ein Ende haben muessten. Anstelle von Wirtschaftssanktionen sollten die EU-Staaten Russland zunaechst „wirtschaftliche Anreize anbieten“, um eine politische Loesung des Konfliktes zu erreichen.

Nickels aeusserte sich auch zur Menschenrechtslage in China und den USA. Sie kritisierte, dass die USA in ihrem kubanischen Militaerstuetzpunkt Guantanomo „Menschen unter voelkerrechtswidrigen Bedingungen inhaftiert“ haetten. Die Bundesregierung habe ein „starkes Interesse“ daran, dass die USA bei den Menschenrechten „nicht ihren Kredit verspielt". In China gibt es nach Nickels Auffassung eine groessere „Offenheit“ in der Frage der Menschenrechte, an die man „anknuepfen" koenne, wenn man auf ein Ende der
Menschenrechtsverletzungen draenge.

http://zeitzeichen.net/

 

5. TV-Tipp: Sendereihe "Stationen"
Ueberlebenskampf in Argentinien

Der Film von Gernot Schley begleitet eine Familie auf ihrem erniedrigenden Weg durch den Muell von Buenos Aires. Er beobachtet Menschen in einem Armenviertel, die hungern, vereinsamen und sich wie Ausgestossene fuehlen in einer Gesellschaft, die von korrupten Politikern gepraegt ist. Padre Theo, ein deutscher Priester, hat die Kirchen fuer die Hungernden geoeffnet und mit Spenden aus Deutschland in den Gotteshaeusern unter anderem Volkskuechen eingerichtet.

"Stationen" heisst die Sendereihe im Bayerischen Fernsehen, in der der Film am Mittwoch, den 3. Dezember, um 19.30 Uhr gezeigt wird.

http://www.br-online.de/stationen

 

6. Gedanken fuer den Tag

Und Gott wird abwischen alle Traenen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird nicht mehr sein, denn das Erste ist vergangen.

(Buch der Offenbarung des Johannes 21,4)

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