EKD-Newsletter Nr. 158, 05. April 2005

1. Zum Tod von Papst Johannes Paul II.
Wolfgang Huber: "Die Welt hat einen grossen Menschen verloren"

2. Mit Kindern ein neuer Aufbruch
Diesjaehrige "Woche fuer das Leben" wird eroeffnet

3. "Dem Rad in die Speichen fallen"
Vor 60 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer hingerichtet

4. Papst-Special und Online-Kondolenzbuch
 
5. Kirchliche Immobilien online recherchieren
Kirchenprovinz Sachsen bietet Katalog an

6. Die Silbermann-Orgel zu Crostau
Eine Perle der Orgelbaukunst

7. Die  Alternative zum Internet Explorer
Mozilla Firefox auch auf ekd.de stark im Kommen

8. Worte zum Tag


1. Zum Tod von Papst Johannes Paul II.
Wolfgang Huber: "Die Welt hat einen grossen Menschen verloren"

"Mit Papst Johannes Paul II. hat die Welt einen eindruecklichen Zeugen des Evangeliums verloren", erklaerte der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, in einer ersten Reaktion auf den Tod des Kirchenoberhauptes am 2. April. Johannes Paul II. werde als einer der bedeutendsten Paepste in die Kirchengeschichte eingehen. Unter seinem ungewoehnlich langen Pontifikat habe die roemisch-katholische Kirche weltweit an oeffentlicher Praesenz und Ansehen gewonnen. Huber wuerdigte die charismatische Persoenlichkeit des Papstes. "Seine Menschlichkeit und seine Froemmigkeit haben den Papst aus Polen zu einem bedeutenden geistlichen Fuehrer und einer moralischen Instanz gemacht." Johannes Paul II. habe dem Papsttum ueber die Grenzen der katholischen Kirche hinaus eine ausserordentliche Popularitaet verschafft. Dankbar erinnere sich der Ratsvorsitzende an die persoenlichen Begegnungen mit dem Papst, zuletzt bei einer Privataudienz im August 2004 in Castel Gandolfo. "Die Evangelische Kirche in Deutschland trauert mit ihren katholischen Bruedern und Schwestern um Papst Johannes Paul II. Durch seinen Tod ist die Welt aermer geworden, sie hat einen grossen Menschen verloren. Gott schenke seiner Seele Frieden in der Freiheit von allem koerperlichen Leid."

http://www.ekd.de/presse/397_pm53_2005_
huber_lehmann_papst_johannes_paul.html

http://www.ekd.de/aktuell/
442_050403_rv_papst_interview_dlf.html


2. Mit Kindern ein neuer Aufbruch
Diesjaehrige "Woche fuer das Leben" wird eroeffnet

Kinder und Familien stehen im Mittelpunkt der "Woche fuer das Leben 2005", die am kommenden Samstag, den 9. April, in Kassel eroeffnet wird. Die gemeinsame Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz steht in diesem Jahr unter dem Motto "Mit Kindern ein neuer Aufbruch". Bundesweit finden dazu vom 9. bis 16. April in zahlreichen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen Veranstaltungen, Aktionen und Gottesdienste statt, in denen das Leben mit Kindern verstaerkt in den Mittelpunkt gerueckt wird. Mit der Woche fuer das Leben 2005 wollen die Kirchen zu einem neuen Aufbruch mit Kindern ermutigen und fuer den Schutz und die Wuerde des menschlichen Lebens in allen Phasen sensibilisieren.

http://www.woche-fuer-das-leben.de/
http://www.ekd.de/presse/
397_pm51_2005_eroeffnung_wfdl.html


3. "Dem Rad in die Speichen fallen"
Vor 60 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer hingerichtet

Man duerfe nicht nur die Opfer unter dem Rad verbinden, sondern muesse dem Rad selbst in die Speichen fallen. Diese unter dem Eindruck der Judenverfolgung und nationalsozialistischer Greueltaten gewonnene Erkenntnis gehoert sicher zu den bekanntsten Saetzen von Dietrich Bonhoeffer. Am 9. April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, wurde der Theologe und Widerstandskaempfer im Konzentrationslager Flossenbuerg bei Regensburg hingerichtet. Nicht nur seine waehrend der zweijaehrigen Haft verfassten Texte, die spaeter unter dem Titel "Widerstand und Ergebung" veroeffentlicht wurden, haben Theologen wie Nicht-Theologen bewegt und beeinflusst. Als Vorbild im Glauben sei Bonhoeffer
ein evangelischer Heiliger gewesen, erklaerte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber. Bonhoeffer habe ein Werk hinterlassen, das auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch sehr viel an Anregungen und Orientierungskraft biete.
 
http://www.dietrichbonhoeffer.de/
http://www.ekd.de/aktuell/
442_2005_03_29_rv_epd_interview_bonhoeffer.html


4. Papst-Special und Online-Kondolenzbuch

Ein virtuelles Kondolenzbuch ist nur eine der Sonderseiten, die das Internetportal unter http://www.katholisch.de/ anlaesslich des Todes von Papst Johannes Paul II. anbietet. Detailierte Informationen zu dessen Amtszeit finden sich dort ebenso wie Wissenswertes ueber das Konklave oder die deutschen Kardinaele, die an der Papstwahl beteiligt sein werden.

http://www.katholisch.de/


5. Kirchliche Immobilien online recherchieren
Kirchenprovinz Sachsen bietet Katalog an

Sie suchen in den neuen Bundeslaendern nach einem Grundstueck zur Wohnbebauung oder zur gewerblichen Nutzung? Dann kann das neue Portal kirchengrundstuecke.de weiterhelfen. Eine intuitive Benutzerfuehrung macht das Stoebern in den Immobilienangeboten leicht. Per Mausklick navigieren die Besucher ueber die Bundeslaender auf der Landkarte. Kurzexposees mit Bild und Beschreibung stellen die einzelnen Objekte kompakt dar und ermoeglichen die Kontaktaufnahme fuer Interessierte. Beachtenswert: das Internetangebot sieht nicht nur ansprechend aus, sondern wurde auch barrierefrei umgesetzt und folgt damit den Qualitaetsrichtlinien evangelischer Internetangebote. Betrieben wird die Site von der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in der Foederation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM).

http://www.kirchengrundstuecke.de/


6. Die Silbermann-Orgel zu Crostau
Eine Perle der Orgelbaukunst

Der "Koeniglich Saechsische Land- und Hoforgelbauer" Gottfried Silbermann gehoerte zu den bedeutenden Orgelbaumeistern des 18. Jahrhunderts (1683-1753) im saechsischen Raum. Eine ganze Internetpraesentation ist einer seiner 30 noch erhaltenen Orgeln gewidmet. Die Geschichte der aus dem Jahr 1732 stammenden Silbermann-Orgel in der evangelischen Kirche zu Crostau wird mit viel Liebe zum Detail nachgezeichnet. Alle Veraenderungen und Ueberarbeitungen sind exakt benannt. Die Restauration des Orgelprospekts wird fachkundig beschrieben und in vielen Bildern gezeigt. Die etwa 1100 Pfeifen der Orgel erhielten eine "Temperierung nach Neidhart 1723 in einer leicht modifizierten Art." Die letzte Intonation 1982 sei so gut gelungen, dass die Orgel seitdem nicht nachgestimmt werden musste. Wer den Klang dieses Instruments hoeren moechte, erhaelt sogar virtuelle Klangbeispiele. Die Gemeinde beweist mit diesem Angebot, dass das Internet eine ideale Moeglichkeit darstellt, sogar die Geschichte einzelner Instrumente einer breiten Oeffentlichkeit vorzustellen - um damit zum Beispiel fuer Renovierungsprojekte zu werben.

http://www.silbermannorgel-crostau.de/


7. Die  Alternative zum Internet Explorer
Mozilla Firefox auch auf ekd.de stark im Kommen

Die meisten Websurfer benutzen fuer ihre Ausfluege ins Netz den Microsoft Internet Explorer. Kein Wunder – ist dieser Browser doch bereits in Windows, dem wohl bekanntesten Betriebssystem, fest eingebaut. Natuerlich geht das aber auch anders: Eine interessante Alternative stellt der kostenlose Browser Mozilla Firefox dar. In seiner Kompaktheit und geringen Groesse stellt er einige Funktionen bereit, bei denen der Internet Explorer passen muss – z.B. die Darstellung mehrer Seiten ueber Karteikartenreiter, stufenlose Schriftvergroesserung und vieles mehr. Selbst ueber eine Modem- oder ISDN-Verbindung ist die Software in wenigen Minuten heruntergeladen. Die Installation laeuft auch fuer Einsteiger problemlos ab und bietet sogar an, die eigenen Favoriten aus dem Internet Explorer zu uebernehmen. Firefox haelt sich bei der Darstellung an alle gaengigen Standards und kann schnell und bequem an eigene Beduerfnisse angepasst werden. Immer mehr Besucher von ekd.de haben sich fuer die open source-Alternative Firefox entschieden: seit dem Sommer 2004 ist der Anteil der Firefox-Anwender auf fast 7% geklettert, gleichzeitig ist der Anteil des Internet Explorer auf unter 70% gesunken.

http://www.mozilla.org/


8. Worte fuer den Tag

Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darueber schaemen, dass ich dies nicht frueher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.

Søren Aabye Kierkegaard (1813 - 1855), daenischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller


 

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