EKD-Newsletter Nr. 160, 25. April 2005

1. Wechselseitiger Respekt als Ausdruck gemeinsamen Glaubens
Bischof Huber schreibt an Benedikt XVI. und an Kardinal Lehmann

2. Rat der EKD: "Erinnern um der Versoehnung willen"
Erklaerung zum Voelkermord an den Armeniern

3. Erinnerung und Zukunftsorientierung gehoeren zusammen
Ratsvorsitzender zu Besuch in Moskau

4. Fuer Interessierte in aller Welt
Neu: der englische Newsletter der EKD

5. Worte fuer den Tag

1. Wechselseitiger Respekt als Ausdruck gemeinsamen Glaubens
Bischof Huber schreibt an Benedikt XVI. und an Kardinal Lehmann

Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, hat Benedikt XVI. zur Einfuehrung ins Papstamt gratuliert. Er schreibt, dass den neuen Papst die "herzlichen Segenswuensche" der EKD und die persoenlichen Wuensche des Ratsvorsitzenden begleiten. Wolfgang Huber bete um Kraft fuer Benedikt XVI., um Gesundheit und um den Beistand des Heiligen Geistes. In einem weiteren Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, gratuliert der Ratsvorsitzende den deutschen Katholiken schriftlich, nachdem er die Glueckwuensche schon kurz nach der Wahl uebermittelt hat. Er freue sich mit den katholischen Christen in Deutschland ueber den raschen Abschluss der Wahl. Dies zeuge von der grossen Einmuetigkeit des Kardinalskollegiums und dem grossen Rang, den sich der neue Papst durch seine herausragenden theologischen Beitraege erworben habe. Mit Benedikt XVI. sei ein Papst gewaehlt worden, der die deutsche Situation mit ihrem Nebeneinander einer nahezu gleich grossen Anzahl von katholischen und evangelischen Christen, das oekumenische Gespraech im Land der Reformation sowie die Sehnsucht vieler nach einer vertieften Gemeinschaft unserer Kirchen gut kennt.

http://www.ekd.de/presse/
397_pm67_2005_gratulation_benedikt.html

http://www.ekd.de/aktuell/442_41447.html


2. Rat der EKD: "Erinnern um der Versoehnung willen"
Erklaerung zum Voelkermord an den Armeniern

Der Rat der EKD erinnert an den Voelkermord an den Armenien vor 90 Jahren. Das hoechste Leitungsgremium der EKD erklaert dazu, dass "Erinnern um der Versoehnung willen" noetig sei: "Die Vergangenheit laesst uns nicht los, bis sie wirklich aufgearbeitet ist. Schuld muss angenommen werden, die Wahrheit muss verkuendet werden. Dieser schwere Schritt der Rueckwendung zur eigenen Geschichte ist notwendig, um den Weg zur Vergebung zu oeffnen, bittere Erinnerungen zu heilen und eine gemeinsame Zukunft zu gewinnen." Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, sagte in einer Gedenkrede im Berliner Dom, er sehe "mit Beschaemung die Verstrickung" des deutschen Volkes in den Voelkermord an den Armeniern. Fuer die europaeischen Grossmaechte jener Zeit und vor allem fuer das deutsche Kaiserreich seien eigene Interessen wichtiger gewesen als der Aufschrei fuer Menschen, "die zu Millionen ihr Leben lassen oder fliehen mussten". Er schaeme sich im Nachhinein fuer diese politische Gleichgueltigkeit und bitte das armenische Volk um Verzeihung.

http://www.ekd.de/presse/
397_pm68_2005_ratserklaerung_armenier.html

http://www.ekd.de/predigten/
predigt_050423_huber_berliner_dom_armenier.html


3. Erinnerung und Zukunftsorientierung gehoeren zusammen
Ratsvorsitzender zu Besuch in Moskau

Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit seien fuer die EKD Eckpfeiler der europaeischen Wertegemeinschaft. Darauf hat der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, in einer Begegnung mit dem Aussenminister der Russischen Foederation, Sergej Lawrow, in Moskau hingewiesen. Die evangelische Kirche beobachte besonders aufmerksam die Entwicklungen in der Kaukasusrepublik Tschetschenien und verfolge mit "grosser innerer Anteilnahme" die Herausforderungen, vor denen die Russische Foederation stehe. Im Mittelpunkt des Besuchs stand eine Begegnung mit dem Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche, Alexej II. Der Austausch zwischen dem Patriarchen und dem Ratsvorsitzenden war insbesondere durch das Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges bestimmt.

http://www.ekd.de/presse/
397_pm66_2005_russlandreise.html

http://www.ekd.de/presse/
397_pm57_2005_rv_moskaureise.html


4. Fuer Interessierte in aller Welt
Neu: der englische Newsletter der EKD

News from the EKD - just a mouseclick away: Anfang Mai wird der erste englischsprachige Newsletter mit Meldungen aus der EKD, den Diensten und Werken das EKD-Kirchenamt verlassen. Alle sechs Wochen werden zukuenftig Interessierte weltweit auf englisch ueber Themen und Entwicklungen aus Deutschland informiert. Was bisher nur gedruckt als "EKD-Bulletin" vorlag, wird so aktueller und leichter zugaenglich. Kurze Abschnitte im Newsletter geben einen Ueberblick ueber die Inhalte, die die Menschen in der EKD beschaeftigen. Wer mehr lesen will, kann per Link ausfuehrlichere Texte anklicken. Natuerlich wird auch weiterhin die Printausgabe verschickt, die die Themen des Newsletters in vier Ausgaben pro Jahr zusammen fasst. Wer aber auf das digitale Rundschreiben umsteigen will, kann den Newsletter ab sofort unter www.ekd.de/bulletin abonnieren. Interessierte tragen hier einfach ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten mit der naechsten Ausgabe die aktuellen EKD-Nachrichten - natuerlich kostenfrei.

http://www.ekd.de/bulletin


5. Worte fuer den Tag

Wer die Aermsten dieser Welt gesehen hat, fuehlt sich reich genug zu helfen.

Albert Schweitzer (1875-1965), elsaess. ev. Theologe, Musiker, Arzt u. Philosoph


 

Feedback

Uns interessiert Ihre Meinung zum Newsletter.
Schreiben Sie an:
mailto:feedback@ekd-newsletter.de

EKD-Newsletter - Ausgabe Internet
herausgegeben von:

Evangelische Kirche in Deutschland
- Internet-Arbeit -
- Pressestelle -
POB 21 02 20
30402 Hannover
Tel.: + 49 - 511 - 2796 - 0
Fax: + 49 - 511 - 2796 - 777
E-Mail: internet@ekd.de

WWW-Adresse des Newsletter:
(Bestellen/Austragen)
http://www.ekd-newsletter.de

Copyright-Hinweis: Die Beiträge aus dem Newsletter dürfen mit Quellenangabe in elektronischen und gedruckten Medien im Bereich der evangelischen Kirche veröffentlicht werden. Bitte senden Sie Belege an die im Impressum genannten Herausgeber der EKD-Newsletters.